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Freitag, 15.07.2011 - Heute brechen wir zu einer kleinen Wochenendreise auf. Da wir nur für zwei Übernachtungen fort bleiben wollen, soll das Ziel nicht allzuweit entfernt liegen. So entscheiden wir uns für eine Fahrt an den Niederrhein mit einem Besuch des Archäologischer Park Xanten (kurz APX) als Hauptthema für den Samstag.

   
Rekonstruierte Seite des "Hafentempels" im
Archäologischen Park Xanten
 

Nur rund 100 km sind es bis nach Xanten. Die Stadt liegt mittlerweile ein Stück weit weg von der ehemaligen römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana. Auf dem Fürstenberg, auch hier gab es mal eine große römische Garnison, direkt südlich von Xanten befindet sich heute auch ein schöner Reisemobil-Stellplatz, den wir als erstes ansteuern, um dort zu übernachten.

   
Stellplatz Xanten  

Eine kleine Fahrradtour zeigt, dass es in Xanten selber keine römischen Überreste gibt. Die Stadt ist erst nach dem Ende der Römerzeit entstanden. Dabei diente die alte Römerstadt über viele Jahrhunderte als Steinbruch. Das Bild der Innenstadt Xantens ist daher auch eher mittelalterlich mit dem Dom, den engen Gassen und der alten Stadtbefestigung.

Stellplatz „Römerschlucht“ Xanten
10 Euro inkl. Strom
ca. 37 m NN
Tageskilometer: 106

Samstag, 16.07.2011 - Nach dem Frühstück geht es zum APX und zwar zum östlichen Eingang der Stadt, wo am alten Hafentor ein Kassenhäuschen steht. Wir parken das Mobil dort, wo zu römischer Zeit noch der Hauptarm des Rheins verlief. Damals gab es dort den Hafen der Garnison. Heute befindet sich der Rhein ein ganzes Stück weiter östlich.

Direkt neben dem Hafentor liegt das Gelände des alten Hafentempels. Vielleicht solte man erwähnen, dass die hier stehenden römischen Gebäude allesamt rekonstruiert und nicht original sind. Durch die schon oben erwähnte Nutzung der ehemaligen Stadt als Steinbruch blieb oberirdisch nichts von der alten Pracht erhalten.

   
Hafentempel Nördliches Stadttor

Die archäologische Arbeit besteht hier darin, die Bodenbefunde auszuwerten und zu interpretieren. So findet man praktisch überall, teilweise in weniger als einem halben Meter Tiefe Fundamente der alten römischen Stadt und natürlich jede Menge Beifunde, die es ermöglichen, hier die Art und Weise der Nutzung zu interpretieren.

   
Amphitheater  

Viele Gebäude wurden bisher nur in Teilen rekonstruiert, da eine Gesamtrekontruktion viel zu teuer und aufwändig wäre. Zu bestaunen gibt es Teile der Stadtbefestigung mit vielen Wachtürmen, dem großen Nordtor, das Amphitheater, einige Häuser und Werkstätten, den Hafentempel sowie die Thermen. Letztere wurden von einem Schutzgebäude in den ursprünglichen Abmessungen der originalen Thermen überdacht. In einem Teil ist das LVR Römer-Museum untergebracht, in dem viele Aspekte des römischen Lebens am Niederrhein anschaulich dargestellt werden.

Der Eintritt in den Park ist gleichzeitig auch für das Römer-Museum gültig. Für Erwachsene ist ein Eintrittspreis von 9 Euro (reduziert für ADAC-Mitglieder nur 6,30 Euro) sicher nicht zu viel, da hier wirklich viel geboten wird. Auch für Familien dürfte der Park interessant sein, da es für die Kinder einige interessante Spielplatzattraktionen gibt.

Nach vier Stunden sind wir schließlich durch und zurück am Mobil. Wir überlegen, wo wir als nächstes hinfahren und entscheiden uns für Goch. Hier liegt der Reisemobil-Stellplatz direkt an der Niers. Doch von diesem Flüsschen, dass in dieser Gegend in aller Munde ist, so dass man den Eindruck bekommt, es sei entscheidend für die ganze Region sind wir eher enttäuscht. Letztendlich ist es wirklich nur ein Flüsschen.

Aber vielleicht sind wir auch nur nicht an der richtigen Stelle gelandet. Mal sehen, ob wir morgen dazu kommen, das näher zu erforschen. Für heute machen wir nämlich Schluss, da es anfängt zu regnen. Der Wetterbericht spricht von dem Durchzug einer Regenfront. Na gut, das sitzen wir hier aus. Mit etwas Glück haben wir es morgen schon wieder trocken.

Stellplatz „Friedensplatz“ Goch
4 Euro + 1,50 Euro Strom
ca. 14 m
Tageskilometer: 28

Sonntag, 17.07.2011 - Irgendwann heute Nacht hörte es dann auf zu regnen. Aber schon um 8 Uhr werden wir vom örtlichen Brötchenverkäufer aus dem Schlaf gehupt. Der Stellplatz hat in seinem Infokiosk extra eine Verkaufstheke eingerichtet, von der aus an Wochenenden der Verkauf der Backwaren erfolgt.

Nach dem Frühstück brechen wir dann auf. Wir fahren ins Tal der Maas und hoffen auf einen schönen Picknickplatz mit Blick über den Fluss auf die vorbeiziehenden Schiffe. Unseren "Traumplatz" finden wir zwar nicht, aber immerhin einen ganz netten Parkplatz.

Wir laden die Fahrräder ab und machen uns zu einer Runde durch den Nationalpark De Maasduinen auf. Unsere Rückkehr erfolgt dann punktgenau mit einem gerade einsetzenden Regenschauer und wir flüchten zurück ins Wohnmobil.

Den Rückweg wählen wir über Venlo, wo wir nochmal den Tank mit günstigem Diesel füllen, bevor wir schließlich wieder nach Hause fahren.

Trip-Info:

Abfahrt Km-Stand: 9388
Rückkehr Km-Stand: 9680
gefahrene Km: 292
Durchschnitt: 57 km/h
Fahrzeit: 5 h 5 m
Verbrauch: 10,5 l/100 km

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