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Donnerstag, 21.04.2011 (Gründonnerstag) - Obwohl wir uns vorgenommen hatten, heute auf der Arbeit etwas früher Feierabend zu machen, kommen wir doch erst kurz nach 18.00 Uhr von zu Hause los. Die für Gründonnerstag angekündigten Super-Staus blieben zwar weitgehend aus, doch trotzdem herrscht dichter Verkehr auf der Autobahn, so dass wir erstmal nur bis Diemelstadt fahren und dort übernachten.

 
Autohof Diemelstadt - für die schnelle Übernachtung

Der gro0e Parkplatz des Autohofes liegt zwar direkt an der Autobahn, ist aber für eine reine Schlafpause gut geeignet. Es gibt einen kleinen Bereich an dem Gasthaus, der für Wohnmobile reserviert ist, so dass es dort keine brummenden Lkw gibt.

Autohof Diemelstadt
Höhe über NN: ca. 242 m
kostenloser Stellplatz

Freitag, 22.04.2011 (Karfreitag) - Nach einem kurzen Frühstück setzen wir die Fahrt fort. Zunächst gilt es ja noch, einige Kilometer abzuspulen. Im Navi programmiere ich erstmal Osterrode und übersehe dabei, dass die Gegend hier mehrere Osterrodes hat. Natürlich will uns das Navi ins falsche Osterrode lotsen, was aber erst auffällt, als wir auf der A38 (grobe Richtung Leipzig) sind.

Nach Korrektur des Fehlers will uns das Navi zunächst über die Autobahn zurück führen. Das wären 119 km. Da uns die Strecke über Land aber viel kürzer vorkommt, ignorieren wir die Anweisungen und schon unmittelbar nach Passieren der Autobahnauffahrt spring die alternative Route auf 59 km. Da ist es keine Frage, dass wir nun über Landstraße fahren.

Kurz bevor wir wieder von Thüringen nach Niedersachsen fahren, kommen wir an einer Tankstelle vorbei, an der der Liter Diesel 1,40 Euro kosten soll. Das kommt uns sehr wenig vor, dafür dass es ja schließlich das Osterwochenende ist. Also noch schnell Nachtanken. Mit einem ADAC-Rabatt kostet der Liter dann sogar nur 1,39 Euro. Später stellen wir fest, dass wir das richtig gemacht hatten. Die anderen Tankstellen der Region liegen heute bei 1,47 Euro pro Liter.

 
Pause am Stausee

Von Osterode geht es dann weiter in Richtung Nationalpark Harz. Am Sösestausee finden wir einen schönen kleinen Pausen-Parkplatz für ein kleines zweites Frühstück. So gestärkt geht es dann weiter bis zum Torfhaus, dem Nationalpark-Zentrum. Hier ist heute mächtig was los. Hunderte von Motorradfahrern nutzen das tolle Frühsommerwetter für eine Ausfahrt. Die Parkplätze dort oben sind fast komplett von Motorrädern belegt. Kein Wunder, denn von hier oben ist der Gipfel des Brocken zum Greifen nah.

 
Torfhaus und Brockenblick heute vor allem für die
Motorradfahrer

Wir wollen uns nun so langsam eine Station für die nächste Nacht suchen. Über Braunlage fahren wir nach Elend, wo es einen schönen und ruhigen Stellplatz gibt. Es wäre auch noch reichlich Platz gewesen, aber leider verfügt der Stellplatz weder über Ver- noch Entsorgung. Und da wir unseren Abwassertank nach der letzten Wochenendtour noch nicht geleert hatten, wird es so langsam Zeit dies nachzuholen.

Also fahren wir weiter. Die Streckenführungen sind wirklich sehr schön und es macht Spaß hier zu fahren. Über die Orte Schierke und Drei Annen Hohne, die durch ihre Bahnhöfe an der Brockenbahn bekannt sind, fahren wir nach Wernigerode. Nur einer der beiden Stellplätze des Ortes hat eine Entsorgung. Diese liegt hinter der Einfahrtschranke, die für uns aber geschlossen bleibt, weil der Platz voll belegt ist. Immerhin können wir aber schon die WC-Kassette entleeren.

 
Schöner Platz - schwer zu finden: Darlingerode im
Promobil-Stellplatzführer fälschlich unter Ilsenburg
aufgeführt

Unser Navi kennt einen weiteren Stellplatz in der Nähe, der im Promobil-Stellplatzführer nicht auftaucht. Bzw, wie sich später herausstellt, unter falscher Ortsangabe aufgeführt ist. Etwas außerhalb von Wernigerode liegt der Ort Darlingerode. Hier finden wir in einem ruhigen Wohngebiet einen auf Privatgelände angelegten und betreuten Stellplatz. Wir werden nun mal ausloten, wie die Anschlüsse an die Brockenbahn aussehen und eventuell für zwei Nächte hier stehen bleiben und morgen die Fahrt auf den Brocken von hier aus als Basislager starten.

Wohnmobilpark Harzblick
Darlingerode bei Ilsenburg
Höhe über NN: ca. 266 m
8 Euro pro Nacht und Mobil
Strom 0,50 Euro pro kw/h per Zählerstandsablesung

Samstag, 23.04.2011 - Nur knapp 200 m  vom Stellplatz entfernt gibt es einen Bäcker, bei dem wir uns für heute mit Brötchen und für mogen mit einem Brot versorgen. Wir entschließen uns, nach dem Frühstück, den schönen Stellplatz in Darlingerode zu verlassen, auch wenn es uns schon ein wenig schwer fällt.

 
den eigenen Womo-Stellplatz als Hobby - rührige
Betreuung aller Gäste durch das Ehepaar König garantiert

Zunächst fahren wir nach Wernigerode, um noch eine Kleinigkeit einzukaufen. Gestern hatte ich mir einen tiefen Schnitt in den Finger zugefügt und wir mussten feststellen, dass wir fast keine Pflaster dabei hatten. Da müssen wir heute unseren Vorrat vergrößern.

Am Bahnhof der Brockenbahn kommen wir daher erst ziemlich spät an. Doch wir bekommen noch Fahrkarten für den Zug um 13:25 Uhr. Interessant ist die Preispolitik für die Brockenbahn. Während grundsätzlich im Bereich der Harzer Schmalspurbahnen nach Entfernungen berechnet wird, gilt für die Brockenbahn von allen Bahnhöfen aus ein einheitlicher Tarif. Der Vorteil liegt hier auf der Hand. Niemand muss mit seinem Pkw nach Drei Annen Hohne oder sogar Schierke fahren, um ein paar Euro zu sparen. Die Orte wären für einen solchen Ansturm nämlich absolut viel zu klein.

Die Zeit bis zur Abfahrt verbringen wir mit sonnen und lesen. Direkt hinter dem Wernigeröder Haupbahnhof liegt ein großer neuer Parkplatz, auf dem wir mit unserem Mobil problemlos parken können.

Aber apropos "Wernigeröder": Hier scheint es üblich zu sein aus den vielen Ortsnamen, die auf ...rode enden bei Hinzufügen eines "r" am Ende auch das "o" in der Mitte in ein "ö" zu wandeln. Also Wernigeröder statt Wernigeroder. Oder ein anderes bekannteres Beispiel: Hasseröder statt Hasseroder.

Jedenfalls sind wir pünktlich am Bahnsteig, wo der Zug bereits auf uns wartet. Da es ja bereits relativ spät ist, haben wir soweit Glück, dass der Zug bei weitem nicht ausverkauft ist. Für den Zug davor war das anders. Tina bekam am Fahrkartenschalter die Auskunft, dass es keine freien Plätze mehr in dem Zug gäbe.

   
die schnauft, die Brockenbahn durch dunklen Fichtenwald

Die Dampflok schnauft mächtig und zieht uns in rund zwei Stunden bis zum Bahnhof auf den Brockengipfel rauf. Die bahntechnischen Abläufe sind dabei sehr interessant. Immer wieder gilt es, Wasser nachzutanken, auf entgegenkommende Züge zu warten, diese passieren zu lassen oder auch einmal in einer Ausweichstichstrecke auf die Vorbeifahrt eines anderen Zuges zu warten, wobei bei letzterem der Zugführer aussteigen und die Weiche mehrfach von Hand umstellen muss.

Auf dem Brocken sind hunderte Menschen unterwegs. Darunter auch etliche, die den Aufstieg zu Fuß gemacht haben. Aber egal ob Bahnfahrer oder Wanderer, alle treffen sich auf der Kuppe am Gipfelstein, um das obligatorische Foto zu schießen.

   
Türme und Antennen auf dem an-
sonsten kahlen Gipfel
1242 m hoch ist die Markierung auf
der unteren Metallplatte

Wer spät losfährt, kommt auch erst wieder spät zurück. In unserem Fall sind wir erst wieder gegen 19.30 Uhr am Mobil. Und jetzt müssen wir noch einen Stellplatz finden.

Der Promobil-Stellplatzführer hat noch einen kleinen Stellplatz für sechs Mobile im Angebot, der etwas außerhalb von Wernigerode liegt. Ohne große Hoffnung, dort noch einen Platz zu bekommen, machen wir uns auf den Weg. Doch wir haben Glück. Nur zwei der Plätze sind bisher belegt. Eigentlich unverständlich, weil der Platz sehr ruhig direkt am Waldrand liegt.

 
ruhig am Waldrand gelegen

Interessant ist der Platz aber auch deshalb, weil es hier auch eine kleine Sporthalle gibt, die von den Gästen mitbenutzt werden kann. In der Sporthalle gibt es auch vier Badmintonfelder, so dass wir uns für morgen vornehmen, hier mal eine Runde zu spielen.

Wohnmobilstellplatz Gästehaus Fam. Mann
Wernigerode
Höhe über NN: ca. 320 m
10 Euro pro Nacht und Mobil
Strom 0,50 Euro pro kw/h per Zählerstandsablesung

Sonntag, 24.04.2011 (Ostersonntag) - Mit den Fahrrädern machen wir uns heute auf den Weg nach Wernigerode, um dort das Schloss und die Altstadt zu besichtigen. Zunächst geht es leicht bergauf zum Schloss. Im Bereich des Schlosses selber können wir nicht fahren, sondern müssen die Fahrräder schieben. Vom Burghof gibt es eine wunderbare Aussicht auf die unterhalb liegende Stadt und die Höhenzüge des Harz mit dem Brocken im Hintergrund.

   
Schloss Wernigerode Aussicht vom Burghof

Danach geht es steil bergab in die Altstadt. Wie auch schon am Schloss ist hier alles erstklassig renoviert. Die alten Fachwerkhäuser sind herausgeputzt und machen dem Beinamen Wernigerodes als "die bunte Stadt am Harz" alle Ehre. Höhepunkt ist sicherlich der schöne alte Marktplatz mit Brunnen und Rathaus. Hier laden viele Cafes zum gemütlichen Verweilen ein. Auch wir nehmen diese Einladung an und verputzen jeden einen leckeren Eisbecher.

   
Marktplatz und Rathaus Die Cafes laden ein

Viele Werigeröder haben ihre Häuser auch mit lebensgroßen Hexenpuppen auf dem Dach verziert. Das alles macht einen wirklich schönen und einladenden Eindruck.

   
viele bunte Hexenhäuschen... ... in und um Wernigerode

Nach unserer Fahrradtour nutzen wir dann auch noch wie beabsichtigt die Sporthalle für ein Badminton-Match. Das ist auch der Grund dafür, dass wir noch eine zweite Nacht auf den Stellplatz bleiben.

Wohnmobilstellplatz Gästehaus Fam. Mann
Wernigerode
Höhe über NN: ca. 320 m
10 Euro pro Nacht und Mobil
Strom 0,50 Euro pro kw/h per Zählerstandsablesung

Montag, 25.04.2011 (Ostermontag) - Heute steht eigentlich nur noch die Rückfahrt nach Hause auf dem Programm. Wir wählen jedoch eine Route durch den Süd-Ostharz und sind sehr verwundert, wie schön und unberührt hier die Landschaft ist. Während rund um den Brocken vor allem die Nadelwälder dominieren und einen dunklen Wald schaffen, ist die Landschaft des Ostharzes viel lieblicher und durch die vielen Laubbäume viel heller. So gerät die Fahrt bis zur Autobahn nochmal zu einer Genussfahrt, bei der wir es bereuen, dass wir nicht mehr Zeit haben, um auch hier die Landschaft noch ein wenig genauer zu erkunden.

 
kleiner Pausenplatz auf der Rückfahrt

Trip-Info:

Abfahrt Km-Stand: 2926
Rückkehr Km-Stand: 3777
gefahrene Km: 851
Verbrauch: 10,2 l / 100 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 65 km/h
Fahrzeit: 13:02 Stunden

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