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Freitag, 21.10.2011 - In den Herbstferien wollen wir uns dann nochmal auf den Weg machen und für gut eine Woche Erholung tanken. Am liebsten würde ich nochmal versuchen nach Süden in die Sonne zu fahren, aber Tina möchte nicht so weit fahren, sondern eher "in der Nähe" bleiben und mehr bummeln und relaxen. Also haben wir uns für den Osten Deutschlands mit den Schwerpunkten Erzgebirge, Elbsandsteingebirge und Dresden entschieden, wo wir bisher noch nie in Urlaub waren.

   
Die Reiseroute mit den einzelnen
Übernachtungsplätzen (in blau)

(+Vergrößern)
 

Doch als erstes geht es nach Esslingen bei Stuttgart. Dort findet am Wochenende die erste Deutsche Badminton-Jugendrangliste der Saison statt, die in den letzten beiden Jahren von uns in Leverkusen ausgerichtet wurde. Die Tatsache, dass wir das Turnier in diesem Jahr nicht zur Ausrichtung erhalten haben, macht unsere Herbstreise überhaupt erst möglich. Denn in den beiden vergangenen Jahren fiel die Herbstreise jeweils den Turnierausrichtungen zum Opfer.

Doch ganz ohne Badminton wollen wir an diesem Wochenende dann auch nicht, so dass wir einfach mal schauen, was die Baden-Württemberger denn so auf die Beine gestellt haben.

Nach der Arbeit kommen wir relativ früh weg. Aber da es um diese Jahreszeit auch schon sehr früh wieder dunkel wird, müssen wir den Großteil der Strecke im Dunklen zurücklegen. Wir treffen sehr spät ein, finden aber einen Park-/Stellplatz direkt vor der Sporthalle, wo wir uns auch bald zum Schlafen legen.

Esslingen
Parkplatz Sporthalle Weil
231 m NN
Tageskilometer: 409

Samstag, 22.10.2011 - Wir haben gut geschlafen. Dank der guten Isolierung und Heizung des Wohnmobils müssen wir uns auch keine Gedanken machen, wenn draußen Minustemperaturen herrschen.

Frühstück, also jeder eine Tasse Kaffe und ein halbes belegtes Brötchen, holen wir uns in der Turnier-Caféteria in der Sporthalle. Die Preise sind schon ziemlich happig und Tina ist fast schon sauer, weil sie das für Abzocke der Turnierbesucher hält. Das haben wir bei unseren Turnieren besser im Griff.

   
vor der Halle in der Halle

Wir treffen in der Halle viele Bekannte und sind bis zum frühen Nachmittag mit Erzählen und Fotografieren beschäftigt. Danach machen wir uns wieder auf den Weg. Rund 30 km weiter liegt die Stadt Göppingen, die Heimat der Märklin-Modelleisenbahnen. Auch dort waren wir in den letzten beiden Jahren nicht mehr, so dass wir uns mal wieder einen Besuch im Märklinmuseum vorgenommen hatten.

   
Schauanlage im Märklinmuseum... ...bzw. der Märklin-Erlebniswelt, wie es
nun heißt

Doch im Museum gibt es nur wenig Neues. Die Schauanlage ist immer noch die gleiche wie seit vielen Jahren schon. Lediglich der Shopbereich wurde noch weiter ausgebaut. Außerdem wird heute eine Modul-Schauanlage aufgebaut und bis morgen vorgeführt. Die Modulbaugruppe scheint aber einige technische Probleme zu haben, denn bis zu unserer Abreise läuft die Anlage trotz stundenlanger Aufbauarbeit immer noch nicht.

Wir holen uns in Göppingen noch etwas frisches Brot und machen uns auf die Weiterfahrt. Jetzt soll es in nordöstlicher Richtung gehen, aber nicht allzulange, weil wir gerne bei Tageslicht unseren nächsten Übernachtungsplatz erreichen wollen. Direkt hinter Göppingen geht die Fahrt über Hohenstaufen, direkt am gleichnamigen Vulkankegelberg gelegen. Hier oben sind wir auf gut 500 m NN und haben bei dem wolkenlos-sonnigen Herbstwetter eine tolle Aussicht in alle Richtungen.

   
   
Schön, wohin man auch schaut  

Zu unserem Glück finden wir einen schönen Aussichtsparkplatz. Wir legen unsere verspätete Mittagspause ein, während wir die Blicke schweifen lassen. Allerdings geht hier ein ziemlich kalter Wind, so dass man nicht draußen sitzen kann, wenn man sich nicht gerade winterlich dick einmummt.

Als Tagesziel suchen wir uns heute den Stellplatz in Ansbach aus. Er liegt direkt am Freizeitbad und kann kostenlos genutzt werden. Lediglich die Stromentnahme muss per Automat bezahlt werden. Morgen vormittag wollen wir uns dann das Freizeitbad noch von innen anschauen. Sprich, eine Runde schwimmen und baden gehen.

   
Stellplatz in Ansbach  

Ansbach
Stellplatz Freizeitbad Aquella
406 m NN
Tageskilometer: 166

Sonntag, 23.10.2011 - In der sehr kalten Nacht ging natürlich prompt die Gasflasche zu Ende, so dass ich raus musste, um den Anschluss auf die zweite Flasche umzubauen. Nach dieser Erfahrung überlege ich, wie wir schnellstmöglich an eine Umschaltautomatik für die Gasflaschen kommen. Ich habe da auch schon eine Idee, aber davon vielleicht später noch.

Nach dem Frühstück gehen wir in Ansbach im Freizeitbad "Aquella" noch eine Runde schwimmen. Es gibt mehrere Innen- und ein Außenbecken, eine Wasserrutschbahn und ein Becken mit Wellenbad. Erst kurz vor Mittag brechen wir wieder auf und entschließen uns spontan zu einem Umweg.

Statt direkt weiter in Richtung Erzgebirge zu fahren, wollen wir noch einen Bogen durch den Bayrischen Wald am Großen Arber vorbei machen. Unser Tagesziel wird daher der Stellplatz in Bodenmais. Wir kommen so rechtzeitig an, dass wir noch eine schöne Runde durch diesen Touristenort gehen können. Heute war hier ein Trödelmarkt und es sind noch viele Leute unterwegs. Tina haben es besonders die vielen Geschäfte mit der örtlichen Glas- und Porzellankunst angetan.

   
   
Stadtrundgang in Bodenmais  

Der Stellplatz liegt genial günstig. Vom "Wohnzimmerfenster" aus blicken wir in die Natur und direkt hinter bzw. neben uns liegen jede Menge Einkaufsmöglichkeiten.

   
Stellplatz in Bodenmais  

Bodenmais
Stellplatz
680 m NN
Tageskilometer: 257

Montag, 24.10.2011 - Wir lassen uns mal wieder viel Zeit mit unserer Abreise aus Bodenmais und machen erstmal in Ruhe unser Frühstück und noch noch ein paar Einkäufe. Dann geht es los und wir fahren Richtung Arbersee auf der Straße, die uns einmal rund um das Arbergebiet führt. Bis auf 1120 m NN geht die Straße hier. Am Straßenrand liegen Schneereste, denn offenbar hatte es hier in letzter Zeit schon den ersten Schnee gegeben.

   
   
   
Impressionen aus dem
Bayrischen Wald
 

Wir genießen mal wieder schöne Ausblicke und machen immer wieder kleine Pausen. So bewegen wir uns gemütlich durch den Bayrischen Wald, bis die Berge dann zurückweichen und die Straßen wieder breiter und gerader werden. Das ist dann der richtige Zeitpunkt, um mal wieder ein paar Kilometer zu fressen.

Weiter geht es nun endlich in unser eigentliches Zielgebiet, das Erzgebirge. Wir wählen eine Route, die uns auch kurz durch Tschechien führt. Über Eger, das heute Cheb heißt, sind es aber nur wenige Kilometer, die wir in diesem Land fahren. Der Diesel ist hier etwas günstiger als in Deutschland, aber auch nur ein paar Cent pro Liter. Wir tanken daher direkt nochmal nach und können an der Kasse mit unserer EC-Karte bezahlen. Allerdings werden die Preise natürlich in Tschechischen Kronen angezeigt. Der Umrechnungskurs wird angezeigt, aber wir sind trotzdem gespannt wieviel dann tatsächlich nach dem Urlaub auf dem Kontoauszug als Abbuchung auftauchen werden.

Einen schönen Stellplatz finden wir in Zwota. Er nennt sich Naturcamping, was aber wohl nur ein anderes Wort für Camping ohne Komfort oder Infrastruktur ist. Dafür wird es hier wohl trotz der Straße eine ruhige Nacht werden. Und immerhin wir sind im Erzgebirge und damit auch in Sachsen angekommen.

   
Stellplatz Zwota  

Zwota
Stellplatz „Naturcamping“
645 m NN
Tageskilometer: 279

Dienstag, 25.10.2011 - Am Morgen starten wir nach Ver- und Entsorgung des Mobils zunächst ohne Frühstück. In Klingenthal kaufen wir kurz ein und fahren zur Vogtlandarena. Hier gibt es eine neue Skiflugschanze, die wohl mit allem aufwartet, was das Skispringerherz begehrt. Und so trainieren dort auch heute einige Springer auf den grünen Matten für das Sommerspringen. Für uns immerhin das erste Mal, dass wir Skispringer live und nicht nur im TV sehen.

   
Skiflugschanze in der Vogtlandarena
bei Klingenthal
 

Wiederum ein kleines Stück weiter finden wir einen ruhigen Parkplatz, an dem wir die Frühstückspause einlegen. Frisch gestärkt geht es nun weiter in Richtung Oberwiesenthal, unserem heutigen Tagesziel. Durch eine blöde Straßensperrung und merkwürdig beschilderte Umleitungen gelangen wir zufällig nach Morgenröthe-Rautenkranz dem Geburtsort von Sigmund Jähn, dem ersten deutsche Raumfahrer. Das ist ein Ort, wo wir sonst ganz sicher nicht hingefahren wären. Im Gedenken an den Raumfahrer gibt es hier aber auch ein Raumfahrt-Museum, nämlich die Deutsche Raumfahrtausstellung, die im ehemaligen Bahnhof des Ortes eingerichtet wurde.

   
Wohnmobil im Sonnensystem MIG 21 im Raumfahrtmuseum?

Nach kurzer Besichtigung fahren wir weiter. Die Straße steigt schließlich immer mehr an und wir geraten kurz vor dem Fichtelberg in die tiefhängenden Wolken. In dichtem Nebel fahren wir zum Fichtelberggipfel. Von der großartigen Aussicht ist heute allerdings nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil, wenn man sich weiter als 20 m vom Auto entfernt, ist es im Nebel nicht mehr zu sehen. Aber auch das ist eine Art Abenteuer. Oh ja, besonders die Abfahrt bis wir wieder unter die Wolken tauchen.

   
  Das Wohnmobil ist eigentlich auf allen
drei Bildern zu sehen

In Oberwiesenthal fahren wir zum Stellplatz, der neben einer Tennishalle liegt. Wir überlegen, ob wir wirklich hier bleiben sollen, weil es noch relativ früh ist und entschließen uns dafür. So haben wir die Zeit, um zu einem Spaziergang durch Oberwiesenthal aufzubrechen. In dieser höchstgelegenen Stadt Deutschlands ist es heute richtig kalt und wir sind froh, dass wir genügend Wintersachen eingepackt haben, auch wenn bisher noch kein Schnee hier oben liegt.

Oberwiesenthal
Stellplatz Freizeitcenter
983 m NN
Tageskilometer: 115

Mittwoch, 26.10.2011 - In der Nacht gab es einige heftige Regenschauer. Nun, immer noch besser als Schneeschauer, die wir hier oben auf knapp 1 000 m Höhe schon ein wenig gefürchtet hatten. Ansonsten war die Nacht aber sehr ruhig und wir haben prima geschlafen.

Nächstes Ziel ist Annaberg-Buchholz, wo wir das Erzgebirge-Museum und die große Kirche St. Annen besuchen. Beides sehr schön und bestimmt auch sehenswert. Leider ist es hier aber wie in vielen Orten der neuen Bundesländer: Zum Fotografieren muss man eine extra Erlaubnis bezahlen. Nicht dass es auf den Euro dann auch noch ankäme, aber für mich ist das eine Frage des Prinzips. Ich finde es einfach unverschämt, dem einfachen Touristen das Fotografieren nur gegen Gebühr zu gestatten. Und der Gipfel der Frachheit ist dann, wenn man mit Worten wie "Empfehlen Sie uns weiter" verabschiedet wird. Ja, wie denn, wenn man keine Fotos zeigen darf?! Schnitzt euch eure Touristen doch selbst!

   
nur von außen: Museum und Kirche in Annaberg

Kaum habe ich mich von diesen Aufregungen erholt, geht es weiter nach Frohnau, einem kleiner Nebenort von Annaberg-Buchholz. Dass wir da bei dem Ortsnamen hin mussten war ja wohl klar, oder? Zumindest will niemand einen Euro von uns, als wir das Auto neben dem Ortseingangsschild ablichten.

   
die Frohn's im weltberühmten Ort Frohnau  

In Frohnau gibt es ein Besucherbergwerk, das wir ebenfalls noch besichtigen. Nach einer längeren Wartezeit sind genügend Besucher zusammen und die Führung beginnt. Mittels Grubenbahn fahren wir rund 600 m in den Berg ein. Es gibt einiges zu sehen, vom mittelalterlichen Bergbau bis zum neuzeitlich russisch-ostdeutschen Uranbergbau. Leider ist es aber auch hier so, dass ich davon keine Fotos zeigen kann, weil mal wieder eine extra Fotografiererlaubnis erworben werden muss.

   
auch nur von außen, das Bergwerksgebäude  

Da die Geschichte des Erzgebirges lange Zeit eine Geschichte des Bergbaus war, muss man als Tourist einfach auch zumindest einmal ein Bergwerk besichtigt haben. Dabei gibt es sicherlich einige Dutzend Bergwerke zur Auswahl.

Nach der Besichtigung fahren wir weiter nach Freiberg. Hier gibt es mal wieder ein Freizeitbad mit angegliedertem Wohnmobilstellplatz. Die Gebühr ist günstig und das Bad sieht einladend aus. Morgen werden wir wohl mal wieder eine Runde schwimmen gehen.

Freiberg
Stellplatz Johannisbad
400 m NN
Tageskilometer: 98

Donnerstag, 27.10.2011 - Wie geplant machen wir nach dem Frühstück einen Besuch im Freiberger "Johannisbad". Doch wir hatten nicht berücksichtigt, dass auch im Bundesland Sachsen Herbstferien sind. Daher ist das Schwimmbad mit unzähligen Kindern geradezu überfüllt. Die richtige Ruhe und Entspannung will da nicht aufkommen. Selbst die paar Bahnen, die wir schwimmen, müssen wir uns trotz der Bahnabtrennungen erkämpfen, weil überall Kinder ins Wasser plumpsen. Aber so ist das nunmal während der Ferien - die Kinder haben da wohl Vorfahrt in den Schwimmbädern. Wir schauen uns das quirlige Treiben noch eine Zeit lang an, dann machen wir uns wieder auf.

Heute wollen wir bis ins Elbsandsteingebirge fahren. Ohne so recht zu wissen, wohin wir eigentlich genau wollen, fahren wir einfach mal in die grobe Richtung. Nahe Pirna weist der Stellplatzführer einen Wohnmobilstellplatz direkt an der Elbe aus. Am Ende einer kilometerlangen Sackgasse liegt der Platz tatsächlich direkt an der Elbe neben einem Gasthof. Was der Führer allerdings nicht verraten hat, ist, dass unmittelbar vor dem Stellplatz die Bahnlinie zu unterqueren ist. Und die Durchfahrt hat eine Höhe von gerade mal 2,70 m und ist damit zu niedrig für unser 2,79 m hohes Mobil.

   
nicht hoch genug für uns - die Zufahrt
zum Stellplatz bei Pirna
 

Tina hat keine Lust zu probieren, ob wir vielleicht doch unter der Brücke durch passen. Also wenden wir in der engen Straße und folgen weiter dem Elblauf flussaufwärts.

Während der Ortsdurchfahrt von Königstein, das ein Stückchen weiter oberhalb liegt, sehen wir von weitem in einem Elbbogen direkt am Fluss einen Campingplatz. Die Lage ist einmalig und wir beschließen, nicht lange weiter zu suchen und dort zu bleiben.

   
wenn jetzt noch blauer Himmel wäre,
dann wäre alles perfekt
 

Am Nachmittag machen wir dann nur noch einen Spaziergang durch den Ort und lassen es ansonsten nur noch ruhig angehen. Leider ist es immer noch total bewölkt und etwas diesig, so dass es sich nicht lohnt, irgendwelche Fotos zu machen bzw. es überhaupt zu versuchen.

Königstein
Campingplatz
112 m NN
Tageskilometer: 82

Freitag, 28.10.2011 - Am Morgen ist es immer noch bewölkt, aber wir machen uns trotzdem auf den Weg. Wir müssen noch etwas flussaufwärts fahren und in Bad Schandau die Elbbrücke zu benutzen. Nur noch 7 km weiter sind wir wieder in Tschechien, wo wir noch einmal Diesel nachtanken.

Danach wollen wir zum Lilienstein, dem Berg direkt gegenüber vom Campingplatz letzte Nacht. Doch wir stoßen mal wieder, wie schon so oft in den letzten Tagen, auf eine gesperrte Straße und eine merkwürdig ausgeschilderte Umleitungsstrecke.

Schließlich ist der Umweg, auf dem wir geführt werden so groß, dass wir den Lilienstein aus unseren Plänen streichen. Denn mittlerweile sind wir schon näher an der Bastei, der anderen großen Attraktion, die heute auf dem Programm stehen sollte, als am Lilienstein.

Wir parken auf dem neuen Pendelbusparkplatz, von dem aus die Busse im Viertelstundentakt zur Bastei pendeln. Der Parkplatz wurde eingerichtet, weil der Individualverkehr zur Bastei und damit in den Nationalpark einfach zu stark wurde. So können die Fahrzeuge außerhalb des Parks stehen bleiben und nur die Busse verkehren auf der Strecke. Das löst Umwelt- und Verkehrsprobleme, denn schon lange reichte der Parkplatz direkt an der Bastei nicht mehr für den imensen Besucherandrang.

   
   
Felsformationen ... ... hoch über der Elbe

Schließlich erreichen wir zusammen mit unzähligen anderen Leuten die steilen Felsen, die sich direkt über der Elbe erheben. Es ist kaum zu glauben, was für außergewöhnliche Gesteinsformen hier zu sehen sind. Es ist so atemberaubend, dass sich Tina nach relativ kurzer Zeit zu einer Tasse Kaffee in ein Bistro zurück zieht und wegen ihrer fehlenden Schwindelfreiheit dort auch wartet bis ich die Steinpfade alleine erkundet habe.

   
Die "original" Thüringer-Röstbratwurst
gibt es auch hier in Sachsen - und schmeckt
sehr gut nach einem Vormittag an der
frischen Luft!
 

Danach geht es weiter direkt nach Dresden. Gegenüber der Altstadt gibt es an der Elbe mit Blick auf die Altstadt einen Wohnmobilstellplatz. Der ist zwar relativ teuer, liegt dafür aber auch einmalig. Übertragen auf unsere "heimatlichen" Verhältnisse wäre das ein Stellplatz in Köln-Deutz direkt gegenüber vom Dom an der Hohenzollernbrücke. Darauf kann man wohl ewig warten. Also ein Kompliment an die Stadt Dresden, die diesen tollen Platz zugelassen hat, auf dass er noch lange erhalten bleiben möge.

   
Frauenkirche Semperoper
   
Hofkirche Blick aus dem Wohnmobil

Wir machen uns zu Fuß über die Augustusbrücke auf den Weg in die Altstadt, wo wir uns in der Touristinfo mit der Dresden-Card (für dann freie Museumseintritte) und Informationen versorgen. Heute machen wir nur eine Orientierungsrunde, da wir zum ersten Mal hier in Dresden sind.

Abends sitzen wir noch am Ufer gegenüber der Altstadt und genießen den Blick auf diese tolle Stadt, die den Namen Elbflorenz wohl zu recht trägt.

   
unser abendlicher Blick auf Dresden - einfach klasse!!!  

Dresden
Stellplatz Wiesentorstraße
117 m NN
Tageskilometer: 78

Samstag, 29.10.2011 - Heute ist der Museums-Marathontag. Zur Vorbereitung müssen wir natürlich ausgiebig frühstücken. Zum Glück kommt hier jeden Morgen gegen halb neun ein Bäckerwagen mit allerlei leckeren Backwaren auf den Stellplatz, um seine Produkte an die Wohmmobilbesatzungen zu bringen.

Danach machen wir uns auf den Weg zur anderen Flussseite. Als erstes gehen wir zum Residenzschloss. In diesem Komplex befinden sich direkt mehrere Museen. Höhepunkt ist wohl das "Historische Grüne Gewölbe", sozusagen die Schatzkammer der ehemaligen sächsischen Monarchen. Aber auch die anderen Sammlungen sind durchaus sehenswert.

   
   

Natürlich !!! ist in allen Museen das Fotografieren strengstens verboten - noch nicht mal gegen Gebühr geht da was. Im Grünen Gewölbe darf man zusätzlich noch nicht einmal sein Handy benutzen. Alles ist gesichert wie bei Mission Imposible wo Tom Cruise am Seil hängend in den Hochsicherheitsbereich eindringt. Einige Museumsbesucher haben ihr Handy nicht ausgeschaltet. Als sie einen Anruf bekommen, wird tatsächlich Alarm ausgelöst und die zahlreich anwesenden Wachleute fordern mal mehr mal weniger dezent dazu auf, das Handy abzuschalten.

Was ich aber eigentlich schreiben wollte, ist, dass es mal wieder keine Fotos aus dem Innern der Gebäude geben wird. Nur die Gemäuer von außen kann man hier ablichten. Wie soll man da zu Hause Freunde und Bekannte für einen Besuch der Museen motivieren, wenn man noch nichtmal Fotos zeigen kann?

   
Noch ein Panoramafoto - diesmal Dresden mit Elbbogen von oben, nämlich
vom Turm der
Frauenkirche aus gesehen
 

Auf jeden Fall sind wir den ganzen Tag unterwegs. Den Turm der Frauenkirche muss ich natürlich alleine erklimmen. Tina wollte sich in dieser Zeit eigentlich die Kirche von innen ansschauen, aber leider gibt es heute Abend ein Konzert und wegen der Aufbauarbeiten und Proben ist die Kirche für das Publikum gesperrt.

Mit schmerzenden Füssen kommen wir nach etlichen Stunden zum Stellplatz zurück. Am Abend machen wir uns aber trotzdem nochmal zu einer Runde "Dresden bei Nacht" auf. Da viele Gabäude schön angeleuchtet werden, kann man sich hier am Erstellen von Nachtaufnahmen üben. Da wir kein Stativ mitgenommen haben, muss man etwas Phantasie bei der Erfindung von Behelfsstativen an den unterschiedlichen Örtlichkeiten entwickeln.

Enttäuschend war eigentlich nur die berühmte Semperoper. Aber das richtige Leben ist nun mal keine Bierwerbung und das in der Werbung so extrem strahlende Aussehen der Semperoper ist in Wirklichkeit eher peinlich. Kein anderes der historischen Gebäude wird so wenig angestrahlt wie ausgerechnet dieses.

   
   
   
   
   
  Dresden bei Nacht

Sonntag, 30.10.2011 - Die Zeitumstellung macht es möglich. Wir sind ausgeschlafen und trotzdem unter den ersten, die morgens um 10.00 Uhr die Öffnung der Semperoper erwarten, um an einer Führung teilzunehmen. Doch trotz der frühen Uhrzeit haben sich auch schon andere Interessenten vor dem Gebäude eingefunden. Aber schon in der dritten Besuchergruppe sind wir dabei.

Unsere Führerin vermittelt den Eindruck, nicht nur ein auswendig gelerntes Programm abzuspulen, sondern wirklich in der Materie zu leben. Das ist sehr informativ, spannend und kurzweilig. Also solche eine Führung können wir jedem nur empfehlen.

   
heute ist sie fällig, die Semperoper,
an der es gestern zu voll war
 

Eigentlich wollten wir heute nur in die Oper, aber da wir so früh drin waren, sind wir ja auch wieder früher als geplant wieder draußen, so dass noch etwas Zeit für zwei kleinere Programmpunkte bleibt. Zum einen hatten wir gestern den Aufstieg auf die Aussichtsterrassen des Zwinger nicht gefunden, da die meisten Aufgänge wegen der Umbauarbeiten gesperrt sind. Heute suchen wir nochmal und werden am Prozellanmuseum fündig. Von hier oben gewinnt man einen schönen Gesamtüberblick über die Anlage.

Außerdem hat man von hier oben einen ungewöhnlichen Blick auf das Residenzschloss. So ähnlich hatte ich das Bild auch im Reiseführer gesehen, kam aber nicht drauf, von wo das wohl aufgenommen wurde.

   
wir, auf der Zwinger-Terrasse Blick von der Zeingerterrasse auf
das Residenzschloss

Danach ging es dann noch schnell auf den sogenannten Hausmannsturm, natürlich ohne Tina, und dann wieder zurück zum Wohnmobil. Wir machen ein kleines zweites Frühstück, die Ver- und Entsorgung und fahren los.

Aus Neugier steuern wir noch einen anderen Stellplatz hier in Dresden an. Er liegt ca. 6 km außerhalb bei einem Caravanhändler. Er hat eine gute Anbindung an die Straßenbahn ins Zentrum und scheint uns insgesamt für einen Dresdenaufenthalt günstiger zu sein, als unser Platz der letzten zwei Tage. Allerdings kann er natürlich auch nicht die tolle Aussicht direkt auf die innere Altstadt bieten.

Danach machen wir noch einen Umweg in den Spreewald, wo wir aus privaten Gründen hinmüssen. Unser Ziel liegt nur fünf Kilometer von der ehemaligen Halle des Cargo-Lifters entfernt, die wir bei dieser Gelegenheit auch mal eben besichtigen. Allerdings lohnt sich heute der Eintritt nicht mehr. Bei 30 Euro pro Person hätten wir uns das vermutlich auch sehr überlegt. Aber die Dimensionen der Halle sind trotzdem sehr beeindruckend.

   
riesige Halle für eine riesige Idee - ein
Südseeparadies auf 16 Fußballfeldern
 

Unseren Übernachtungsplatz finden wir ganz in der Nähe. Er befindet sich direkt an der Spree und ist traumhaft ruhig gelegen. 

   
Die Spree, direkt am Stellplatz - in der
Saison eine Haupt-Kanuwanderstrecke
 

Wegen der Zeitumstellung wird es heute auch sehr früh dunkel. Wir nehmen das als Zeichen, heute einen ruhigen Abend zu verbringen.

Groß-Wasserburg
Stellplatz Wasserwanderrast an der Spree
44 m NN
Tageskilometer: 164

Montag, 31.10.2011 - So, eigentlich ist der Urlaub zu Ende. Jetzt müssen wir nur noch nach Hause fahren. Aber sollen wir wirklich schon ganz nach Hause? Können wir nicht irgendwo unterwegs an der Strecke doch noch eine Nacht verbringen? Mal überlegen: Was liegt denn so an der Strecke?

Wie wäre es denn mit Bad Salzuflen? Da waren wir vor etlichen Jahren schon einmal. Und da gibt es zweierlei: Zum einen einen hervorragenden Stellplatz und zum anderen eine Therme der absoluten Spitzenklasse, das VitaSol.

Also nicht lange überlegt, Navi programmiert und nach einigen Stunden Fahrt stehen wir auf dem Stellplatz der Kurstadt. Wir bauen kurz auf und machen uns gleich danach auf den Weg ins Schwimmbad, das direkt neben dem Stellplatz liegt. Wie immer beginnen wir mit einigen Pflicht-Schwimmbahnen, bevor wir uns dem entspannenden Teil zuwenden.

   
ein Teil der Becken im Innenbereich  

Und davon gibt es hier mehr als genug. In etlichen Solebecken, alle sehr gut temperiert, machen wir uns breit. Auch die warme "Regendusche", allerhand Blubberbecken und eine Dampfsauna machen Spaß. Da gewinnt man die nötige Bettschwere und der Abend wird bestimmt so richtig schön gemütlich und ruhig im Wohnmobil.

Bad Salzuflen
Stellplatz Flachsheide
99 m NN
Tageskilometer: 432

Dienstag, 01.11.2011 - Heute nur noch eine problemlose Rückfahrt und frühe Ankunft zu Hause, die es erlaubt, das Mobil nochmal so richtig sauber zu machen vor dem kommenden Winter.

Tageskilometer: 192

Trip-Info:

Abfahrt Km-Stand: 11.723
Rückkehr Km-Stand: 13.995
gefahrene Km: 2.272
Ø-Verbrauch: 10.9 l / 100 km
Ø-Geschwindigkeit: 63 km/h
Fahrzeit: 35'39"

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