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Mittwoch, 31.10.2012 - Heute brechen wir nochmal zu einer kleinen Wochenendtour auf, um den Feiertag mit dem Brückentag zu nutzen. Allerdings handelt es sich um eine eher unspektakuläre kleine Reise, die vor allem etwas Ruhe bringen soll.

   

Foto: Wikipedia - Holger Weinandt

So tolles Wetter hatte wir leider nicht
am südlichsten Punkt dieser Reise, dem
Deutschen Eck

 

Abfahrt ist, wie schon so oft, am späten Nachmittag nach der Arbeit. Zum Glück konnten wir schon in den letzten Tagen die meisten Vorbereitungen durchführen.

Heutiges Ziel ist der Stellplatz in Urmitz, bei Koblenz, am Rhein. Den kennt die Reisemobilwelt vor allem aus den einschlägigen Zeitschriften und Stellplatzführern, wo er durch Fotos von seiner einmaligen Lage und Anlage auffällt und sich positiv von der Masse der Stellplätze abhebt. Die einzelnen Stellflächen sind im Halbkreis direkt am Rheinufer angeordnet, so dass man von jedem der Plätze einen schönen Blick auf den Rhein hat. Allerdings ist der Halbkreis relativ klein - mit Platz für nur 14 Reisemobile.

Auf der Anfahrt sind wir daher nicht besonders optimistisch, so spät noch einen freien Platz vorzufinden. Bei der Einfahrt zu dem Platz scheint sich unsere Befürchtung zu bewahrheiten. Es ist eine Kette quer über dem Weg gespannt. Doch wir erkennen, dass man die selber öffnen und wieder schließen kann.

Zu Fuß gehen wir vor, um den Platz zu erkunden. Und wir können unser Glück kaum fassen, dass tatsächlich noch genau ein Platz frei ist. Nur wenige Sekunden nach uns war ein zweites Mobil in die Einfahrt eingebogen. Doch diese Mobilisten haben Pech. Nun ist nichts mehr frei. Puhhh, das war knapp.

1. Nacht
SP Urmitz / Rhein
73 m NN
Tageskilometer: 127

Donnerstag, 01.11.2012 (Allerheiligen) - Am Vormittag gibt es noch die versprochenen Sonnenstrahlen, während sich der Himmel ab Mittag mehr und mehr zuzieht und so langsam auch Regen mitbringt.

Wir machen eine schöne kleine Wanderung bis nach Koblenz, wo wir uns im dortigen Kinopolis den neuen Bondfilm "Skyfall" anschauen. Unterwegs waren wir zweimal falsch abgebogen und brauchen für die Strecke rund anderthalb Stunden.

Als der Film zu Ende ist, regnet es und wir beschließen, bei diesem Wetter und der Dunkelheit nicht wieder zu Fuß zurückzugehen und wollen ein Taxi bestellen. Im Kino lösen wir damit eine kleine Hektik aus. Ein Taxi scheint hier noch niemand benutzt zu haben. Kaum zu glauben, aber durchaus möglich, weil es hier ein großes kostenloses Parkhaus gibt, so dass die Anfahrt perfekt auf Pkw-Fahrer ausgerichtet ist.

Mit dem Taxi sind wir in wenigen Minuten wieder am Stellplatz. Wir machen uns schnell etwas zu essen, da wir beide ziemlich hungrig sind.

2. Nacht
SP Urmitz / Rhein
73 m NN
Tageskilometer: 0

Freitag, 02.11.2012 - Dank des Stellplatz-Brötchenservice hängen unsere Brötchen in einer Tüte am Außenspiegel des Mobils als wir aufstehen.

Nach dem Frühstück erledigen wir mal wieder die Ver- und Entsorung, die dank der modernen und durchdachten Anlage des Stellplatzes auch sehr gut klappt. Danach fahren wir nach Koblenz. Wir wählen den etwas außerhalb gelegenen Stell- und Parkplatz für Wohnmobile, den die Stadt Koblenz dort angelegt hat. Von dort sind es rund 2 km bis zum Deutschen Eck, also wirklich problemlos zu Fuß zu bewältigen.

Der Weg führt an der Mosel entlang. Auf dem anderen Moselufer sehen wir den ehemaligen Campingplatz "Am Deutschen Eck", der mittlerweile ein reiner Wohnmobilstellplatz ist. Und obwohl noch jede Menge Wohnmobilisten auf Reisen sind und der Parkplatz vor dem Stellplatz mit Mobilen vollgestellt ist, hat der Stellplatz selber mit seinen Versorgungseinrichtungen seit Oktober geschlossen. Für uns ist das völlig unverständlich. Solch einen Stellplatz ohne Not zu schließen ist irgendwie total widersinnig. Natürlich kann der Platz nicht bei Hochwasser geöffnet bleiben, aber wir Mobilisten sind doch gerade in solchen Situaitonen in der Lage, den Platz schnell zu verlassen. Also warum lässt man sich hier so viele Einnahmen entgehen? Unverständlich!

Ab dem Deutschen Eck gehen wir dann weiter am Rhein entlang bis zum Kurfürstlichen Schloss. Insgesamt kann man wohl sagen, dass die Bundesgartenschau der Stadt sehr gut getan hat. Überall hat man Hand angelegt und Verschönerungsmaßnahmen ergriffen. Die ganze Stadt macht einen frischen, modernen und sympathischen Eindruck. Auch die Seilbahn, die nun vom Deutschen Eck zur Festung Ehrenbreitstein führt, finden wir gelungen. Damit ist Koblenz für die nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte gut gerüstet.

Durch das Schloss und den Garten schlendern wir weiter in die Innenstadt. Die Fußgängerzone bietet die üblichen Geschäfte. Am Ende landen wir im Bereich der Altstadt wieder an der Mosel. Auf gleichem Weg wie einige Stunden zuvor, gehen wir zum Mobil zurück.

Nächstes Ziel ist der Stellplatz in Andernach. Er liegt ebenfalls direkt am Rhein und wir nutzen ihn, um dort unsere verspätete Mittagspause einschließlich Mittagessen einzulegen.

In Brohl nehmen wir die Autofähre auf die rechte Rheinseite und fahren weiter nordwärts. In der Nähe von Königswinter liegt das Örtchen Niederdollendorf, wo wir an der Autofähre nach Godesberg einen Parkplatz finden. Eigentlich ist das Parken nur mit Pkw und Motorrädern erlaubt, aber wir wollen es heute mal riskieren, hier zu übernachten. Auf jeden Fall ist das hier wieder ein schöner Platz zum Schiffe gucken.

3. Nacht
Parkplatz Niederdollendorf
Rheinfähre Bad Godesberg
66 m NN
Tageskilometer: 80

Samstag, 03.11.2012 - Am Morgen stehen wir mit Wecker auf, da wir heute den überwiegenden Tag in der Badmintonhalle in Bonn-Beuel verbringen werden und dort auf jeden Fall einen Parkplatz mit unserem großen Gefährt finden wollen.

Also fahren wir schnell zum nächsten Bäcker und dann direkt weiter zur Badmintonhalle. Dort sind wir fast die ersten und haben nun noch mehr als genug Zeit, um in aller Ruhe zu frühstücken, bevor wir zu dem Turnier in die Halle müssen.

Das Turnier geht fast den ganzen Tag, doch am Nachmittag verlassen wir die Halle immerhin noch bei Tageslicht. Heute wollen wir dann nur noch bis nach Remagen auf den dortigen Stellplatz am Rheinufer. Doch als wir dort ankommen, sind wir wenig begeistert, denn es hat in den letzten 24 Stunden sehr viel geregnet und die hiesigen Stellflächen sind auf Grasboden, in dem man schon zu Fuß ganz ordentlich einsinkt.

Wir trauen uns nicht, mit dem Mobil auf eine dieser nassen Flächen zu fahren, zumal tiefe Fahrspuren auf vergangene Dramen schließen lassen. Und überhaupt wären wir die einzigen Nutzer dieses Platzes, da alle Stellflächen frei sind. Das muss doch wohl einen Grund haben, oder?

Also suchen wir im Stellplatzführer nach anderen Stellplätzen in der Nähe und entschließen uns für den rund 6 km entfernten Platz in Bad Bodendorf bei Sinzig. Dieser Platz ist ein Treffer, auch wenn er natürlich nicht am Rheinufer liegt. Aber mittlerweile ist es sowieso dunkel und wir haben wenig Antrieb noch irgendetwas zu unternehmen.Und für den gemütlichen Abend im Mobil ist der Stellplatz eh zweitrangig.

4. Nacht
Stellplatz Bad Bodendorf
70 m NN
Tageskilometer: 43

Sonntag, 04.11.2012 - Für heute haben wir kein Programm mehr. Wir schlafen lange und frühstücken ausgiebig und in aller Ruhe.

Danach nutzen wir die Entsorgungsfläche des Stellplatzes, um direkt alle Wassertanks und -leitungen winterfertig zu entleeren. Das komplette Entleeren ist irgendwie immer ein Problem, weil ich auch beim Ablassen von Frischwasser immer ein schlechtes Gewissen habe, weil andere ja nicht wissen können, dass es sich nur um Trinkwasser und nicht etwa irgendwelche Schmutzwässer handelt. Diese Entsorgung, diesmal in nur kurzer Entfernung von zu Hause, so dass wir es in einer Etappe dorthin schaffen, ist sehr angenehm und wir fahren entspannt nach Hause. 

Tageskilometer nochmal: 97

Trip-Info:

Abfahrt Km-Stand: 25.449
Rückkehr Km-Stand: 25.796
gefahrene Km: 347
Ø-Verbrauch: 10,2 l / 100 km
Ø-Geschwindigkeit: 56 km/h
Fahrzeit: 6 h 05 m

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