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20171019 173107bMittwoch, 18.10.2017 – Heute schaffen wir es tatsächlich noch einmal zu einer Kurzreise aufzubrechen. Bis Sonntag haben wir Zeit. Ursprünglich hatten wir überlegt nach Hamburg zu fahren. Zu Tinas Geburtstag gab es aber Karten für die Blue Man Group, die in Berlin in einem eigenen Theater auftritt.

20171018 085116Also fahren wir heute nach Berlin. Wir stehen früh auf, holen die Brötchen bei unserem Lieblingsbäcker und frühstücken erst später auf einem Rastplatz. Ursprünglich wollte ich die ganz einfache Strecke A1 bis Kamener Kreuz und dann weiter auf der A2 bis Berlin fahren.

Doch im Radio hören, dass die A2 vor uns mal wieder nach einem Lkw-Unfall bis Mittag gesperrt sein wird. Es gibt 10 km Stau. Daher fahren wir ab dem Kreuz Dortmund/Unna über die A44 und A31 bis Bielefeld, so dass wir die Sperrung umgehen.

Die Strecke ist etwas länger, aber wir kommen richtig gut durch und verlieren keine Stunden im Stau.

Nach rund 8 Stunden sind wir in Berlin und fahren auf den Wohnmobilstellplatz im Norden der Stadt, der auch Mitglied bei TOP-Platz ist.

Hier herrscht zur Zeit Hauptsaison, da viele Bundesländer schon Herbstferien haben. Aus diesem Grund hatte ich auch von zu Hause aus einen Platz reserviert. Auf dem Platz stellen wir fest, dass das so mitten in dieser Woche doch nicht nötig gewesen wäre. Aber man weiß ja nie wie es kommt.

Für die nächsten Wochen ist hier dann aber doch schon ausgebucht. Zum einen bekommt NRW Ferien und zum anderen folgt dann die Woche mit den zwei Feiertagen. In dieser Zeit gibt es hier keinen freien Platz mehr.

20171018 164404Nach unserer Ankunft gehen wir noch schnell auf die gegenüberliegende Straßenseite. Dort gibt es einen Norma-Markt, angeblich mit einer Bäckerei integriert. Leider ist die Bäckerei aber wohl vor kurzem geschlossen worden. Im Laden gibt es aber einen Backshop, wo wir morgen frische Brötchen herbekommen werden.

Auf der Straßenseite des Wohnmobilplatzes, nur ein paar Meter daneben, gibt es einen Schnellimbiss, wo wir uns auf die Schnelle noch etwas als Mittag-/Abendessen holen. Sicherlich keine Top-Delikatessen diese Currywurst und das Schnitzel aber wir hatten keine Lust selber zu kochen. Außerdem erfahren wir, dass die Bude rund um die Uhr geöffnet hat. Da fällt uns in Leverkusen kein entsprechendes Beispiel ein.

 201710181. Nacht
Berlin
Stellplatz Wohnmobilpark Berlin
Tageskilometer: 606

Donnerstag, 19.10.2017 – Mit der S-Bahn geht es heute rein nach Berlin. Die Linie S25 fährt direkt durch bis zum Brandenburger Tor, wo wir zunächst die üblichen Fotos machen und in der Tourist-Info noch einen kostenlosen Stadtführer abholen, der zu unserem Berlinticket gehört. Das hatte ich bereits von zu Hause aus online, gebucht, damit wir direkt mit den Bussen und Bahnen in Berlin losfahren können, ohne vor einem Ticketautomaten zu verzweifeln.

Für eine Runde durch die touristische Innenstadt muss ich Tina nicht lange überreden, dies einmal per Segway zu versuchen, da Tina schon einmal so ein Gefährt ausprobieren konnte und dabei viel Spaß hatte. In der Gorkistraße, einer Querstraße zu „Unter den Linden“ finden wir einen solchen Tourenveranstalter.

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Wir werden uns schnell einig, dass wir eine 2-Stunden-Runde drehen wollen. Nach ein paar ersten wackeligen Fahrversuchen in dem Laden geht es dann auch direkt los.

Die Segways haben zwar Versicherungskennzeichen, sind aber verkehrsrechtlich schwer einzuordnen. Mit den Gefährten sind wir ja weder Fußgänger noch Radfahrer. Also müssen wir überwiegend auf der Straße fahren. Zum Glück ist so mitten drin in Berlin der Verkehr relativ schwach und insgesamt klappt das direkt ziemlich gut.

Die Runde führt uns am Gendarmenmarkt, dem Checkpoint Charlie, Potsdamer Platz, Philharmonie, Holocaust-Mahnmal, Brandenburger Tor, Tiergarten, Reichstag, Kanzleramt, Hauptbahnhof, den Spreebogen entlang und zurück zu Unter den Linden. Eine ganz schöne Runde, die zu Fuß sicherlich total anstrengend geworden wäre.

Vom Brandenburger Tor aus fahren wir dann mit der U-Bahn nochmal zum Potsdamer Platz. Die „Mall of Berlin“ hat in der oberen Etage eine beeindruckende „Fressmeile“, wo man praktisch jede Richtung Fastfood bekommen kann. Wir entscheiden uns heute für Chinesisch.

Auf der anderen Seite vom Potsdamer Platz geht’s ins Sony-Center, wo wir uns für eine Tasse Kaffee niederlassen. Von hier aus schlagen wir dann noch etwas Zeit tot, bis das Bluemax-Theater öffnet, wo wir heute die Vorstellung der Blue Man Group besuchen werden.

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Die Vorstellung ist nur teilweise so, wie ich sie mir vorgestellt hatte, aber auf jeden Fall sehr unterhaltend. Leider ist das Fotografieren nicht erlaubt. Als ich es trotzdem versuche, kommt tatsächlich ein Aufpasser und bittet mich nachdrücklich, die Fotos wieder zu löschen. Schade. Dabei waren es vor allem die visuellen Effekte, die ich echt begeisternd fand.

Obwohl wir die frühe Vorstellung um 18 Uhr gebucht hatten, kommen wir erst spät am Abend wieder zum Wohnmobil. Der Weg von der S-Bahn zum Stellplatz ist teilweise unbeleuchtet und in den Parkanlagen treiben sich merkwürdige Leute herum. Tina hat eine Taschenlampe dabei, um den Weg auszuleuchten, damit wir nicht stolpern. Für die merkwürdigen Leute ist das Auftauchen einer Taschenlampe Grund genug, sofort abzuhauen.

 201710192. Nacht
Berlin
Stellplatz Wohnmobilpark Berlin
Tageskilometer: 0

Freitag, 20.10.2017 – Während wir gestern Morgen zunächst noch eine dichte Hochnebel-Wolkendecke hatten bevor die Sonne herauskam, gibt es heute von Anfang an blauen Himmel. Allerdings hat die Sonne kaum noch Kraft.

Mit der U-Bahn geht es wieder ins Zentrum. Als erstes besuchen wir heute das bekannte Naturkundemuseum. Direkt in der Eingangshalle sind Dinosaurierskelette ausgestellt. Die sind echt riesig und der größte Saurier reckt seinen Hals über mehrere Etagen in die Höhe.

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Die Sammlung und Ausstellung dieses Museums ist gigantisch. Wenn man hier wirklich alles sehen und jede Information aufnehmen wollte, hätte man tagelang zu tun. Während wir uns am Anfang viel Zeit lassen, steigern wir dann doch unser Besichtigungstempo, damit wir auch irgendwann mal wieder ans Tageslicht gelangen.

Als wir das Museum verlassen, erleben wir noch ganz kurz die letzten Sonnenstrahlen, bevor sich eine geschlossene Wolkendecke über die Stadt schiebt. Von jetzt an fehlt auf den Fotos mal wieder die Sonne. Trotzdem bleibt es recht warm und wir ziehen die Jacken aus. Mir reicht ein kurzärmeliges Hemd.

Nächstes Ziel vom Museum aus ist der Hauptbahnhof. Auch hier beindruckt die Größe. So viele verschiedene Bahnlinien, Gleise und Bahnsteige. Dazu die Einkaufsmöglichkeiten fast wie in einer Shopping-Mall.

Wir fahren mit der kürzesten U-Bahn-Linie, die wir kennen, vom Hauptbahnhof unter dem Bundestag durch zum Brandenburger Tor. Nur diese drei Stationen umfasst die Linie der U55. Anscheinend soll sie aber Unter den Linden fortgesetzt werden, denn dort gibt es eine riesige Baustelle.

Am Brandenburger Tor wechseln wir in die Buslinie 100. Diese Touristenlinie pendelt zwischen Kudamm und Alexanderplatz. Dabei gibt es Stationen an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

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Zunächst geht es zum Alex. Hier essen wir zu Mittag - etwas verspätet natürlich - und laufen ein wenig über den quirligen Platz. Ein Foto der Weltuhr darf hier nicht fehlen.

Nach der Runde geht es mit der Linie 100 zurück bis zum Berliner Dom. Hier muss man für eine Besichtigung Eintritt zahlen. Dafür gibt es aber auch ein kleines Museum, das über die Diskussionen um den Bau des Domes informiert.

Außerdem geht es auch noch auf eine Aussichtsterrasse und in die Krypta, wo die Sarkophage vieler deutscher, bzw. preußischer Könige und Königinnen aufgestellt sind. Unter anderem steht in einer Nische der Sarg von Friedrich Wilhelm, genannt der „Große Kurfürst“ - nicht zu verwechseln mit „Friedrich dem Großen“.

Nach der Besichtigung erwischen wir direkt wieder eine Linie 100 und fahren durch bis zum Kudamm.

Nach einer letzten Tasse Kaffee machen wir uns wieder auf den Weg zurück zum Wohnmobil. Die U-Bahnlinien 9 und 6 bringen uns nach Tegel zurück. Ein letzter Fußweg noch, dann können wir die müden und schmerzenden Füße endlich hochlegen. Immerhin kommen wir heute mit dem letzten Tageslicht und nicht im Dunklen zurück.

 201710203. Nacht
Berlin
Stellplatz Wohnmobilpark Berlin
Tageskilometer: 0

Samstag, 21.10.2017 - Von Berlin verlagern wir heute nach Potsdam. Wir wollen uns auch endlich mal das bekannte Schloss Sanssouci anschauen. Die Fahrt nach Potsdam ist an so einem Samstagmorgen natürlich völlig unproblematisch.

Wir parken auf dem Parkplatz P1 und werden schon bei der Parkgebühr abgezockt, als wir später den vollen Tagestarif berappen müssen.

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Weiter geht es dann an der Kasse zum Schloss. Es gibt Einzelkarten für jedes einzelne Schloss in Potsdam oder eine Sammelkarte für fast alle Schlösser. Da wir keine Lust haben, den ganzen Tag durch die Schlösser zu laufen, nehmen wir nur ein Ticket für eben das Schloss Sanssouci.

Die Karten berechtigen aber erst zum Eintritt in über einer Stunde. So lange drehen wir eine Runde durch den Park. Leider ist der Park um diese Jahreszeit wirklich nicht mehr besonders attraktiv.

Wir lesen online einen Reisebericht zu einem Besuch über das Schloss, den ich hier zitiere, da er auch unsere Eindrücke wiedergibt. Danke an Bianca M. bei tripadvisor.

Total überteuerte Eintrittspreise

Ich hatte mich in meinem Berlin Urlaub wirklich auf die Besichtigung vom Schloss Sanssouci gefreut und wurde mehr als enttäuscht. Schon bei der Anfahrt mit dem Bus ging es los. Das war schon keine gemütliche Busfahrt mehr, sondern einfach nur Touristenabfertigung. An der Bushaltestelle vorm Schloss angekommen, keinerlei Beschilderung, welchen Weg man denn nun nehmen muss, damit man zum Schloss gelangt. Nachdem wir dann den Eingang gefunden haben, wurden wir auch schon gleich belästigt, man solle doch einen Parkplan kaufen, die 2€ kämen auch einer Stiftung zu Gute. Im Nachhinein war ich froh, keinen Plan gekauft zu haben. Weiter am Kassenhäuschen, erwartete uns dann erstmal eine lange Menschenschlange in die wir uns einreihen durften. Diese hatten wir dann nach 3/4 Std. hinter uns. Dann kamen wir zum Bezahlen des Eintrittspreises. Hier werden Sie abgezockt meine Damen und Herren!!!! Für den normalen Eintritt eines Erwachsenen bezahlt man sage und schreibe 12€ und dann bezahlt man das Fotografieren, andere Einrichtungen des Schlosses (Küche, Weinkeller ect.) EXTRA!!!!

Die Besichtigung an sich waren diese 12 € längst nicht Wert. Es geht durch 12 kleine Räume, wovon 5 Räume nur Gästezimmer sind. Schnell ist man wieder draußen und dann kann man sich den Park angucken, der zwar sehr schön ist, aber nach der enttäuschenden Schlossbesichtigung macht diese Besichtigung auch keinen Spaß mehr. Da muss ich sagen, dass die bayrischen Schlösser wesentlich mehr zu bieten haben für solche Eintrittspreise.

Was ich auch unverschämt fand, dass unsere Berlin Welcome Card hier erst Preisnachlass gegeben hätte, wenn wir ein Tagesticket für alle 3 Schlösser in Potsdam gekauft hätten.“

(https://www.tripadvisor.de/ShowUserReviews-g187330-d1628672-r135238432-Sanssouci_Palace-Potsdam_Brandenburg.html#)

Nun wollen wir uns aber noch die Innenstadt von Potsdam anschauen. Nach kurzer Suche finden wir tatsächlich eine passende Parklücke. Zu Fuß gehen wir die 500 m bis zum hiesigen Brandenburger Tor. Leider ist das gerade komplett für Renovierungsarbeiten eingerüstet. Vom Triumphbogen ist so gut wie nichts mehr zu erkennen.

Wir schlendern durch die Fußgängerzone und Tina holt etwas Kuchen für den Nachmittag. Dann finden wir ein Steakhaus, wo wir einkehren und wie auch schon an den letzten Tagen die Küche im Wohnmobil kalt lassen.

Etwas nördlich der Innenstadt gibt es am sogenannten Volkspark einen kleinen Wohnmobilstellplatz. Wir schauen uns die Lage an und denken, dass wir hier ganz gut schlafen werden.

 201710214. Nacht
Potsdam
Stellplatz Volkspark
Tageskilometer: 50

Sonntag, 22.10.2017 - Gestern hatten wir noch vollgetankt, so dass wir das Navi direkt für den Heimweg programmieren. Wir werden nördlich um Potsdam herumgeführt und lernen so auch ein paar kleine Ecken Brandenburgs kennen, bis wir dann in Töplitz auf die Autobahn fahren. Sieben Stunden später sind wir dann wieder zu Hause.

Tageskilometer nochmal: 571
gefahrene Km: 1.227

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