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Donnerstag, 11.08.2011 – Eigentlich hatten wir unsere Tour an die Ahr nur mit zwei Übernachtungen geplant. Doch dann ergab es sich, dass wir beide auch schon den Freitag von der Arbeit frei bekommen konnten. Also erfolgte die Abfahrt schon am Donnerstagabend für drei Nächte. Die knapp 80 km bis Bad Neuenahr-Ahrweiler legt man ja in kürzester Zeit zurück. Daher ist es nicht schlimm, dass es erst relativ spät losgeht. Wir kommen trotzdem noch bei Tageslicht an.

 
Altstadt mit Mauer und Türmen in Ahrweiler

Wir fahren zu einem der vier Stellplätze in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier stehen wir direkt am Ufer der Ahr, wenn auch nicht besonders schön. Ver- und Entsorgung gibt es nicht. Doch dafür soll die Übernachtung auch nur 5 Euro kosten. Als wir bezahlen wollen, stellen wir fest, dass der Parkscheinautomat keine Münzen mehr annimmt. Trotz mehrfacher Versuche gelingt es uns nicht, einen Parkschein zu ziehen. Na gut, dann eben nicht. Für eine Nacht stehen wir dann halt ohne Gebühren.

Programm haben wir heute nicht mehr. Nur relaxen und noch etwas lesen eben. Dann gehen wir früh schlafen.

Freitag, 12.08.2011 – Die Nacht war ruhig und wir haben gut geschlafen. Aber relativ früh nimmt der Verkehr an der Straße zu und viele Kinder ziehen am Stellplatz vorbei. Wir blinzeln aus den Fenstern und stellen erstaunt fest, dass die Kinder alle schon wieder mit Schultaschen unterwegs sind. Wir sind in Rheinland-Pfalz und hier sind die Sommerferien schon wieder zu Ende.

Als Frühaufsteher suchen wir uns eine Bäckerei und einen Discounter, wo wir unsere Lebensmitteleinkäufe für heute tätigen. Danach fahren wir nach Ahrweiler, wo wir die schöne von einer kompletten Stadtmauer umgebene mittelalterliche Altstadt anschauen. Allerdings sind junge Familien hier im Stadtbild die absolute Ausnahme. Ahrweiler ist eindeutig eine Rentnerstadt. Wir fühlen uns jung, weil wir hier den Altersdurchschnitt deutlich senken.

Eigentlich wollten wir im Ahrtal eine schöne Radtour unternehmen und die mit der Fahrt auf der Ahrtalbahn kombinieren. Doch während das Wetter bei unserer Altstadtbesichtigung noch freundlich war, ziehen die Wolken immer mehr zu und es gibt einen Regenschauer nach dem anderen.

 
Die Sonnenmarkise als Regendach - so ein Sommer!

Wir fahren nach Altenahr auf den dortigen Campingplatz, wo wir auch vor einigen Jahren schon mit den Kindern waren. Hier gibt es einen gemütlichen Tag wieder mit Relaxen und Lesen. Um dann auch mal draußen sitzen zu können, wird die Sonnenmarkise als Regendach eingesetzt. Naja, und die Radtour haben wir jetzt erstmal auf morgen verschoben. Mal sehen, wie das Wetter dann wird.

Samstag, 13.08.2011 - Das Wetter wird dann tatsächlich sonnig und wir entschließen uns, die Fahrradtour anzugehen. Dafür fahren wir zunächst nach Ahrbrück, wo wir in der Nähe des Bahnhofes einen Parkplatz finden, auf dem wir unser Mobil stehen lassen können.

Auf dem ersten Teil der Strecke ist der Himmel noch etwas Wolken verhangen, doch dann reißen die Wolken plötzlich auf und wir radeln bei schönstem Wetter. Es geht immer auf dem gut beschilderten Radweg an der Ahr entlang. Während das obere Ahrtal keinen Weinanbau kennt, sondern ganz normal landwirtschaftlich genutzt wird, sind die Hänge spätestens ab Altenahr voll mit Rebstöcken.

Wir radeln durch bis Bad Neuenahr. Man könnte sich fragen, was wir als Nicht-Weintrinker eigentlich in diesem Tal wollen, aber diese Antwort ist leicht. Wir genießen halt die schönen Aussichten. Denn davon gibt es hier mehr als genug. Außerdem kann man ja auch für andere Dinge einkehren als nur für Wein.

Am Bahnhof in Bad Neuenahr ist der Fahrkartenautomat defekt. Eine Mitarbeiterin der Bahn erklärt uns, dass das schon länger bekannt sei und der Zugbegleiter uns die entsprechenden Karten unterwegs ausstellen würde. Doch in der halbstündigen Bahnfahrt zurück nach Ahrbrück lässt sich kein Schaffner im Zug blicken. So fahren wir also kostenlos mit der Bahn zurück. Ein toller "Service" der Bahn.

Weiter geht es wieder mit dem Mobil ahraufwärts. Die Landschaft bleibt schön grün, aber das Wetter verschlechtert sich rapide. Als wir auf einem Campingplatz einchecken, geht der Regen wieder so richtig los und hört auch bis zum nächsten Morgen nicht mehr auf.

Sonntag, 14.08.2011 - Nach dem Frühstück geht es weiter bis nach Blankenheim, wo die Ahr als winzig kleiner Bach entspringt, und dann nach Effelsberg zum dortigen Radioteleskop.

Vom Parkplatz aus sind es einige hundert Meter, die man gehen muss. Dann steht man an dem Aussichtspunkt vor der riesigen Schüssel. Als wir eintreffen, wird das Teleskop gerade in eine andere Position gefahren, was einerseits mit lautem Motorgetöse verbunden ist, aber andererseits auch irgendwie elegant aussieht.

Während wir noch den Erläuterungen lauschen, die für die Besucher von einer DVD abgespielt werden, setzt mal wieder Regen ein. Ziemlich nass erreichen wir das Wohnmobil, so dass wir uns erstmal umziehen müssen. Doch nach dem Mittagessen ist uns wieder warm. Wir machen uns auf den Heimweg und mitten im Autobahnkreuz Meckenheim überschreitet der Tacho die 10.000 km-Marke. Kaum zu glauben, nach nur einem halben Jahr. Aber die beiden großen Urlaubsfahrten haben eben auch eine Menge Kilometer gefressen.

Trip-Info:

Abfahrt Km-Stand: 9.802
Rückkehr Km-Stand: 10.067
gefahrene Km: 265
Ø-Verbrauch: 9.5 l / 100 km
Ø-Geschwindigkeit: 44 km/h
Fahrzeit: 5'55"

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