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Freitag, 29.09.2017 – Wir fahren am Nachmittag gegen halb fünf los und landen natürlich sofort im Stauchaos der Kölner und Bonner Autobahnen. Unser Tomtom will uns über die Leverkusener Rheinbrücke führen, doch schon im Leverkusener Kreuz ist das große Stehen angesagt. Dann kommen auch direkt die Verkehrsnachrichten: Heute ist es mal kein Lkw-Unfall, sondern einfach nur ein brennendes Fahrzeug, dass in diesem Fall für eine Sperrung der A1 sorgt.

Wir drehen im Kreuz, was auch seine Zeit dauert und stellen uns dann im Stau der A3 an. Auf diese Art und Weise haben wir in der ersten Stunde netto vielleicht 10 km der Gesamtstrecke geschafft.

Auch auf der weiteren Strecke im Verlauf der A61 in Rheinland-Pfalz wird die Situation nicht viel besser. Insgesamt verlieren wir heute sicherlich zwei Stunden mit Stau.

Als Folge davon erreichen wir unser heutiges Etappenziel den günstigen Durchgangs-Campingplatz in Nancy erst kurz vor 22 Uhr. Genau in dem Moment, in dem wir in die Einfahrt einbiegen, wird in der Rezeption das Licht ausgeschaltet.

Doch wir erwischen den Mann noch, bevor er in sein Auto steigen und wegfahren kann. Er ist so nett und macht das Licht nochmal an, so dass wir heute doch noch auf den Platz kommen.

Danach passiert nicht mehr viel. Wir parken schnell auf einer Stellfläche mit extra stabilem Untergrund für Wohnmobile, schließen noch den Strom an für den Kühlschrank und legen uns mehr oder weniger direkt schlafen.

  1. Nacht20170929
    Nancy
    Camping Brabois
    Tageskilometer: 390

 

 

Samstag, 30.09.2017 – Heute haben wir nochmal einen ganzen Tag mit Fahren vor uns, bis wir endlich am Mittelmeer in Südfrankreich angekommen sein werden.

Ja, was haben wir eigentlich vor in diesem Urlaub? Also im Grunde ist es ja ein Kurzurlaub, da wir nur neun Übernachtungen maximal zu Verfügung haben. Und für diese kurze Zeit hatten wir ursprünglich geplant ins Elsass zu fahren. Doch dann kamen am Donnerstag die Wettervorhersagen, dass es dort bis nächste Woche Mittwoch voraussichtlich nur schlechtes Wetter geben wird.

Da Tina am Fuß verletzt ist und sowieso nicht so viel laufen kann, noch nicht einmal Stadtbesichtigungen und Einkaufsbummel, war die Aussicht mehrere Tage bei Regen im Wohnmobil zu sitzen nicht so besonders verlockend.

Also planten wir mal wieder sehr kurzfristig komplett um. Wenn Tina also schon nicht so viel umherlaufen kann und wir mehr oder weniger an den Standort des Wohnmobils gebunden sind, dann doch wenigstens so, dass wir draußen sitzen und vielleicht auch nochmal ein wenig Sonnenwärme genießen können.

Ja, und dass hoffen wir diesmal noch in Südfrankreich, genauer gesagt im kleinen Ort Marseillan-Plage zu finden. Wir kennen den Ort schon von unseren letzten Reisen. Er bietet alle Versorgungsmöglichkeiten und im Gegensatz zu den anderen Küstenabschnitten auch noch mehrere geöffnete Campingplätze. In den anderen Orten haben die mittlerweile nämlich bis zum nächsten Frühjahr geschlossen.

Natürlich ist auch diese sonnenverwöhnte, ja geradezu von der Sonne ausgedörrte Gegend um diese Jahreszeit auch nicht mehr sommerlich, aber zumindest erhoffen wir uns etwas Wärme und vielleicht auch etwas schönes Wetter.

Aber heute fahren wir praktisch den ganzen Tag durch den Regen. Das sind die Wolken, die auf dem Weg ins Elsass sind und denen wir eigentlich ausweichen wollen. Aber sie begleiten uns bis ganz in den Süden. Selbst in Montpellier ist es noch am Regnen und als wir in Marseillan-Plage eintreffen, stehen hier auch überall große Pfützen.

Aber immerhin hat der Regen jetzt aufgehört. Teilweise sehen wir sogar blaue Stellen durch die Wolken. Warten wir also mal ab, wie es die nächsten Tage wird. Jetzt ist es eh zu spät. Wir sind hier und bleiben auch, egal wie sehr wir uns mit dem Wetter arrangieren müssen.

Natürlich waren diese anderthalb Tage Anfahrt für so einen Kurzurlaub schon eine ordentliche Fahrerei. Insgesamt waren das 1.173 km bis hierher. Die reine Fahrzeit betrug laut Bordcomputer 13 Stunden und 24 Minuten. Da kann man durchaus mal überlegen, ob sich so eine Fahrt lohnt. Aufgrund der Umstände bejahen wir diese Frage aber diesmal.

Dazu kommen dann ja auch noch die Autobahngebühren, die man für das schnelle Vorankommen auf jeden Fall blechen muss. In unserem Fall waren das heute 95,50 Euro. Ganz schön happig, aber ohne die gut zu befahrenden französischen Autobahnen würde so eine Reise gar nicht funktionieren.

In Lyon ist die Durchfahrt durch die Stadt gesperrt. Das ist eigentlich immer die kürzeste Strecke in den Süden. Die Vorhinweise, dass man besser die Ost-Umfahrung um Lyon nehmen soll verstehen wir nicht richtig, bis es zu spät ist und wir vor der gesperrten Autobahn stehen und wie viele andere auch abfahren müssen. Hier verlieren wir vermutlich doch so einiges an Zeit gegenüber denjenigen, die brav auf die Umfahrung abgebogen sind.

IMGP3316Später haben wir heute eine Pause in Montelimar eingelegt. Dort waren wir auch schon im letzten Jahr auf dem Rückweg von Spanien. Wir hatten abends noch die Stadt besichtigt, ohne auf das Wesentliche zu stoßen.

Das hatten wir erst nach unserer Rückkehr im Reisemagazin „Frankreich erleben“ gefunden. Montelimar ist bekannt für sein Nougat, für das es hier mehrere große Hersteller gibt.

Bei der heutigen Pause decken wir uns daher auch mit verschiedenen Sorten Nougat ein. Die ganz einfache Variante mit Mandeln und Honig scheint dabei aber immer noch die leckerste zu sein.

 

  1. Nacht20170930
    Marseillan-Plage
    Stellplatz
    Tageskilometer: 783

 

 

Sonntag, 01.10.2017 – Am Morgen sind die Regenwolken verschwunden und wir haben einen schönen blau-weißen Himmel. Und in der Sonne wird es angenehm warm.

Ich muss durch den halben Ort gehen, um einen geöffneten Laden mit Baguettes zu finden. Nach dem Frühstück drehen wir dann zusammen eine erste Runde durch den Ort.

Unter anderem kommen wir auch am Campingplatz vorbei. In der Rezeption spricht die Bedienung gut Deutsch und wir erkundigen uns direkt nach freien Plätzen. Das ist zwar merkwürdig, weil wir gerade ohne Emil dort auftauchen, aber die Dame hilft uns trotzdem weiter.

Wir schauen uns auf dem Gelände um, entscheiden uns auch gleich für einen freien Stellplatz und erledigen auch direkt die Anmeldung. Dank der ADAC Camping-Card sparen wir noch ein paar Euro. Allerdings kommen die durch die sogenannte Kurtaxe wieder oben drauf.

Wir reservieren den Platz direkt bis nächsten Samstag. Wenn das Wetter so halbwegs mitspielt, werden wir es hier sicherlich die Woche aushalten. Ein Minuspunkt ist allerdings die WLan-Versorgung auf dem Gelände.

Anscheinend hält man das hier noch für eine exklusive Sonderleistung und nicht für einen eigentlich selbstverständlichen Service. Jedenfalls soll hier eine Stunde WLan-Zugang 5 Euro kosten. Was für Spinner! Vor 20 Jahren war das vielleicht mal ganz in Ordnung, aber heutzutage gehört der Online-Zugang für die Campinggäste genauso zum Service wie saubere Sanitäranlagen mit warmer Dusche.

Wir behelfen uns mit dem Internet über das Mobilfunknetz. Die Verbindung ist nicht besonders gut, aber wir haben es ja auch nicht so eilig.

Bevor wir mit Emil auf den Campingplatz fahren, stellen wir fest, dass es am anderen Ende des Ortes, ganz in der Nähe wo der Stellplatz der letzten Nacht ist, einen Wochenmarkt mit Flohmarkt gibt. Unglaublich viele Menschen pilgern auf das Gelände und kommen beladen vor allem mit Obst wieder zurück.

Wir drehen auch noch eine Runde über den Marktplatz. Es ist sehr bunt und vor allem brechend voll. Allerdings kaufen wir nichts ein, sondern bummeln nur über das Gelände und schauen uns die Warenvielfalt an.

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Danach setzen wir Emil aber dann endlich auf den Campingplatz um. Schnell haben wir alles aufgebaut. Der Boden ist vom gestrigen Regen noch leicht feucht, aber es ist nicht so schlimm, dass man hier nur im Schlamm laufen würde.

Natürlich gehen wir am Nachmittag noch zum Strand und stecken auch mal die Füße ins relativ kalte Wasser des Mittelmeers. Aber die Wassertemperatur ist uns relativ egal, weil wir im Grunde vorher wussten, dass wir nicht zum Schwimmen hier sind. Aber wer weiß wie das Wetter die nächsten Tage wird. Vielleicht nehme ich ja doch noch ein kurzes Bad im Meer.

So, ansonsten wird es jetzt in den nächsten Tagen nicht viel zu berichten geben. Wir werden einfach das Nichtstun genießen.

  1. Nacht20171001
    Marseillan-Plage
    Camping Beauregard
    Tageskilometer: 1

 

 

Montag, 02.09.2017 - In der Nacht fing es an zu regnen und auch am Vormittag blieb es bedeckt und hin und wieder war es ganz leicht am fieseln. Aber schon ab Mittag setzte sich die Sonne mehr und mehr durch.

Bei einem Rundgang durch Marseillan-Plage haben wir festgestellt, dass es keinen geöffneten Supermarkt mehr gibt. Nur gegenüber der Campingzufahrt gibt es einen Mini-Markt, der vor allem frisches Brot verkauft, ansonsten aber kaum Lebensmittel im Angebot hat.

Die nächsten zwei Tage werden wir also von unseren Vorräten leben, danach müssen wir dann tatsächlich mit dem Wohnmobil in die nächste Stadt fahren, um einzukaufen. Unser Plan, alles hier im Ort zu Fuß zu erledigen, hat sich damit erstmal erledigt.

Kommentar der Rezeption: Im Winter wohnt niemand in Marseillan-Plage. Da braucht man auch keine Geschäfte. Und der Winter beginnt hier eigentlich am 01. Oktober. Nur ein paar Touristen verstehen das halt nicht und kommen trotzdem hierher.

Der Campingplatz selber bietet hier noch für die nächsten zwei Wochen seinen Service an. Dann wird auch hier das Tor zugemacht bis zum nächsten Frühjahr.

  1. Nacht20171002
    Marseillan-Plage
    Camping Beauregard
    Tageskilometer: 0

 

 

Dienstag, 03.10.2017 (Tag der Deutschen Einheit) - Wir werden wach, als der Nachbar seine Abreise vorbereitet. Vor allem das Hochkurbeln der Stützen macht eine Menge Lärm. Aber es sind Rentner und die wollen wohl noch bis nach Südspanien.

Wir wundern uns, wie dunkel es heute um halb acht noch ist. Das liegt daran, dass wir heute Morgen eine dichte Wolkenschicht haben, Morgennebel eben. Die Sonne fängt aber schon bald an und löst die Wolkendecke auf.

Ansonsten machen wir das, was wir uns vorgenommen hatten: Nichts.

  1. Nacht20171003
    Marseillan-Plage
    Camping Beauregard
    Tageskilometer: 0

 

 

Mittwoch, 04.10.2017 - Heute gibt es schon wieder nichts zu berichten. Es ist einfach schön, hier bei sommerlichen Temperaturen dem Nichtstun nachzugehen.

  1. Nacht20171004
    Marseillan-Plage
    Camping Beauregard
    Tageskilometer: 0

 

 

Donnerstag, 05.10.2017 - Bei verschiedenen Spaziergängen zu unterschiedlichen Uhrzeiten hatten wir dann doch noch einen weiteren kleinen Lebensmittelladen gefunden. Immerhin so gut sortiert, dass wir doch die ganze Zeit hier stehen bleiben können, ohne nur zum Einkaufen mit Emil in die Stadt fahren zu müssen.

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  1. Nacht20171005
    Marseillan-Plage
    Camping Beauregard
    Tageskilometer: 0

 

 

Freitag, 06.10.2017 - Letzter Tag auf diesem Campingplatz. Wir räumen abends schon mal so etliches auf, damit wir morgen relativ früh loskommen.

Ein Supermarktbesuch wird sich dann aber doch nicht vermeiden lassen. Wir brauchen unbedingt noch spezielle Haribos, die es nur hier in Frankreich gibt. Die Kinder in meiner Trainingsgruppe zu Hause wissen, dass ich diese immer aus Frankreich mitbringe und warten natürlich schon darauf. Das erledigen wir dann morgen auf dem Weg zur Autobahnauffahrt. Und bei der Gelegenheit werden wir auch direkt nochmal volltanken.

  1. Nacht20171006
    Marseillan-Plage
    Camping Beauregard
    Tageskilometer: 0

 

 

Samstag, 07.10.2017 - Alles läuft wie geplant. Wir stehen recht früh auf und verlassen nach dem Frühstück den Campingplatz mit als die ersten. Gestern Abend hatten wir auch schon gezahlt, so dass wir uns heute nicht in die Schlange an der Rezeption anstellen müssen.

In Agde finden wir den Supermarkt. Wir erkennen ihn wieder, da wir hier vor vier Jahren schon einmal übernachtet hatten, als es uns nicht gelungen war, einen regulären Übernachtungsplatz zu finden.

Auf der Rückfahrt kommen wir natürlich auch wieder in Montelimar vorbei. Und da Tina mittlerweile auf den Geschmack gekommen ist, müssen wir auch wieder am Shop mit den Produits regionaux anhalten und unsere Vorräte an Nougat ergänzen.

Ansonsten kommen wir wie erwartet wieder super durch. Auf diesen Französischen Maut-Autobahnen fahren wir zwar nicht ganz billig, aber wir kommen einfach immer richtig gut und entspannt hier durch.

Heute müssen wir auch nicht um Lyon drumherum fahren, sondern fahren ganz normal mitten durch die Stadt. Diese Strecke ist zwar keine echte Autobahn, hat aber den Vorteil, dass sie für Fahrzeuge über 3,5t verboten ist. Und das Fehlen der 40-Tonner macht sich immer sehr positiv bemerkbar.

Im Norden von Lyon gibt es einen Campingplatz „Indigo“, wo wir vor sehr vielen Jahren mal mit dem Wohnwagen und damals noch mit den Kindern waren. Gegenüber gibt es einen Auchan-Hypermarkt mit Tankstelle, wo wir heute die Zufahrt testen und feststellen, dass wir da durch passen. Dort werden wir jetzt wohl immer tanken, wenn wir hier entlangkommen.

Südlich von Lyon gab es starken Wind aus Norden, also von vorne, der das Vorankommen etwas erschwerte. Hinter Lyon hört der Wind aber so langsam und sicher auf. Nun rollt es sich noch einfacher.

In Nancy haben wir dann geschlossene Wolkendecke und es fängt auch leicht an zu regnen. Ist uns heute aber egal, da wir hier nur zum Schlafen den Zwischenstopp einlegen.

  1. Nacht20171007
    Nancy
    Camping Le Brabois
    Tageskilometer: 790

 

 

Sonntag, 08.10.2017 - Bis auf kleinere baustellenbedingte Staus kommen wir gut durch. Es regnet weiter und außer uns sind relativ wenige andere Fahrzeuge unterwegs. Wir staunen, wie weit der Herbst bei uns zu Hause in dieser einen Woche gekommen ist.

Tageskilometer nochmal: 384
gefahrene Km: 2.348

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