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Freitag, 25.07.2014

Freitag, 25.07.2014 - Dies wird nur eine kurze Wochenendtour. Und wenn der Besuch im Expo-Camp auf unserer letzten Tour nach Kelheim dem Besuch einer Camping-Kathedrale entsprach, dann planen wir diesmal den Besuch im Camping-Vatikan, nämlich der Fa. Obelink bei Winterswijk kurz hinter der Deutsch-Niederländischen Grenze.

Dazu wollen wir uns aber ohne Stress den Samstag vornehmen, so dass wir ganz in der Nähe auf den Campingplatz De-Twee-Bruggen fahren, um dort zwei Nächte zu verbringen.

Dieser Platz liegt wirklich so nah am Obelink, dass man dort auch locker mit dem Fahrrad rüberfahren könnte. Wir haben diesmal aber unsere Fahrräder nicht dabei, weil wir mit Emil dorthin fahren werden. Das aus dem Grund, weil wir uns nämlich mal nach einem neuen Campingtisch umschauen wollen und den, wenn wir fündig werden sollten, nicht auf einem Fahrrad transportieren können.

Ansonsten planen wir für die beiden Tage auf dem Campinggelände vor allem einmal nichts zu tun. Der Platz selber sollte eigentlich alles bieten, was wir so brauchen. Aus diesem Grund wird De-Twee-Bruggen beim ADAC auch in der Liste der europäischen Spitzenplätze "Best 2014" geführt.

Aber erst einmal müssen wir von zu Hause los. Am heutigen Freitag kommen wir beide schon mittags von der Arbeit weg und halten auf dem Nachhauseweg kurz am Lebensmittelmarkt, um dort die frischen Lebensmittel einzukaufen.

Um 2 Uhr geht es dann, schon mit Emil, zum nahegelegenen Discounter, um noch die restlichen Vorräte fürs Wochenende aufzufüllen. Danach sind wir dann auch schon auf der A3 in Richtung Norden unterwegs. Im Ruhrgebiet setzt so langsam der übliche Stau ein, aber mit zwei Stunden Fahrtzeit für die 120 km sind wir eigentlich noch ganz gut durchgekommen. Und auch die kurzen Regenschauer unterwegs können uns die Laune nicht verderben.

Der Campingplatz ist fast komplett ausgebucht. Ich hatte gestern noch schnell eine Stellfläche telefonisch reserviert. Dabei sagte mir die freundliche Dame mit dem lustigen Akzent am Telefon, dass es insgesamt nur noch einen XL-Komfortplatz und vier freie WoMo-Plätze gäbe.

Mit der Reservierung für einen der WoMo-Plätze auf der sicheren Seite checken wir aber problemlos ein. Natürlich ist solch ein Campingplatz mitten in der Hauptsaison kein billiges Vergnügen. Aber wir werden sicherlich Gelegenheit haben, uns auch entsprechend Gegenleistung in Form von Erholung zu sichern.

Nach unserer Ankunft ist am Stellplatz alles schnell an seinem Ort und das Wochenende kann beginnen. Da wir das Mittagessen hatten ausfallen lassen, sind wir beide recht hungrig und beginnen direkt erst einmal mit dem Verspeisen der eben eingekauften, frisch gebratenen Hähnchenschenkel.

So gesättigt, schließen wir direkt einen ersten Verdauungsspaziergang in Form einer Orientierungsrunde auf dem Campinggelände an. Der Platz selber ist eine komplette Freizeitanlage. Es gibt hier kein besonderes touristisches Umfeld wie Berge oder Meer. Trotzdem ist ein kompletter Urlaub nur hier auf dem Gelände möglich, weil die Anlage selber die Attraktion ist. Das gilt zumindest für Familien mit kleineren Kindern.

Wie wir es auch schon von anderen holländischen Campingplätzen kennen, gibt es hier auf dem Gelände keine kleinkarierten, markierten und abgegrenzten Parzellen, sondern große Wiesenflächen. Die Wohnwagen und Zelte stehen auf den Wiesen außen herum und in der Mitte gibt es immer viel freie Fläche und meistens auch Sandkästen und Spielgeräte. Dort treffen sich vor allem die Kinder um gemeinsam in Sichtweite der Eltern zu spielen. So können sich die Eltern auch einfach mal zurücklehnen und die Kinder machen lassen.

Daneben ist der Platz total eben, so dass alle Kinder ständig mit Fahrrädern und allen möglichen anderen Gefährten unterwegs sind. Außerdem gibt es noch einen großen zentralen Sand- und Wasserspielplatz, so richtig herrlich zum Spielen im Matsch, was die Kinder sichtlich sehr genießen.

Ein Freibad mit Rutsche und ein eigenes Hallenschwimmbad gehören auch noch zu dem Gelände. Außerdem natürlich alle möglichen Sportfelder, ein Restaurant und ein Imbiss sowie ein gut sortierter Supermarkt.

Während unseres Rundgangs kommt auch die Sonne wieder raus, so dass wir nach unserer Rückkehr an unserem Platz Tisch und Stühle rausstellen und relaxen.

Gegen Abend lässt auch jeglicher Wind nach und wir können eine Runde Badminton bzw. Federball auf der Wiese spielen. Nach dreiwöchiger Trainingspause wegen der Sommerferien, in denen unsere Halle gesperrt ist, macht das mal wieder richtig Spaß.

Insgesamt erinnert uns der Platz hier sehr stark an den Campingplatz auf Urk, zu dem wir mit unseren damals kleinen Kindern über mehrere Jahre gefahren sind. Warum sind wir damals eigentlich so weit gefahren, immerhin ungefähr die doppelte Strecke, wo dieser Platz hier doch so nahe gelegen hätte?

1. Nacht
Winterswijk
Camping „De Twe Bruggen“ *****
Tageskilometer: 128

Samstag, 26.07.2014

Samstag, 26.07.2014 - Gegen Morgen tröpfelt leichter Regen auf Emils Dach und wir lassen uns von dem Geräusch so richtig schön nochmal in den Schlaf einlullen und stehen erst relativ spät auf.

Nach dem ausgiebigen Frühstück geht es dann zum Obelink. Dort verbringen wir einige Stunden und bummeln durch fast alle Hallen. Fast deshalb, weil wir uns die Halle mit dem Tierzubehör ersparen.

Leider ist es so, dass wir unser Hauptziel heute nicht erreichen. Wir finden keinen Tisch, der alle unsere Anforderungen erfüllt. Die Tische haben alle ganz gute Ansätze und erfüllen Teile unseres Anforderungskatalogs, aber keiner ist wirklich perfekt. Daher entscheiden wir uns, dass wir unter diesen Umständen auch unseren alten Tisch weiter nutzen können. Aber die Suche geht weiter. Irgendwann finden wir unseren perfekten Campingtisch, der die richtige Größe hat, stabil aber nicht zu schwer ist und der verstellbare Tischbeine mit einem einfach zu bedienenden und gleichzeitig haltbaren Verstellsystem hat.

Eine Zeit lang spielen wir auch mit dem Gedanken, eine Isolierhaube für das Dukato-Führerhaus zu kaufen, die von außen über die Fenster gelegt wird. Irgendwann wird so etwas fällig werden, da wir bei kühlerem Wetter immer viel Kondenswasser an der Innenseite der Frontscheibe haben. Aber heute sagen uns die angebotenen Hüllen nicht so richtig zu und wir lassen auch hier die Finger davon.

Am Ende haben wir erstaunlich wenig Sachen im Einkaufswagen, dafür dass wir mal wieder so lange in dem Laden unterwegs waren. Vor allem einige Teile, die Tina als Bestellung für ihre Arbeitskollegen mitbringen sollte, liegen im Wagen. Die waren nämlich alle hellhörig geworden, als sie am Freitag erzählte, wohin unsere Wochenendreise gehen sollte.

Vielleicht noch erwähnenswert wären die "Elefantenschuhe", die wir für die Heckstützen gekauft haben. Bisher hatten wir die Dinger immer lose mitgeführt, nun hängen sie immer einsatzbereit an den Stützen selber.

Während unseres Bummels gibt es draußen einen sehr heftigen Gewitter-Regenschauer. Doch er ist vorbei, als wir wieder nach draußen gehen. Und er bleibt auch der einzige Schauer des heutigen Tages.

Die Wolken halten sich aber noch etwas, so dass wir nach unserer Rückkehr am Stellplatz die Markise vorsichtshalber als Regendach herausfahren. Doch das erweist sich als unnötig, bzw. eben doch als nötig, aber mit der Markise in ihrer eigentlichen Bestimmung, nämlich als Sonnenschutz.

Habe ich übrigens schon erwähnt, dass die Einfahrtschranke des Campingplatzes eine Kamera mit automatischer Kennzeichenerkennung hat? Man braucht nur vorzufahren und die Schranke öffnet sich von alleine - tolle technische Spielerei.

Unerwähnt blieb bisher auch, dass das ganze Gelände mit WLan versorgt ist. Am gestrigen Tag konnten wir uns dort locker anmelden und Mails laden, bzw. im Internet surfen. Heute ist der Zugang dann aber leider gesperrt und es wird ein Passwort von uns verlangt. In der Rezeption erfahre ich, dass man die Zugangsdaten kaufen muss. Das ist ein echter Wehmutstropfen. WLan-Zugang ist heutzutage doch eigentlich eine Standarddienstleistung, die zu jedem Campingplatz als Inklusiv-Angebot gehören sollte wie die Nutzung von Toiletten und Duschen. Vor allem bei den Übernachtungspreisen ist es wirklich kleinlich und unnötig, so etwas extra zu berechnen.

Zum nachmittäglichen Kaffeetrinken gibt es Apfeltaschen, die man mittels Willkommensgutschein mit Rabatt im Supermarkt bekommt.

Außerdem haben wir uns mit den beliebten "gevolde Koeken" eingedeckt. Eine Art Keks-Teig mit Marzipanfüllung und normalerweise mit einer Mandel als Deko obendrauf. Und natürlich müssen wir für die Kinder zu Hause den echten holländischen Vla mitbringen, mit dem wir uns ebenfalls im Supermarkt eindecken.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir wieder mit rumgammeln und einem ausgiebigen Nachmittagsschläfchen.

Als die Sonne dann so richtig rauskommt, peile ich mal die Lage am Freibad. Aber nicht nur der Campingplatz ist komplett gefüllt, auch das Freibad ist pickepacke voll. Es gibt sozusagen nur noch Stehplätze im Wasser.

Den Abend verbringen wir dann mit Grillen und wiederum einer weiteren Runde Badminton spielen.

2. Nacht
Winterswijk
Camping „De Twe Bruggen“ *****
Tageskilometer: 9

Sonntag, 27. Juli 2014

Sonntag, 27. Juli 2014 - Wir müssen den Platz bis 12 Uhr verlasen haben, was wir trotz Ausschlafen, gemütlichem Frühstück, Noch etwas Lesen und der üblichen Entsorung unserer Abwasserbehälter locker schaffen.

Danach geht es dann auch schon wieder auf die Heimfahrt. Die Autobahn ist diesmal ziemlich leer, so dass die Rückfahrt nur anderthalb Stunden dauert.

Zu Hause ist Emil dann schnell wieder in den Ruhezustand versetzt. Wir hatten ja wirklich nicht viel dabei für diese zwei Tage. Da ist schnell wieder aufgeräumt.

Tageskilometer nochmal: 127

gefahrene Km: 264

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