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Freitag, 20.07.2012 - An diesem Wochenende planen wir mal eine Tour der anderen Art. Es geht nur bis nach Düsseldorf - und dort an den Unterbacher See mit seinen Naherholungseinrichtungen.

Am Nordufer des Sees gibt es einen Campingplatz, der zwar überwiegend von Dauercampern belegt wird, der aber auch noch ein paar Touristenplätze bereit hält. Ganz im Gegensatz übrigens zu dem Platz am Südufer, wo es ausschließlich Dauercamping gibt.

   
ein Windsurf-Wochenende  

Bei der Anmeldung in der Rezeption gibt es leichte Verwirrung mit unserer Reservierung. Eigentlich hatten wir den Platz mit der Nummer 23 reserviert, der laut Telefonat zu Beginn der Woche, der letzte freie Platz wäre. Doch dann werden wir auf Platz 7 einquartiert, was uns im Prinzip egal wäre, aber am nächsten Morgen dann doch noch einen Umzug erforderlich macht, wie wir dann noch erfahren werden.

Aber warum fahren wir überhaupt auf einen Dauercampingplatz und dann nur 30 km von zu Hause entfernt? Ganz einfach, weil es am Unterbacher See eine Windsurfschule gibt, bei der sich Thomas mal in einem Einsteigerkurs über das Wochenende versuchen möchte.

Allerdings liegt die Surfschule am Südufer, so dass vom Campingplatz aus eine rund 2 km lange oder besser kurze Anfahrt mit dem Fahrrad nötig wird.

Tina dagegen freut sich auf ein total ruhiges Wochenende, an dem sie viel lesen, in der Sonne liegen und vor allem in aller Ruhe wichtige Arbeiten für den Verein am Computer erledigen kann.

Camping Unterbacher See
Düsseldorf
42 m NN
Tageskilometer: 30

Samstag, 21.07.2012 - Ein örtlicher Bäcker hat im Rezeptionsgebäude einen eigenen Raum, von dem aus er von 8 bis 10 Uhr seine Backwaren an die Camper verkauft. So kommen wir ganz einfach an frische Brötchen und beginnen den Tag erst einmal bei blauem Himmel mit einem Frühstück in der Sonne.

Während des Frühstücks erscheint dann die Campingplatz-Besitzerin und bitte uns, wie oben schon erwähnt, doch noch den Platz zu wechseln. Platz 7 ist tatsächlich anderweitig reserviert und am Vorabend ist durch die Aushilfskraft in der Rezeption der Fehler mit der Verwechselung gemacht worden.

Der Platzwechsel ist denkbar einfach, da die Plätze 7 und 23 in einer Doppelreihe direkt aneinander grenzen. Wir brauchen das Wohnmobil nur ein paar Meter nach vorne fahren und stehen dann auf dem richtigen Platz.

Unsere Nachbarn der letzten Nacht sind sichtbar erleichtert. Sie stehen mit einem 8 m Riesenwohnwagen inklusive Riesenvorzelt auf diesen viel zu kleinen Stellplätzen und hatten daher ihre Vorzeltabspannungen bis auf unsere Parzelle gezogen. Merkwürdigerweise waren sie dann noch stinkig, weil wir zu diesen Abspannungen nach deren Geschmack dann wohl nicht genug Platz gelassen hatten.

Jedenfalls trifft im Laufe des Vormittags dann die nächste 8 m  Wohnwagenbesatzung dieser Großfamilie ein, wobei es insgesamt vier Riesenwohnwagen an diesem Wochenende werden.

Sie stehen später so eng da, dass sie selber nicht mehr richtig durch ihre Zelte und Wohnwagen hindurch gehen können. Naja, aber das sind halt so die Erlebnisse, wenn man sich auf einen Campingplatz in der Hauptsaison wagt.

Viel wichtiger ist aber eigentlich, dass der Surfkurs um 10 Uhr planmäßig beginnt. In einer Gruppe von 11 Anfängern geht es relativ schnell aufs Wasser. Nach ersten Balanceübungen auf dem Brett, wird die richtige Starttechnik in einem „Simulator“ an Land erklärt und demonstriert.

   
Surfsimulator an Land  

Und kaum zu glauben, aber mit den richtigen Erklärungen und dem passenden Material für uns Anfänger gelingt es allen auf Anhieb loszusurfen. Außerdem ist der Wind genau passend für unsere Anfängerübungen und es stellen sich schnell bei allen die ersten Erfolgserlebnisse ein.

Nach mehreren Stunden auf dem Wasser ist es dann aber auch gut und alle sind erschöpft, glücklich und voller Vorfreude auf den nächsten Tag, während abends schon der erste Muskelkater beginnt.

Camping Unterbacher See
Düsseldorf
42 m NN
Tageskilometer: 0

Sonntag, 22.07.2012 - Insgesamt war das Wetter gestern nicht so besonders warm. Nach dem blauen Himmel beim Frühstück hatte sich selbiger schnell mit Wolken zugezogen. Es blieb zwar trocken und es gab auch immer wieder sonnige Phasen, aber es wurde nicht wirklich warm.

Heute beginnt der Tag wie gestern und nach dem Frühstück zieht sich der Himmel wieder zu, aber am späteren Vormittag reißen die Wolken wieder auf und es wird richtig sonnig und angenehm warm.

Beim Ausfahren der Markise stellen wir fest, dass sich die Befestigungsschraube des vorderen Stützbeines gelöst hatte und selbiges lose in dem Markisengehäuse drin liegt. Es gelingt, die Schraube wieder lose einzudrehen, aber ganz fest bekommen wir die Schraube nicht, weil man die Schraube nur sehr schlecht und mit einem Schraubendreher gar nicht erreicht. Zum Glück haben wir morgen sowieso einen Werkstatttermin beim Wohnmobilhändler Josuweck in Witten. (Dort wurde das Standbein dann auch wieder richtig befestigt, wobei die Markise an der Seite leicht zerlegt werden musste.)

Beim Surfen gibt es heute eine Flaute und nur ganz selten mal geht ein leichter Luftzug über den See. Die Trainer sind ebenso sehr frustriert wie wir. Windsurfen ohne Wind macht eben nicht wirklich Sinn. Trotzdem nutzen wir jede Luftbewegung, um doch noch ein wenig zu üben. Aber das Ganze ist sehr langweilig und auch ermüdend.

   
der Unterbacher See ist ein Segler-
und Surfrevier - leider heute mit
viel zu wenig Wind
 

Naja, immerhin haben wir aber so die Gelegenheit, auch noch ein wenig Theorie zu absolvieren, was ja auch nicht unwichtig ist. Die Begrifflichkeiten für die verschiedenen Kurse in Bezug zur Windrichtung, der Unterschied zwischen Wende und Halse oder aber die Vorfahrtregeln auf dem Wasser wurden interessant vorgetragen.

Trotzdem ist am Nachmittag „die Luft raus“ und Thomas radelt zurück zum Campingplatz. Platz 7 ist mittlerweile auch von einem 8m Wohnwagen besetzt. Weil er aber zu lang für den Stellplatz ist, ragt nun die Deichsel weit in unseren Platz hinein und befindet sich nur wenige Zentimeter hinter unserem Heck.

Das wiederum ist relativ blöd, weil wir mit den Vorderrädern auf den Auffahrkeilen stehen und eigentlich dort wieder rückwärts runter müssten. Der Dauercamper-Nachbar von gegenüber hat jedoch noch einige Gehwegplatten neben seinem Wohnwagen liegen. Damit wird eine Abfahrt nach vorne runter von den Keilen gebaut, so dass wir dann doch den Platz verlassen können.

Die Entsorgungsecke für Wohnmobile ist praxistauglich angelegt und wir nutzen den Bodeneinlass, um noch das Abwasser loszuwerden. Danach geht es dann wieder auf die kurze Strecke zurück nach Hause. Unterwegs macht sich dann auch schon das erste leichte Ziehen eines Sonnenbrandes bei Thomas bemerkbar. Prima, der heutige Tag auf dem Wasser hat also Spuren hinterlassen.

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