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Freitag, 15.04.2011 - Trotz Beginn der Osterferien wollen wir uns heute für eine weitere Wochenend-Kurzreise auf den Weg machen. Das Ziel liegt in Niedersachsen, ganuer gesagt im Emsland. Dort liegt die Stadt Papenburg mit ihrer berühmten Meyer-Werft, in der die vielen riesigen Kreuzfahrtschiffe gebaut werden.

 

Ein Kreuzfahrtschiff aus der Meyer-Werft: Die AIDAblu

Quelle: Wikipedia

Wir haben uns für eine Werftbesichtigung angemeldet. Das geht nur über das Tourismusbüro der Stadt Papenburg. Die Voranmeldung ist leider obligatorisch - man kann also nicht mal eben spontan dort auftauchen.

Heute liegen rund 300 km Fahrtstrecke vor uns. Bei dem von allen Verkehrsexperten erwarteten Massenverkehr u. a. in Richtung Nordsee stellen wir uns innerlich schon auf eine etwas längere Fahrt ein.

Nur knapp links neben der Strecke liegt in den Niederlanden der Ort Winterswijk. Das alleine wäre nicht von Bedeutung, Doch die Tatsache, dass es dort den Camping-Markt Obelink gibt, macht diesen Ort für alle Camper sehr interessant. Wir waren bisher noch nicht dort und sind von der schieren Größe dieses Camping-Marktes erst einmal erschlagen.

   
Ein Campinghandel wie ein IKEA Unendlich viel Zubehör in den Hallen

Die Dimensionen erinnern uns eher an einen IKEA als an einen Campinghandel. Hier könnte man locker einen halben oder auch ganzen Tag verbringen, ohne wirklich alles gesehen zu haben. Leider haben wir nicht so viel Zeit, und suchen nur schnell nach dem Nötigsten.

 
Und das auf mehreren Etagen

So hatte ich in Leverkusen bereits nach einer Ladungs-Warntafel für Italien gesucht. Dort hatte ich aber nichts Vernünftiges gefunden. Bei Obelink gibt es diese Tafeln natürlich zu Hauf und noch dazu rund ein Drittel günstiger als die schlecht verarbeiteten Tafeln, die ich in Leverkusen in der Hand hatte. Nun kann demnächst der Italien-Urlaub kommen. Dann finden wir noch ein paar Kleinigkeiten und machen uns schließlich wieder auf den weiteren Weg nach Papenburg.

Bevor wir dann auf die Autobahn A 31 in Richtung Emden auffahren können, stellen wir mit Erschrecken fest, dass die Auffahrt Coesfeld offenbar gesperrt ist. Anscheinend will man uns auf die nächste Auffahrt umleiten, die aber leider in südlicher Richtung liegt, also dort, von wo wir kommen.

Unter Ignorierung der Umleitungsbeschilderung und der Navi-Anweisungen geht es nun über Landstraßen in nördlicher Richtung bis Ahaus. Hier fahren wir dann auf die A 31 auf und weiter nach Papenburg. Der Zwischenstopp bei Obelink hat doch mehr Zeit gekostet als ursprünglich veranschlagt, so dass wir mal wieder erst im Dunkeln ankommen.

 
Stellplatz Papenburg hinter dem Hotel Hilling

Wir gönnen uns noch ein paar Schnitzelchen, Kartoffelsalat und Kräuterbutterbrot, bevor wir schließlich hundemüde ins Bett fallen.

Stellplatz Hotel Hilling - Papenburg
Höhe über NN: ca. 5 m
7 Euro pro Nacht und Mobil mit zwei Personen
Strom 0,50 Euro pro kw/h über Münzautomat

Samstag, 16.04.2011 - Wie immer bei unseren Kurztouren heißt das Programm für heute erst einmal ausschlafen und in Ruhe frühstücken.

Danach machen wir uns auf den Weg ins Papenburger Stadtzentrum. Auf dem dortigen Wohnmobilstellplatz am DRK kann man kostenlos parken. Unser erster Weg führt uns ins nur 200 m entfernte Tourismusbüro, das sich auf dem Segelschiff "Friederike" befindet. Diese fest vertäute Brigg liegt direkt vor dem Rathaus im Papenburger Hauptkanal. Im Büro holen wir die vorbestellten Karten für die Werftbesichtigung ab.

   
Brigg Friederike mit Tourismusbüro Die Karten für die Werftbesichtigung

Danach haben wir noch Zeit, um uns die Innenstadt von Papenburg anzuschauen. Diese ist auch durch den dort verlaufenden Kanal sehr schön gemütlich gestaltet und lädt an vielen Orten zum Verweilen ein. Wir entscheiden uns für ein kleines Café, wo wir das ruhige Treiben der Papenburger und der vielen Touristen beobachten. Anscheinend geht hier alles mit Ruhe und ohne Hektik von statten.

   
Beschauliches in der Papenburger
Innenstadt
Dolce Vita im Cafe

Zur festegelegten Abfahrtzeit sind wir wieder am Rathaus. Von hier fahren wir mit einem Shuttlebus direkt zum Besucherzentrum der Werft. Unser Werftführer erzählt mit großem Überschwang und Enthusiasmus von den Errungenschaften der Werft und ihrer Bedeutung für diese ganze Region hier im Emsland.

   
Besucherzentrum Meyer-Werft mit Stolz ausgestellte Modelle der
von der Werft gebauten Schiffe
   
bewegender Vortrag durch den
Werftführer
 

Die Führung folgt einer wohl durchdachten Ausstellung im Besucherzentrum, bei der wir viel über die Werft in Geschichte und Gegenwart erfahren. Der Höhepunkt der Führung ist dann sicherlich der Blick von der Besucherplattform in die große Trockendock-Halle, wo gerade an zwei riesigen Kreuzfahrtschiffen gearbeitet wird.

   
Blick in Allerheiligste der Werft 500 m lang ist die Halle des
Trockendocks

Die Abmessungen der Halle und der darin entstehenden Schiffe sind gigantisch. So langsam versteht man, was für ein Spektakel das sein muss, wenn diese Ozeanriesen über die kleine Ems in die Nordsee gebracht werden. Mal sehen, vielleicht kommen wir demnächst ja nochmal hierher, wenn eines der nächsten Schiffe hier durch die Tore und Schleusen gleitet.

Am Ende der Besichtigungsrunde geht es wieder per Shuttlebus zurück zum Rathaus. Wir entschließen uns, noch ein paar Kilometer nach Nord-West zu fahren und die nächste Nacht auf einem Stellplatz am Dollart zu verbringen.

   
Stellplatz in Ditzumverlaat Kanal direkt am Stellplatz

Wir sind schon nachmittags auf dem Stellplatz und verbringen den Rest des Tages mit Faulenzen und Lesen, wobei auch erstmals unsere Campingstühle zum Einsatz kommen, die wir in die Sonne stellen.

Stellplatz Ditzumerverlaat
Höhe über NN: ca. 5 m
3 Euro pro Nacht und Mobil mit zwei Personen
Strom 1,00 Euro für 10 Stunden über Münzautomat

Sonntag, 17.04.2011 - Heute wollten wir eigentlich eine kleine Radtour rund um und zur Niederländischen Festung Bourtange machen. Doch dann kam alles ganz anders. Nach dem Frühstück ging es zunächst einmal an den Deich des Dollart. Ein erster Aussichtspunkt erwies sich als nicht so doll. Doch ganz weit hinten, quasi mitten drin im diesigen Meer glaubten wir ein Auto fahren zu sehen. Sollte da etwa noch ein weiterer Aussichtspunkt sein?!!

   
Auf der anderen Seite vom Deich
ist der Dollart
schmale Straßen am Deich

Die Suche verlief dann erfolgreich. Der Weg zur "Bohrinsel" war schmal und einspurig wenn auch mit vielen Ausweichstellen. Doch schließlich erreichten wir über den Deichweg die "Bohrinsel". Eine aufgeschüttete Plattform, die als Halbinsel ein ganzes Stück weit in den Dollart hinausragt und von der 1964 Probebohrungen nach Erdgas durchgeführt wurden.

 
zum Glück übersichtlich und mit Ausweichstellen

Während der Suche hatte sich auch die Sache mit dem leichten Nebel über dem Meer erledigt und wir hatten einen Parkplatz direkt am Meer mit Blick auf den Dollart und den Emdener Hafen. Bei dieser tollen Aussicht mussten wir dann auch erst einmal die Stühle rausholen und den Blick in Ruhe und mit Fernglas genießen.

   
auf der Bohrinsel Campingstühle raus!

Spontan wurden die Pläne mit der Radtour umgeworfen und beschlossen, einfach noch zwei Stündchen hier in der Sonne sitzen zu bleiben.

Erst nach dem Mittagessen machten wir uns schließlich wieder auf den Weg. Nur noch schnell in den Niederlanden Diesel getankt - immerhin rund 10 Cent günstiger als in Deutschland. Dann ging es wieder auf den Weg nach Hause. Völlig entspannt, stress- und staufrei erfolgte dann die Rückkehr in Leverkusen.

Abfahrt Km-Stand: 2263
Rückkehr Km-Stand: 2926
gefahrene Km: 663

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