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GalerieDonnerstag, 17.02.2011 - Unsere erste Reise mit dem neuen Mobil beginnt nachmittags nach der Arbeit. Für unsere Fahrt hatten wir uns das Eura Mobil-Werk in Sprendlingen und das Nahetal als Ziel ausgesucht.

Also ging es bei herrlichstem Sonnenschein zunächst einmal auf dem schnellsten Weg nach Sprendlingen. Für das neue Navi Snooper Ventura S7000, das wir uns wohl nie gekauft hätten, wenn es nicht als Messebonus bei dem Mobil dabei gewesen wäre, ist diese Fahrt eine der leichtesten Übungen. Schließlich geht es einfach nur über die Autobahnen und gut ausgebaute Straßen ans Ziel.

Während wir auf der Rückfahrt von Leipzig nach Hause noch Probleme mit der Bedienung des neuen Gerätes hatten, haben wir die Funktionen jetzt schon gut im Griff. Besonders hatte uns gestört, dass das Gerät immer nur in vollem Zoommodus fuhr, so dass gar kein Überblick über die Region möglich war, in der man sich gerade befand.

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Neues Navi on Board: Snooper Ventura S7000

Das Studium des Bedienungshandbuches brachte da auch nichts. Weder die Schnellstartanleitung noch das ausführliche PDF-Handbuch (auf beigelegter CD) macht Angaben dazu, wie man die Ansicht herauszommen kann. In der letzten Woche hatte ich daher mit Fa. Car Guard Systems telefoniert, die als Importeur des Navi fungiert.

Offenbar hatte man sich bei der Handbuch-Erstellung so sehr auf die Besonderheiten des Gerätes konzentriert, dass man solch eine einfache Information vergessen hatte. Trotzdem wusste der freundliche Mitarbeiter die Lösung für das Zoomproblem.

Ein Fingerdruck auf den obersten Rand des Navibildes bringt für einige Sekunden eine Anzeigeleiste in den Vordergrund, in der nicht nur gezoomt werden kann, sondern die auch die Schnellknöpfe für 2/3D-Ansicht, Tag/Nacht-Umschaltung, das Verschieben der Karte und das Speichern von Benutzerorten beinhaltet.

Solchermaßen also zuverlässig geführt, erreichten wir das Eura Mobil-Werk trotzdem erst nach Einbruch der Dunkelheit. Direkt gegenüber gibt es einen Stellplatz, wo wir uns für die Nacht eine ruhige Ecke suchten. Naturgemäß war dort mitten im Februar natürlich nicht viel Andrang. Der Stellplatz ist gebührenfrei und fasst 20 Mobile. Es gibt einen Stromanschluss und Ver-/Entsorgung. Der Untergrund ist größtenteils eben und asphaltiert.

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Übersichtlicher Stellplatz am
Eura Mobil-Werk - kostenlos
auch mit Stromversorgung

Freitag, 18.02.2011 - Die Nacht war etwas unruhig, weil die Betten irgendwie noch nicht so richtig eingelegen sind. Außerdem hatte ich die halbe Nacht die Sorge, aus dem Bett auf die Trittstufen zu rutschen. Und mindestens dreimal habe ich mir an den Hängeschänken über dem Bett den Kopf gestoßen. Was für eine Erleichterung als es endlich soweit war, dass wir wieder aufstehen konnten.

Nach dem Aufstehen stand dann die Morgentoilette an. Den Boiler für das warme Duschwasser hatten wir rechtzeitig eingeschaltet. Bis auf ein paar Detailprobleme ging das mit dem Duschen auch ganz gut. Für den nächsten Urlaub werden wir da aber noch optimieren müssen, weil das Bad so nass nach dem Duschen erst einmal nicht mehr zu benutzen ist. Außerdem haben wir festgestellt, dass man nicht mit zwei Personen direkt hintereinander duschen sollte. Denn trotz sparsamen Wasserverbrauchs sollte man dem Boiler etwas Zeit geben, wieder neues Wasser zu erhitzen, bevor eine zweite Person duschen geht. Ansonsten droht einem das Abspülen der Seife mit nur noch lauwarmem Wasser.

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große Parkplätze vor dem Reisemobil-Forum

Anschließend ging es direkt ins Reisemobil-Forum, dem Treffpunkt für die Werksführungen. Dort wurden wir als einzige Besucher an diesem Tag von Forumsteam-Mitarbeiter Hans Benecke in Empfang genommen. Die Führung durch das Werk dauerte rund anderthalb Stunden. Dabei wurden die verschiedenen Arbeitsschritte bis zum fertigen Mobil besichtigt.

Modernste Computer-Fräsmaschinen bereiten die Möbelplatten vor. Die Schränke werden vormontiert und an den richtigen Stellen ans Band geliefert. Insgesamt ist so ein Eura Mobil nur rund drei Tage in der Montagehalle von Station zu Station unterwegs. Faszinierend ist, wie die Zulieferung zu den Montagestraßen funktioniert. Es gibt keine Lager mehr, sondern alle Teile kommen so, wie sie gebraucht werden.

Dabei wurde deutlich, dass so ein Reisemobil trotz aller Maschinen und Automatisierungen immer noch ein großes Stück Handarbeit darstellt. Kein Roboter ist in der Lage, all diese unzähligen Arbeitsschritte der Montage auszuführen.

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Von oben lässt sich die Arbeit in der
Montage sehr gut verfolgen

Zum Schluss der Führung gab es dann in der Kantine noch eine kleine Kaffee-Abschlussrunde, so dass noch die letzten Fragen gestellt werden konnten und dieser Teil des Vormittags harmonisch endete.

Als nächstes ging es dann zum Eura Mobil-Ersatzteilverkauf. Dort bekamen wir Stecker für die 230 V-Verteilung im Mobil. Die erfolgt nämlich in den Verteilerkästen nicht wie früher chaotisch per Lüsterklemmen, sondern ganz sauber und professionell über eine Leiterplatine und Spezialstecker.

Da ich gerne zusätzliche Steckdosen im Wohnbereich installieren möchte, brauche ich solch eine Steckverbindung, die in Leverkusen aber noch niemand im Campinghandel gesehen hatte. Und tatsächlich habe ich die Stecker im Ersatzteilverkauf bekommen, so dass ich zu Hause dann demnächst die Erweiterung einbauen werde.

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230V-Steckverbinder

Jetzt stand noch ein Besuch in der Werkstatt des Eura Mobil-Händlers in Bad Kreuznach, nur 6 km von Sprendlingen entfernt, auf dem Programm. Hier ging es um die Beseitigung eines Garantiemangels.

Und zwar hatten wir festgestellt, dass die extra eingebauten Lautsprecher im Aufbau gar nicht am  Radio angeschlossen waren und daher auch keinen Mucks von sich gaben. Herr Hans vom Caravaning-Center Bad Kreuznach erwartete uns schon, da unser Besuch durch Herrn Bürger vom Autohaus Kosmalla angekündigt worden war. Die Eura Mobil-Händler helfen sich da gegenseitig bei der Bearbeitung von solchen Garantiefällen.

Der Fehler war jedoch nicht leicht zu finden. Zwei Mechaniker waren fast zwei Stunden mit der Suche nach der Fehlerursache beschäftigt. Schließlich fand man eine verkehrt zusammen gesteckte Verbindung zwischen der Fiat-Fahrkabine und dem Eura Mobil-Aufbau. Kleine Ursache, große Wirkung sagt man wohl, wenn solch ein winziges Versehen so viel Arbeit bei der Fehlersuche verursacht.

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gebührenpflichtiger Reisemobilplatz in
Bingen - Rasengittersteine und
Versorgungssäulen
auf allen Plätzen

Nachdem dies geklärt war, ging es nun nur noch in Sachen Erholung weiter. Und zwar nur noch bis zum Reisemobil-Stellplatz Bingen. Dort machten wir erst einmal Mittag, bevor wir uns dann auf den Weg nach Bingen selber machten.

Es wurde eine ganz schöne Wanderung bis ans Rhein-Nahe-Eck, der Mündung der Nahe in den Rhein. Von dort gibt es einen Blick auf den bekannten Mäuseturm, dem Wahrzeichen der Stadt Bingen.

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Bingener Wahrzeichen: Der Mäuseturm
vom Rhein-Nahe-Eck aus fotografiert

Nach einer leckeren Tasse Kakao in einem gemütlichen Eiscafé in Bingen ging es dann wieder zum Reisemobil zurück. Leider war das Wetter heute einfach nur grottig. Bei dem bedeckten Himmel war es nicht so leicht, mehr als nur Abstufungen von grau und braun zu sehen. Doch die frische Luft während des Spaziergangs tat gut und so freuten wir uns auf einen gemütlichen Abend im Mobil. Morgen wird es dann, immer der Nahe flussaufwärts folgend, in Richtung Idar-Oberstein gehen.

Samstag, 19.02.2011 – Heute haben wir Zeit. Keine Termine, kein Stress. Also erstmal ausschlafen und in Ruhe frühstücken. Dank Brötchenservice auf dem Stellplatz wird es ein gutes Frühstück, bei dem wir uns schön viel Zeit lassen.

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Lecker Frühstück

Vor dem Aufbruch müssen wir aber noch Ver- und Entsorgen. Auch solche Banalitäten sind für uns ja noch Neuland. Aber das Anfahren des Ablassloches für das Schmutzwasser ist wirklich nicht so schwer. Merkwürdig finden wir nur, dass die Chemietoilette in den gleichen Kanal entsorgt werden soll. Irgendwie dachten wir immer, dass diese beiden Entsorgungen streng getrennt bleiben müssen.

Beim Wasser nachfüllen merken wir, dass ein 20 m langer Schlauch eher unpraktisch ist. Also schneiden wir kurzerhand ein Stück davon ab. Für den Fall, dass wir dann doch wieder einen langen Schlauch brauchen, werden wir einfach eine Gardena-Verlängerungskupplung nehmen.

Als Route haben wir uns für heute vorgenommen, uns immer möglichst eng am Flusslauf der Nahe zu halten. Das gelingt auch ganz gut, wird aber erst hinter Bad Kreuznach auch noch interessant, weil das Tal bis dahin sehr weit ist und wirklich nicht unserer Vorstellung vom Naheland als Weinregion entspricht.

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Endlich werden die Berge steiler.

Hinter Bad Münster am Stein und der Ebernburg folgen dann aber doch einige landschaftlich schöne und enge Passagen, wo sich Fluss, Straße und Bahnlinie ziemlich eng zusammen finden müssen. Für die Mittagspause finden wir einen Parkstreifen und merken erst viel später, dass wir da eigentlich mitten auf einem Gehweg stehen. Zum Glück kamen nur zwei Fußgänger vorbei, die unsere Anwesenheit dort anscheinend auch nicht sonderlich gestört hat.

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Schöne Mittagspause auf dem "Parkstreifen"

Kurz vor Bad Sobernheim erreichen wir dann die Abzweigung zur Klosterruine Disibodenberg. Die weitläufige Klosteranlage liegt auf einem Bergplateau. Die Straße zum Parkplatz ist eng und größtenteils einspurig geführt. Aber es gibt immerhin drei Ausweichstellen, an denen man entgegenkommende Reisebusse passieren lassen könnte. Zum Glück sind wir im Februar so weit außerhalb jeglicher Saison, dass uns weder auf der Hin- noch auf der Rückfahrt ein Fahrzeug entgegen kommt.

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Die Grundmauern haben beachtliche Ausmaße

Über die Klosterruine selber möchte ich jetzt hier keine schlauen Zusammenfassungen abgeben. Wer sich für die Geschichte dieses durch Hildegard von Bingen bekannt gewordenen Klosters interessiert, findet dazu viele Informationen z. B. bei Wikipedia.

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In der Ruine Disibodenberg

Die Nacht wollen wir in Idar-Oberstein verbringen. Doch der Stellplatz, zwar kostenlos, liegt mitten in der Stadt. Als Parkplatz für eine Stadtbesichtigung ganz in Ordnung, aber zum Übernachten finden wir es doch zu ungemütlich, zwischen den ganzen Häusern zu stehen.

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Tolle Aussicht auf dem Stellplatz Höhenblick...

Also beschließen wir kurzerhand noch einmal 7 km weiter zu fahren. Außerhalb der Stadt liegt der Stellplatz „Höhenblick" auf einem Höhenrücken und macht seinem Namen alle Ehre. Direkt vom Stellplatz aus schweift der Blick über den Naturpark Nahe-Saar.

 

 

Sonntag, 20.02.2011 – An diesem Morgen müssen wir beim Aufwachen feststellen, dass sich die wunderschöne Aussicht über die Höhen nochmals deutlich verschönert hat. Jetzt ist sie nämlich von Schnee bedeckt! Über Nacht hatte es gefroren und dazu geschneit. Die weiße Landschaft sieht schön aus, aber ist nicht das, worauf wir uns eingerichtet hatten.

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Überraschung am Morgen: Schnee!

Zwar hat das Mobil M+S-Reifen, aber bei dem Gewicht kann die Qualität von M+S-Reifen ja durchaus relativ sein. Und wir stehen auf dem Höhenrücken. Unser nächster Weg muss uns auf jeden Fall ins Tal zurück führen, wobei wir uns von gestern noch an die steilen Straßen gut erinnern können.

Nachdem der Brötchenservice da war, machen wir uns direkt und erst einmal ohne Frühstück auf den Weg. Denn es schneit weiter und es scheint, dass die Straßenverhältnisse laufend schlechter werden.

 

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Kein Spaß bei diesem Wetter im Hunsrück

Mit etwas Bammel, aber auf jeden Fall sehr vorsichtig geht es die Straße wieder nach Idar-Oberstein hinunter. Danach wählen wir den Weg zurück durch das Nahetal, anstatt wie ursprünglich beabsichtigt, den Hunsrück in Richtung Mosel und Eifel zu überqueren.

So kommen wir schließlich wieder nach Bad Kreuznach, wo es auf die Autobahn nach Hause geht. Mit einem kleinen Zwischenstopp in Brühl, wo an diesem Sonntag das Badminton-Bezirksturnier stattfindet und wo wir noch einigen Vereinskameraden zuschauen, sind wir am frühen Nachmittag wieder zu Hause.

Das Mobil ist dreckig wie die Sau, aber da ist in den nächsten Tagen noch Zeit, sich drum zu kümmern. In nur einer halben Stunde machen wir wieder Klarschiff, so dass wir die WoMo-Technik wieder in den Standby-Zustand versetzen können.

Bis zur nächsten Fahrt werden nun einige Wochen vergehen, da wir in nächster Zeit an den Wochenenden schon stark mit allen möglichen Terminen ausgebucht sind.

Abfahrt Km-Stand: 512
Rückkehr Km-Stand: 1095
gefahrene Km: 583

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