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Donnerstag, 05.04.2012 (Gründonnerstag) - Endlich geht es wieder los! Nach einer unerwartet langen Winterpause, die von vielen anderen wichtigen Hobbyterminen geprägt war, so dass noch nicht einmal an eine kurze Reise zu denken war, haben wir nun endlich mal wieder ein paar Tage frei. Und die wollen wir nutzen, um die erste Reise des Jahres zu unternehmen.

   
Ein Highlight dieser Reise: Die Halbinsel von Sirmione mit den frisch
beschneiten Bergen im Hintergrund
 

Das Motto der Reise lautet: Sonne und Wärme suchen! Also haben wir uns erst einmal grob für eine Fahrt über die Alpen in Richtung Gardasee entschieden. Dort werden wir dann sehen, ob die Wärme unseren Erwartungen entspricht oder ob wir dafür einfach noch ein paar Kilometer weiter nach Süden fahren müssen.

Ich habe mir heute auf der Arbeit schon frei genommen, um in aller Ruhe das Wohnmobil einzuräumen und vorzubereiten, während Tina heute noch einen vollen Arbeitstag zu absolvieren hat. Nachdem sie wieder zu Hause ist, brauchen wir noch etwas Zeit, bis wir endlich los können. Aber um 20 Uhr sind wir dann auf der Autobahn.

Der Tag heute war anstrengend und so fahren wir nur noch, bis die Müdigkeit zu groß wird. Auf der Autobahnraststätte Büttelborn an der A67 finden wir einen Platz zum Schlafen.

1. Nacht

Autobahnraststätte Büttelborn an der A 67
freies Stehen
ca. 103 m NN
Tageskilometer: 207

Freitag, 06.04.2012 (Karfreitag) - Für eine Autobahnraststätte war die Nacht ziemlich ruhig und wir schlafen immerhin bis 8 Uhr. Schnell Kaffee gemacht, ein Brot gegessen und schon geht es weiter. Durch das Feiertagsfahrverbot ist die Autobahn herrlich Lkw-frei, so dass man locker durchkommt.

Zum Tanken hatten wir uns wieder die Tankstelle am Fernpass ausgesucht. Nach unseren Erfahrungen vom letzten Jahr war das die günstigste Tankstelle an der österreichischen Teilstrecke. Wir tanken für 1,47 € pro Liter Diesel. Das entspricht ungefähr dem, was heute auch in Deutschland abseits der Autobahnen fällig wäre. Im weiteren Verlauf der Strecke erweist sich, dass die Fernpass-Tankstelle tatsächlich wieder die günstigste war. An den anderen Tankstellen ist der Liter Diesel immer mindestens 2 Cent teurer.

Interessant ist, dass der Karfreitag in Österreich und Italien kein Feiertag ist. Trotzdem gibt es auf den Autobahnen und vor allem auf der Brennerstrecke ein Lkw-Fahrverbot bis 22 Uhr. Dadurch kommen wir prima über den Brenner. Die Autobahn fahre ich zum ersten Mal und bin überrascht, wie schmal die Fahrstreifen sind. Wenn hier so richtig der Urlaubsverkehr abgeht - und noch mit Lkw dazwischen – dann können wir uns gut vorstellen, dass es hier richtig gefährlich werden kann.

Die Fahrt den Brenner hinab ist dann fast wie eine Zeitreise in den Frühling. Oben ist noch alles grau und braun. Irgendwann gibt es dann erste ganz leichte Knospen. Es folgen erste leichte grüne Triebe. Ab Sterzing gibt es dann schließlich auch intensive Baumblüte. Die Apfelplantagen sind weiß von den Apfelblüten. Dabei klettert unser Außenthermometer auf 20 Grad. Ich kann es gar nicht glauben, aber als ich das Fenster öffne und die Hand in den Fahrtwind halte, ist es wirklich angenehm warm. Herrlich!

Als wir in Italien an den ersten Tankstellen vorbeikommen, trauen wir unseren Augen nicht. Der Liter Diesel kostet zwischen 1,70 und 1,75 €. Das war im letzten Jahr noch anders. Da hatten wir in Bozen für 1,43 € getankt, was damals ungefähr dem Preisniveau in Deutschland entsprach. Da scheint sich also durch die Euro-Rettungs-Sparpakete etwas an der Kraftstoffsteuer geändert zu haben.

   
Kraftstoffpreise in
Österreich...
...und in Italien!

Wir haben die Idee, heute nur noch bis zum Stellplatz am Kalterer See zu fahren, weil wir da im letzten Jahr den Urlaub ebenso abbrechen mussten wie Thomas Schneidezahn abgebrochen war – nämlich plötzlich und ziemlich überraschend.

Als wir am Stellplatz ankommen, ist der total überfüllt. Selbst der nebenan gelegene Campingplatz ist so überfüllt, dass die Wohnmobile alle schon draußen auf dem Parkplatz stehen. Und selbst dort ist alles besetzt.

Gleiches gilt auch für den zweiten Campingplatz am See. Nun ist guter Rat teuer. Wir sind schließlich schon den ganzen Tag unterwegs und haben eigentlich so gar keine Lust mehr weiterzufahren.

Wir programmieren einen Kurs in Richtung Gardasee. Doch schon nach kurzer Strecke gibt es in dem Ort Tramin einen Hinweis auf ein Sportgelände. Dort versuchen wir unser Glück. Campieren ist durch Schilder verboten, aber wir wollen ja kein Camping, sondern nur eine Stelle, wo wir über Nacht stehen und in Ruhe schlafen können.

Vor Ort stellen wir fest, dass noch etliche andere Wohnmobilbesatzungen die gleiche Idee hatten. Auf einem geschotterten Parkstreifen direkt neben einer Apfelplantage stehen am Abend dann ein Duzend Wohnmobile zum Übernachten.

2. Nacht

Tramin / Südtirol
Parkplatz am Sportzentrum
freies Stehen
ca. 210 m NN
Tageskilometer: 652

Samstag, 07.04.2012 - Nach den gestrigen Erfahrungen in Kaltern befürchten wir für den Gardasee das Schlimmste. Hier unten ist ja richtige Hauptsaison, und das nur, weil in den meisten deutschen Bundesländern Osterferien sind. Tatsächlich sind es vor allem deutsche Wohnmobile, die man hier unten auf den Stell- und Campingplätzen sieht. Die meisten sind auch mit Kindern unterwegs, also nichts mit den Best-Agern, die alles überfüllen.

Wir überlegen hin und her, wie wir es nun am besten machen. Schließlich entscheiden wir uns, es einfach am Nordende des Gardasees zu versuchen. Im Bereich von Riva und Torbole gibt es mindestens sieben Campingplätze nebeneinander. Da wird doch wohl irgendeiner noch einen Platz für uns frei haben.

   

Zum Vergrößern der Karte hier
klicken!

(Klick auf die Karte führt zur Seite
von Stepmap)

 

Und direkt unser erster Versuch ist von Erfolg gekrönt. Camping „Arco Lido“ hat noch etliche Plätze frei. Wir checken für zwei Nächte ein, da ja jetzt die eigentlichen Ostertage folgen und wir da nicht wieder nach einem Platz suchen wollen. Immerhin dürften ja auch einige reine Wochenendcamper jetzt mit dazu kommen.

Hier in Torbole hat es in der Nacht oder am Morgen offensichtlich sehr heftig geregnet. Überall sind noch große Pfützen und die Campingwiese ist tief und nass. Doch jetzt lacht wieder die Sonne und sicher wird alles in Kürze wieder trocken sein.

Wir richten uns schnell ein und wollen erst einmal in Ruhe einen Kaffee trinken. Dabei stellen wir fest, dass die Steckdosen hier sehr niedrig abgesichert sind. Wenn wir unsere Senseo anwerfen, fliegt sofort die Sicherung raus. Ich frage an der Rezeption nach. Es sind nur 3 Ampere-Sicherungen was einer Stromaufnahme von gerade mal 600 Watt entspricht. Klar, dass hier die Senseo nicht funktionieren kann. So ein Mist. Jetzt müssen wir den Kaffee doch wieder mit heißem Wasser selber aufgießen. Schmeckt auch gut ist aber irgendwie lästig, wenn man eine Kaffeemaschine dabei hat.

Später machen wir einen Spaziergang zur Seepromenade von Torbole. Dabei schauen wir uns auch die anderen Campingplätze und den Wohnmobil-Stellplatz an. Wir sind uns einig, dass wir Glück hatten und den vermutlich schönsten Campingplatz hier in Torbole erwischt haben, was letztlich reiner Zufall war.

   
   
  Spaziergang an der Seepromenade
in Torbole

Am Nachmittag kommt der berühmte Wind auf, der den hiesigen Nordzipfel des Sees zu dem Windsurfing-Hotspot macht. Und während die Windsurfer aufs Wasser eilen, wundern wir uns, wie kalt dieser Wind ist. Irgendwie hatte ich immer gedacht, dass dieser aus Süden kommende Wind warm sein würde. Aber zumindest heute kühlt er einen mächtig aus, wenn man meint, sich im Freien aufhalten zu müssen.

3. Nacht

Campingplatz „Arco Lido“
Torbole / Gardasee
ca. 73 m NN
Tageskilometer: 84

Sonntag, 08.04.2012 (Ostersonntag) - Wir schlafen aus, frühstücken in Ruhe und machen uns dann für eine kleine Fahrradtour auf den Weg nach Riva. Es ist kühler als erwartet und wir ziehen uns lieber noch eine Jacke drüber.

Riva ist vom Campingplatz aus schnell erreicht. Doch irgendwie fällt es uns schwer zu erkennen, worin denn nur der besondere Reiz dieser Stadt liegen soll. Sonderlich gepflegt wirkt das alles jetzt wirklich nicht. Zu allem Überfluss fängt es auch noch an zu regnen und das Stadtbild wird noch trister. Vielleicht tun wir dieser Stadt hier Unrecht, aber unser Geschmack ist das jetzt nicht. Vielleicht haben wir auch nur den falschen Tag erwischt.

   
   
  Kleine Radtour nach Riva

Die Temperaturen sind auf rund 12 Grad zurückgegangen. Das ist immer noch viel mehr, als es heute zu Hause sein dürfte, aber von der erhofften „Großen Wärme“ sind wir auch noch weit entfernt. Die Nordpolarluft wirkt sich eben leider auch hier auf der Alpensüdseite aus.

Wir richten uns also auf einen sehr faulen Bummeltag mit unendlich viel Lesen im Wohnmobil ein. Aber das ist ja auch nicht das Schlechteste und dient ebenso gut der Erholung. Für morgen erhoffen wir uns dann wieder besseres Wetter, zumal es weiter in Richtung Süden gehen wird.

Am Nachmittag wird das Wetter auf einmal freundlicher. Thomas rafft sich auf zu joggen. Die Runde durch Torbole bringt neue Einsichten und fordert geradezu eine anschließende Fahrradrunde, zu der sich Tina leicht überreden lasst. Das Städtchen ist ziemlich chaotisch aber irgendwie doch nett. So kommen wir nach dem üppigen Mittagessen dann doch noch einmal etwas in Bewegung.

   
nochmal Torbole  

4. Nacht

Campingplatz „Arco Lido“
Torbole / Gardasee
ca. 73 m NN
Tageskilometer: 0

Montag, 09.04.2012 (Ostermontag) - In der Nacht soll laut der Campingrezeption das Thermometer auf 3 Grad gefallen sein. Jetzt am Vormittag sind es aber schon wieder 12 Grad.

Wir reisen ab und nehmen die Gardesana Orientale, die Rundstraße an der Ostseite des Gardasees, unter die Räder und fahren Richtung Süden. Der Himmel zieht sich mehr und mehr zu und es geht ein kühler Wind, so dass man kaum Lust hat, sich draußen aufzuhalten.

Wir machen den einen oder anderen Halt an der Strecke, was mit einem Wohnmobil gar nicht mal so einfach ist, weil die meisten Parkgelegenheiten nicht für große Fahrzeuge geschaffen wurden. Der Blick über den See ist durch den zugezogenen Himmel auch nicht sonderlich erbauend, weil alles irgendwie grau in grau aussieht.

   

In Garda machen wir eine richtige Pause und spazieren durch die Stadt. Aber auch hier ist es kalt und die vielen Cafés an der Seepromenade sind alle fast leer und nur ganz selten sieht man mal einen Unverwüstlichen, der trotz der Kälte draußen sitzen möchte. Ansonsten stehen hunderte von Café-Stühlen leer und unbenutzt auf der Promenade herum.

Wir fahren weiter nach Sirmione am Südende des Sees. Das eigentliche Städtchen liegt an der Spitze einer langen, schmalen und in den See hineinragenden Halbinsel. Die Besichtigung haben wir uns für morgen vorgenommen. Heute soll es nur auf den Stellplatz gehen, der vor der Halbinsel direkt am Südufer des Sees liegt.

   
Halbinsel von Sirmione  

Die Lage ist dann auch tatsächlich so spektakulär wie erwartet. Zwischen uns und dem Wasser gibt es nur noch eine Liegewiese - ansonsten geht der Blick über den See auf die dahinter im Norden liegenden Berge.

Es ist der Ostermontag, und es sind noch sehr viele italienische Familien mit ihren Wohnmobilen hier auf dem Platz. Daher ist es zunächst recht eng und wir haben Mühe einen freien Platz zu finden. Aber je später der Nachmittag wird, umso mehr Fahrzeuge reisen ab. Wir stellen das Wohnmobil noch einmal um auf einen frei werdenden Platz und haben nun die beschriebene optimale Aussicht.

Wenn hier schönes Wetter ist, kann man es auf jeden Fall sehr gut länger aushalten.

5. Nacht

Stellplatz Sirmione-Columbare
Gardasee
ca. 73 m NN
Tageskilometer: 74

Dienstag, 10.04.2012 - Sirmione ist von der Lage wirklich eine tolle kleine Stadt und die Altstadt ist auf sehenswerte Weise erhalten. Der Zugang zur Altstadt erfolgt über eine Zugbrücke die zu der alten Burg der Insel gehört.

Hier ist alles genauestens geregelt. Kraftfahrzeuge müssen vor der Altstadt auf den Großparkplätzen abgestellt werden. Selbst unsere Fahrräder dürfen nicht mit in die Altstadt und müssen auf einem extra Fahrrad-Parkplatz zurück gelassen werden.

Bei kühlem, aber sonnigem Wetter machen wir uns an die Erforschung der Stadt. Wir besichtigen als erstes die Burganlage. Auf den 47 m hohen Wehrturm muss ich allerdings alleine steigen, weil Tina ja bekanntermaßen grundsätzlich nicht auf solche Türme klettert. Die Aussicht ist sehr schön und man bekommt einen guten Überblick über die Lage und die Abmessungen der Insel, was dann bei der weiteren Besichtigung auf jeden Fall hilft, um sich nicht in den engen und kleinen Gässchen zu verlaufen.

   
   
   

Ansonsten ist das hier ein kleines Disneyland mit ganz viel für die Touristen zur Schau gestelltem italienisch-mediterranem Flair. Aber das ist ja auch schön. Und so bummeln wir durch die kleinen Gassen und gönnen uns das erste Eis - oder sollte es Gelati heißen? - der diesjährigen Reisesaison.

Zurück auf dem Stellplatz wollen wir noch ein wenig in der Sonne sitzen, lesen und das stellplatzeigene WLan nutzen. Doch schon vor dem Essen zieht der Himmel immer mehr zu. Aus dem blau wird bleiernes grau und die Berge am Nordufer verschwinden mehr und mehr in den Wolken.

Nach dem Essen sieht es hier wieder so richtig trist aus und wir beschließen, da wir eh nicht mehr in der Sonne sitzen können, noch ein Stück weiter zu fahren. Für morgen ist ein Regentag angekündigt und so wollen wir das nah gelegene Verona besichtigen. Also können wir ebenso gut auch schon heute dorthin fahren.

Gesagt getan und nach nur 33 km sind wir auf dem Stellplatz in Verona. Es wird ein ruhiger Abend mit Lesen während es draußen zu regnen anfängt.

6. Nacht

Stellplatz Porta Palio
Verona
ca. 73 m NN
Tageskilometer: 33

Mittwoch, 11.04.2012 - Vom Stellplatz aus können wir locker zu Fuß in die Stadt gehen. Als erstes erreichen wir die im 14. Jahrhundert erbaute Stadtburg Castelvecchio mit der über die Etsch führenden befestigten Brücke Ponte Scaligero.

Danach spulen wir das „übliche“ Besichtigungsprogramm ab, das an vielen historischen Stätten vorbeiführt. Der mit Abstand größte Touristenandrang herrscht aber am „Haus der Julia“, das durch Shakespeares Schauspiel „Romeo und Julia“ zu Berühmtheit gelangte.

   
  Castelveccio, Gedränge um Julia und
Balkon

Im engen Innenhof gibt es ein unbeschreibliches Gedränge. Jeder zückt seine Kamera, um den berühmten Balkon oder die Statue der Julia abzulichten. Am besten natürlich indem man seine Hand auf die rechte Brust der Julia legt, weil das angeblich Glück bringen soll. Jedenfalls ist dieser Teil der Statue schon ganz schön blank und abgegriffen.

   
in Verona - noch vor dem großen Regen  

Ach ja, das Wetter! Am Morgen hatte es hin und wieder mal leicht geregnet. Im Prinzip reichte es, die Kapuze überzuziehen. Aber im Laufe des Tages wird der Regen immer heftiger, bis er schließlich unwetterartige Ausmaße annimmt. Nicht nur werden wir trotz Regenschirmen ziemlich nass und müssen uns bei der Rückkehr im Mobil erst einmal umziehen. Nein, teilweise sind auch die Kanalisationen mit den Wassermassen überfordert und es bilden sich riesige Pfützen auf den Straßen.

Als Fußgänger kann man kaum trockenen Fußes die Straßenseite wechseln. Etliche Autofahrer erkennen die Pfützen erst zu spät oder fahren bewusst in Rallyemanier durch die Wasserlöcher.

   
Überschwemmung in Verona  

Wir entschließen uns, Verona heute schon wieder zu verlassen. Der Stellplatz in Sirmione hatte uns gut gefallen und wir fahren die 33 km wieder zurück. Vielleicht gibt es morgen schon wieder etwas besseres Wetter und wir können den gestern Morgen erlangten ersten leichten Sonnenbrand noch etwas vertiefen.

Im Moment sieht es allerdings nicht so gut aus. Auf den Bergen im Norden liegt neuer Schnee und das ziemlich weit bis nach unten. Aber was soll man machen, wenn halb Europa von einem Schlechtwettergebiet beherrscht wird.

   
Monte Baldo mit etwas Schnee -
das war Vorgestern...
...und nach dem Schlechtwetter-
einbruch

7. Nacht

Stellplatz Sirmione-Columbare
Gardasee
ca. 73 m NN
Tageskilometer: 33

Donnerstag, 12.04.2012 - In der Nacht sind die Wolken abgezogen und es wurde sternenklar und vor allem recht kalt. Am Morgen weht ein starker und stetiger Wind von Norden heran. Er ist so richtig kalt und geht durch und durch. Trotzdem sieht das Wetter rein optisch total klasse aus.

Blauer Himmel und ein fantastischer Blick über den Gardasee nach Norden auf die frisch beschneiten Berge lassen uns den Morgen in aller Ruhe verbummeln. Als sich der Wind auf einmal legt, ist das für die Kite-Surfer sicherlich nicht so schön, aber für uns ist es toll, weil wir uns prima mit den Stühlen in die Sonne setzen können.

So sitzen wir bis nach Mittag, als wir uns dann endlich zum Aufbruch entschließen. Im Wetterbericht war zu erkennen, dass es in den nächsten Tagen hier unten ziemlich schlechtes Wetter geben wird. Dabei war sogar von einem „Italien-Tief“ die Rede. Jedenfalls droht einerseits schlechtes Wetter und andererseits neuer Schnee auf den Bergen, also vor allem auch auf den Pässen.

Über eine Webcam hatte ich gesehen, dass es gestern bereits auf dem Brenner geschneit hatte, und dass dort oben einiger Schnee runtergekommen war. Also ist unsere Idee, heute schon über die Alpen wieder nach Norden, vielleicht sogar direkt wieder bis nach Deutschland rein, zu fahren.

Aber zunächst wollen wir das heute schöne Wetter noch ein wenig auskosten. Wir zuckeln wieder in aller Ruhe an der Ostseite des Gardasees nach oben, dort wo wir vor ein paar Tagen bereits runtergefahren waren.

Aber der Unterschied ist gewaltig. Vor ein paar Tagen hatten wir grauen Himmel mit grauem Wasser. Heute leuchtet alles in frühlinghaften Farben und es gibt eine schöne Aussicht nach der anderen zu genießen.

   
   
   
  Bilder vom Tage

In Malcesine gibt es einen Parkplatz am Seeufer. Wir entrichten unsere Parkgebühr und legen eine größere Pause ein, bei der auch direkt schön gekocht und gegessen wird. Dabei können wir vor dem Mobil auf einem Wiesenstück direkt am Ufer sitzen und die herrliche Aussicht genießen.

Als die Parkzeit rum ist, zieht es uns dann aber auch weiter. Am Nordende des Sees, in Torbole, nehmen wir den direkten Weg zur Autostrada, anstatt wie auf dem Hinweg über Arco und die dazwischen liegenden Berge zu fahren.

Danach geht es eigentlich recht flott voran. Natürlich sind heute auch viele Lkw auf den Straßen unterwegs, aber der Verkehr läuft gut.

Auf österreichischer Seite des Brennerpasses überlegen wir dann, wie weit wir heute noch fahren sollen. Bleiben wir in Österreich oder geht es noch einen Pass weiter? Wir entscheiden uns fürs Weiterfahren und ziehen durch bis Garmisch-Partenkirchen. In Seefeld tanken wir dann wieder. Wir hatten es ohne zu tanken durch Italien geschafft. Immerhin ist der Diesel dort aktuell rund 25 Cent teurer als in Österreich.

Am Stellplatz in Garmisch-Partenkirchen können wir uns heute nicht mehr anmelden, als wir endlich eintreffen. Wir werden die Anmeldung also morgen früh nachholen. Für heute haben wir genug erlebt und gehen zeitig schlafen.

8. Nacht

Stellplatz Alpencamp am Wank
Garmisch-Partenkirchen
ca. 743 m NN
Tageskilometer: 352

Freitag, 13.04.2012 - Noch am Abend hat der angekündigte Regen so richtig eingesetzt. Von den umliegenden Bergen ist nichts zu sehen, da alles in den Wolken hängt.

Beim Bezahlen der Übernachtungsgebühr bekommen wir auch Gästekarten, mit denen wir kostenlosen Eintritt in das Garmischer Alpspitz-Wellenbad bekommen. Da wir sowieso vor hatten, dort mal wieder ein paar Stunden zu verbringen, kommt das sehr gelegen. Der Kurbeitrag für die Gästekarte beträgt 2 Euro pro Person. Dafür sparen wir uns den Hallenbadeintritt von rund 6 Euro pro Person.

Wir fragen uns, warum wir das bisher noch nie in Anspruch genommen haben. Dann kommen wir drauf: Weil wir immer auf dem Campingplatz waren, der direkt hinter der Stadtgrenze liegt und somit schon zu Grainau gehört. Die dortige Gästekarte hat im Garmischer Bad natürlich keine Gültigkeit.

Nach dem (leicht verspäteten) Mittagessen in den Grainauer Gungl Stuben überlegen wir dann nachmittags, wo wir als nächstes hinfahren sollen. Ein Stellplatz an einer Therme wäre schön, schon noch hier in Süddeutschland aber auch nicht zu nah an den Alpen, vor denen sich morgen wieder mal so richtig der Regen stauen soll.

Wir haben einen Prospekt von „TOP-Stellplätze“ und entschließen uns für  den Stellplatz in Bad Saulgau, auch wenn wir vorher sicher nicht hätten sagen können, wo diese Stadt eigentlich liegt. Der Stellplatz hier ist zu unserer Überraschung ziemlich voll. Kaum zu glauben, wie viele Mobile hier so rumstehen.

9. Nacht

Stellplatz Sonnenhoftherme
Bad Saulgau
ca. 622 m NN
Tageskilometer: 267

Samstag, 14.04.2012 - Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg in die Therme und verbringen dort den Vormittag. Am frühen Nachmittag fahren wir weiter.

Dann wird der Entschluss gefasst, auf halber Strecke nach Hause noch einmal einen Zwischenstopp einzulegen und wir landen letztendlich in Ladenburg im Rhein-Neckar-Kreis.

Laut Stellplatzführer soll Ladenburg über eine sehenswerte historische Altstadt verfügen. Wir hatten davon  noch nie gehört und lassen und überraschen. Eine Überraschung, die wirklich positiv ausfällt. Der Altstadtkern ist wirklich sehenswert und wir freuen uns, dass wir hier einen Zwischenstopp eingelegt haben.

   
Panorameansicht vom Marktplatz in Ladenburg  

Es gibt eine alte Stadtmauer, in die einige Häuser mit ihren Außenwänden regelrecht integriert wurden. Zwei Türme könnten so auch in Carcassonne stehen. Der Marktplatz ist von vielen bunten Fachwerkhäusern umgeben. Und auf dem Kopfsteinpflaster rappeln unsere Fahrräder ganz ordentlich.

10. Nacht

Stellplatz beim Freibad
Ladenburg
ca. 97 m NN
Tageskilometer: 304

Sonntag, 15.04.2012 - Heute sind es nur noch 270 km bis nach Hause. Wir bummeln beim Frühstück und fahren dann gemütlich und vor allem vollkommen staufrei, trotz der rabenschwarzen Vorhersagen der sogenannten Verkehrsexperten, nach Hause.

Trip-Info:

Abfahrt Km-Stand: 14.405
Rückkehr Km-Stand: 16.681
gefahrene Km: 2.276
Übernachtungen: 10
Ø-Verbrauch: 10.7 l / 100 km
Ø-Geschwindigkeit: 70 km/h
Fahrzeit: 32'28"

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