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Freitag, 11.03.2011 - Heute beginnen wir unsere zweite kurze (Test-)Reise, die auch wieder über drei Übernachtungen und zwar bis zum kommenden Montag gehen soll. Als Ziele haben wir uns zum einen den Nationalpark Eifel und zum anderen das Tal der Our ausgesucht.

 
Urft bei Schleiden

Vielleicht ist das etwas viel an Programm für ein leicht verlängertes Wochenende, aber wir sind ja unterwegs, um auch solche Fragen zu klären. Im Hinblick auf künftige Reiseplanungen können solche Erfahrungen nur von Vorteil sein.

 
Erstmals in Gebrauch: Der Fahrradträger

Auf dieser Fahrt haben wir auch erstmals die Fahrräder mit dabei. Aber schon beim Beladen mussten wir die Erfahrung machen, dass die Werbung hinsichtlich des "kinderleichten" Be- und Entladens von Fahrrädern auf einem solchen Heckträger, wie wir ihn montiert haben, doch etwas zuviel versprochen hat. Natürlich war beim ersten Beladen auch noch viel zu justieren. Jedoch, wenn das jedesmal so lange dauert und die Bedienelemente nicht etwas leichtgängiger werden, dann werde ich da nur wenig Spaß dran haben.

An diesem Nachmittag schaffen wir es jedenfalls nur noch bis zum Stellplatz Schleiden Gemünd - direkt am Nationalpark Eifel gelegen. Vor knapp drei Jahren wurde dieser Stellplatz von Promobil zum Stellplatz des Monats gekürt. Wir haben bislang zwar nur wenige Vergleichsmöglichkeiten, aber diese Auszeichnung scheint uns auch heute noch gerechtfertigt. Die Stellplätze sind klar gekennzeichnet und richtig groß. Und so ist der Platz an diesem Wochenende auch schon gut zur Hälfte gefüllt, was uns angesichts der totalen Nebensaison zunächst ziemlich gewundert hat.

 
Stellplatz in Schleiden-Gemünd

Doch der Platz liegt auch sehr ruhig und landschaftlich schön, so dass es bei näherer Überlegung eigentlich völlig logisch ist, dass hier so viel Andrang herrscht. Wenn man denn schon in der Nebensaison unterwegs ist, dann will man ja auch anständig stehen.

Für morgen haben wir uns vorgenommen auf dem Radweg entlang der Urft ins Nationalparksgebiet zu radeln. Dann kann ich bestimmt auch das eine oder andere Foto vom Stellplatz machen, was heute nicht mehr ging, da wir erst nach Einbruch der Dunkelheit angekommen sind. Bis dahin machen wir uns einen gemütlichen Abend im Mobil.

Stellplatz Schleiden-Gemünd
Pfarrer-Kneip-Straße
Höhe über NN: 340 m
7 Euro pro Nacht und Mobil mit zwei Personen
Strom 0,50 Euro pro kw/h über Münzautomat

Samstag, 12.03.2011 – Erster Programmpunkt des heutigen Tages, also mal abgesehen vom Frühstück, ist eine kleine Fahrradtour entlang der Urft, des Stausees und hinaus zur ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang.

Vom Stellplatz aus ist es ein schöner ruhiger und flacher Radweg immer an der Urft entlang. Leider haben wir Pech und müssen feststellen, dass der Wasserstand des Stausees dramatisch abgesenkt wurde. Statt des schönen smaragdgrünen Wassers erwartet uns über lange Strecken ein braunes, lehmiges Ufer.

   
Radweg an der Urft Wasser abgelassen im Stausee

Schließlich erreichen wir die erst knapp zwei Jahre alte Brücke über den Stausee, die das rechte Flussufer mit dem linksseitig gelegenen Gelände der Burg Vogelsang verbindet. Die 16-prozentige Steigung schieben wir die Räder allerdings lieber hinauf.

   
Victor-Neels-Brücke über die Urft ziemlich steil

Über die Burg Vogelsang, ihre Funktion im dritten Reich und die Zeit nach dem Krieg gibt es im Internet ja mittlerweile reichliche Informationen, so dass ich hier nur verweise.

   
Vogelsang Unterkünfte
   
Fackelträger Aussicht

Nach der Rückkehr am Stellplatz gibt es dann noch schnell einen Kaffee bevor wir weiter fahren.Wir haben einen kleinen Eindruck vom großen Nationalpark Eifel gewonnen. Ich denke, dass wir in Zukunft sicherlich noch so manche andere Reise dorthin unternehmen werden, um das Gebiet weiter und genauer zu erforschen. Bei nicht mal 100 km Anfahrt sollte das machbar sein.

Danach nehmen wir die Route über das hohe Venn und erreichen beim Stellplatz am Weißen Stein eine Höhe von knapp 700 m über NN. Obwohl der Stellplatz sehr einladend aussieht, ist es uns noch zu früh für den nächsten Übernachtungsplatz, so dass wir nach einer Begutachtung des Platzes weiterfahren.

 
Stellplatz am Weißen Stein

Dann überqueren wir zum ersten Mal den Lauf der Our. Hier ist der Fluss noch ein kleines Flüsschen, ja fast nur ein Rinnsal. Doch schon beim zweiten Zusammentreffen ist aus dem Rinnsal ein kleiner Fluss geworden. Wir folgen der „Route der Our" zunächst bis Dasburg.

 
die noch junge Our

Leider müssen wir feststellen, dass die Our zwar reich ist an landschaftlichen Schönheiten, doch umso ärmer an Reisemobil-Stellplätzen. Auf dem ganzen Stück von Ouren bis nach Vianden, das viele als das schönste und eigentliche Kernstück des Flusslaufes ansehen, gibt es keinen einzigen Stellplatz. Dafür gibt es natürlich zahllose Campingplätze. Leider sind die durchgehend von Dauercampern dominiert, die dort unglaublich hässliche Verschläge rund um ihre Wohnwagen gebaut haben. Kaum zu glauben, dass es dort unten keine Behörden gibt, die so etwas unterbinden.

Aber auch auf den Campingplätzen finden wir erstmal keine Unterkunft, weil die alle noch geschlossen sind. Erst beim vierten Versuch finden wir auf den Höhen neben dem Ourtal einen offenen Campingplatz, wo wir für die Nacht bleiben können.

„Camping des Ardennes“ in Hosingen/Lux.
Höhe über NN: 496 m

Sonntag, 13.03.2011 – In der Nacht hatte es geregnet und wir hatten schon Sorge, ob wir mit dem Mobil wieder von der Wiese runter kommen würden. Doch es klappt problemlos. Vor der Abreise werden dann noch der Wasservorrat aufgefüllt und die Abwässer entsorgt.

Dann geht es wieder direkt runter zur Our. Der Flusslauf ist stark gewunden und die Straße folgt diesen Windungen fast durchgängig. Dafür ist die Straße sehr schmal und wir sind zum gemütlichen Cruisen geradezu gezwungen, was uns aber durchaus recht ist. Mal ist der Fluss träge, mal lebhaft. Mal verläuft die Straße direkt auf Höhe des Flusses, mal steigt sie an der Bergflanke an und man hat tolle Aussichten von oben. Insgesamt also eine schöne und abwechslungsreiche Streckenführung, auf der das Fahren Spaß macht.

   
Aussichtspunkt Our-Stausee

In Vianden machen wir Station und unternehmen einen ausgiebigen Spaziergang in der Stadt. Die Burg kennen wir schon von verschiedenen vorherigen Besuchen. Allerdings waren wir bisher noch nie bei dem vorgelagerten Wachturm „Hockelsturm", der nicht direkt zur Burg, sondern zur Stadtbefestigung gehört. Von hier ergibt sich eine schöne Sicht auf die Stadt.

   
Burg Vianden Vianden Unterstadt

Danach folgen wir weiter der Our, die jetzt immer ruhiger wird und schließlich ziemlich unspektakulär in die Sauer einmündet, deren Lauf wir nun also weiter folgen. In Echternach hatten wir eigentlich ebenfalls einen Spaziergang eingeplant. Doch die Straßen waren irgendwie zu schmal und unsere Orientierung nicht perfekt, so dass wir ohne Aufenthalt dann doch weiter gefahren sind.

 
kleine Rast an einer alten Brücke

Bevor wir Luxemburg verlassen, halten wir aber natürlich noch an einer Tankstelle, um den günstigen Luxemburger Sprit zu tanken. Mit aktuell 1,19 €uro statt 1,44 €uro wie bei uns ist schon einiges zu sparen. Das scheinen sich auch die meisten Bewohner der grenznah gelegenen deutschen Gemeinden gedacht zu haben. Anscheinend waren heute alle zum Tanken in Luxemburg, und zwar teilweise mit ziemlich vielen Spritkanistern im Auto.

Wir dagegen erweitern unsere Reisepläne und fahren weiter bis nach Trier. Dort gibt es am Messegelände den Womo-Stellplatz „Treviris", der gut organisiert ist und uns gut gefällt.

 
Stellplatz Treviris in Trier

Es ist noch früh, als wir eintreffen, so dass wir uns nach mit den Fahrrädern nach Trier aufmachen. Die kleine Rundfahrt führt an den bekanntesten Trierer Sehenswürdigkeiten vorbei, wie Porta Nigra, Dom, Hauptmarkt, Konstantinbasilika und Kaiserthermen.

   
Trier - Hauptmarkt Trier - Porta Nigra
   
Trier - Dom Trier - Kaiserthermen
Stellplatz Treviris in 54295 Trier
In den Moselauen
Höhe über NN: 128 m
6 Euro pro Nacht und Mobil von 18.00 bis 10.00 Uhr
weitere Stunden 10 Cent pro Stunde
Strom 0,60 Euro pro kw/h über Münzautomat

Montag, 14.03.2011 - Heute steht nur noch die Rückfahrt auf dem Programm, da wir heute Abend auch noch Vereinstermine haben. Da wir ohne jeglichen Stau durchkommen, dauert die Fahrt von Trier zurück nach Leverkusen nicht lange und schon am Nachmittag sind wir wieder zu Hause.

Abfahrt Km-Stand: 1331
Rückkehr Km-Stand: 1868
gefahrene Km: 537

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