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Sonntag, 18.10.2015 - Am späten Vormittag fahren wir nach dem Frühstück von zu Hause los. Die Autobahn ist leer und wir kommen gut voran. Unser heutiges Ziel, Geesthacht, liegt etwas elbaufwärts von Hamburg. Es gibt eine Schleuse, so dass die Elbe hier noch ein reiner Flusslauf ist. Erst unterhalb von Geesthacht ist der Wasserstand der Elbe tideabhängig.

Im Nieselregen unternehmen wir noch einen Spaziergang durch den Ort. Doch hier ist am Sonntag, zumal bei dem Wetter, nur wenig los. Immerhin bekommen wir einen ersten Eindruck vom Fachwerkbau in dieser Region.

Wir lesen, dass es der Stadt Geesthacht finanziell sehr gut geht. Dies liegt wohl vor allem an den Einnahmen aus dem Kernkraftwerk Krümmel, das nur ein paar hundert Meter oberhalb der Stadt steht. Jedenfalls macht sich die gute finanzielle Lage der Stadt auch im Erscheinungsbild bemerkbar. Alles wirkt gut in Schuss und ist sauber und gepflegt.

Auf dem Stellplatz stehen wir heute als einziges Mobil. Die Stromsäule enthält noch ein unverbrauchtes Guthaben von einem Euro, so dass wir für die Nacht nur 50 Cent nachwerfen müssen.

201510181. Nacht
Geesthacht
Stellplatz „Alter Schiffsanleger 777“
9 m NN
Tageskilometer: 428

 

Montag, 19.10.2015 - Der Morgen beginnt damit, dass ich in den Ort gehe, um dort Brötchen zu holen. Da wir diesmal ohne Fahrräder unterwegs sind, dauert das ein wenig, da ich erst in der Fußgängerzone eine geöffnete Bäckerei finde.

Mittlerweile hat der Nieselregen aufgehört und es sind erste Wolkenlücken am Himmel auszumachen. Vielleicht wird das Wetter heute ja doch ganz gut.

Später fahren wir die 39 Kilometer bis zum Fischmarkt nach Hamburg. Auch hier stehen wir direkt im „Schiffekino“ an der Elbe und haben freie Sicht auf einen Teil des Hafens. Der Stellplatz ist allerdings ein ganz normaler Parkplatz ohne jegliche Einrichtung speziell für Wohnmobile.

Für 14 Euro pro Nacht steht man hier allerdings so zentral, wie es zentraler in Hamburg nicht geht. Allerdings muss man natürlich auch wissen, dass diese zentrale Lage auch eine gewisse Lärmbelastung mit sich bringt, und zwar auch durch die Nacht.

Übrigens kann man sich fragen, warum wir nicht schon gestern zur Übernachtung hierher gefahren sind. Der Grund dafür ist einfach. Sonntags findet der berühmte Hamburger Fischmarkt statt, so dass der Parkplatz an diesem Tag gesperrt ist.

hamburg und unterelbe 5 20151025 1102489168Nachdem wir uns eingerichtet haben, brechen wir auf zu den Landungsbrücken. In der dortigen Touristeninfo holen wir uns die Hamburg-Card, mit der wir alle Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs nutzen können, auch die verschiedenen Hafenfähren.

Wir steigen in die U-Bahn und fahren genau eine Station weit zur Station an der alten Speicherstadt. hier geht es dann ins Miniatur-Wunderland, wobei uns die Hamburg-Card hierbei auch wieder einen Preisnachlass bringt.

hamburg und unterelbe 8 20151025 1376758326Wir überlegen, wann wir zuletzt hier waren und kommen darauf, dass es nun schon acht Jahre her sein muss, also seit 2007. In dieser Zeit hat sich natürlich vieles verändert. Das fängt schon mit der Wartezeit vor der Ausstellung an. Früher gab es hier nur eine Warteschlange. Mittlerweile werden Wartenummern vergeben und man kann sich in einem extra Wartebereich aufhalten oder auch zwischendurch nochmal etwas anderes erledigen, wenn man Karten für eine spätere Uhrzeit kauft.

Wir entscheiden uns für die nächsten freien Wartenummern und müssen rund 50 Minuten warten, die wir im Wartebereich verbringen. Dazu gibt es hier freie Getränke und wer möchte kann sich auch etwas als Imbiss kaufen.

hamburg und unterelbe 11 20151025 1306196979Schließlich sind wir an der Reihe und machen uns an die Besichtigung. Dabei fangen wir mit den Anlagenteilen an, die es 2007 noch nicht gab. Das wäre zuallererst also der Bereich der Schweiz, der hier über zwei Etagen geht, so dass man das ganze aus vielen unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann.

Dann natürlich das Bayrische Thema und vor allem der große Flughafen, auf dem zwar keine Züge fahren, wo aber trotzdem sehr viel Bewegung durch die Flugzeuge und auch viele Modellautos entsteht.

Insgesamt dauert unsere Runde viel länger als wir vorher gedacht hätten. Nach rund 3 ½ Stunden sind wir endlich durch und stellen fest, dass nicht mehr viel Tageslicht übrig ist.

hamburg und unterelbe 15 20151025 1111494923Mit der U-Bahn geht es wieder zu den Landungsbrücken. Von dort nehmen wir die Hafenfähre der Linie 62, die zu unserem Stellplatz fährt. Wir steigen jedoch nicht aus, sondern fahren einfach noch ein Stück weiter in Richtung Finkenwerder und schauen uns dabei den Hafen an. Das ist zwar keine Hafenrundfahrt, aber man bekommt trotzdem eine Menge zu sehen.

In einem Gebäude am Ufer wird eine Live-Sendung vorbereitet. Heute Abend wird von hier aus der „ARD-Check“ gesendet. Die großen LED-Bildschirme, die die Studiokulisse bilden, sind von der Fähre aus gut zu sehen.

Dann wird es schnell immer dunkler. Wir verlassen die Fähre an der nächsten Station und fahren mit der Gegenfähre zurück zum Fischmarkt, wo wir den restlichen Abend mit Lesen im Mobil verbringen.

201510192. Nacht
Hamburg
Stellplatz „Fischmarkt“
6 m NN
Tageskilometer: 39

 

Dienstag, 20.10.2015 - Schon gestern hatten wir erfahren, dass heute hoher Besuch im Hafen erwartet wird. Das Kreuzfahrtschiff „Queen Mary 2“ besucht zum 50. Mal Hamburg. Es wird am Vormittag erwartet und soll abends mit einem Feuerwerk wieder auslaufen.

hamburg und unterelbe 16 20151025 1012684366Das Einlaufen der QM2 verläuft jedoch sehr unspektakulär. Sie kommt am frühen Morgen, als es noch dunkel ist, und kaum jemand bekommt mit, was für ein Koloss durch den Hafen schippert. Dazu kommt, dass die Elbe zurzeit nicht überall tief genug für dieses große Schiff ist. Daher macht der Ozeanriese nicht wie beim Hafengeburtstag am Cruise-Center in der Nähe der neuen Hafencity fest. Stattdessen fährt er in eines der hinteren Hafenbecken, die von den Landungsbrücken aus nicht einzusehen sind.

Immerhin, Tina ist morgens schon wach und sieht durch ihr Fenster das riesige Schiff auf dem Weg zu seinem Liegeplatz. Durch den schwarzen Rumpf sieht man allerdings vor allem eine große Menge von Lichtpunkten von den Positionslichtern und aus den Fenstern, die sich irgendwie auf dem Wasser bewegen.

Als wir später dann aufstehen, ist das Schiff erstmal aus der direkten Sicht verschwunden.

Für das abendliche Feuerwerk bei der Ausfahrt aus dem Hafen werden wir keine Zeit haben, denn wir haben für heute Abend Karten für das Musical „König der Löwen“. Dazu würden wir unseren Emil gerne direkt neben dem Musical-Theater auf dem dortigen Parkplatz abstellen und die nächste Nacht am Elbufer auf der anderen Seite verbringen.

hamburg und unterelbe 18 20151025 1754996345Obwohl der Parkplatz von unserem jetzigen Standort nur ein paar hundert Meter entfernt ist, müssen wir komplett um den Hafen drumherum fahren, um dorthin zu gelangen. Dabei nutzen wir die Gelegenheit zur Entsorgung an einem anderen Stellplatz im Osten der Stadt am Depot der roten Doppeldecker Stadtrundfahrtbusse. Auch wer dort nicht übernachtet, kann gegen eine Gebühr die dortige Entsorgung nutzen.

Auf der Fahrt zum Südufer werden wir durch eine gesperrte Straße zu einem Umweg gezwungen, so dass der Bogen noch größer wird als gedacht. Dafür kommen wir später dann aber auch am Liegeplatz der QM2 vorbei und können von der Landseite aus noch ein paar Fotos schießen.

Am Musical-Theater dann die Enttäuschung. Zwar ist eine Übernachtung möglich, doch wir müssten ein Parkticket ziehen, das am Ende dann 42 Euro für 24 Stunden kosten würde. Naja, soviel ist uns der Stellplatz dann doch nicht wert. Leider war es im Vorfeld nicht möglich, im Internet zuverlässige Informationen über die dortige Übernachtungsmöglichkeit zu erhalten. Es waren nur Hinweise zu finden, dass so etwas früher einmal für eine Nacht für die Musicalgäste möglich war. Nun aber eben nicht mehr. Und die einzige Telefonnummer, die Tickthotline, hat natürlich keine Infos zu dem Thema.

hamburg und unterelbe 21 20151025 1497608604Also fahren wir zurück zum Fischmarkt und stellen uns dort wieder hin. Mit der Fähre und der U-Bahn geht es dann zum Rathaus und zur Innenalster. Wir durchwandern die dortigen Shoppingmeilen, doch das ist alles nicht unsere Preiskategorie und vor allem auch nicht unbedingt unser Geschmack.

Mit weniger Schickimicki soll es ja auf der Mönckebergstraße zugehen, so dass wir die Richtung wechseln und Kurs dorthin nehmen.

Unterwegs stellen wir fest, dass es schon wieder recht spät ist und eigentlich Zeit für einen Mittagsimbiss wäre. Wir kommen an einem Lokal vorbei, das einen guten Eindruck macht und setzen uns rein, um erstmal gut zu Mittag zu essen.

Danach überlegen wir, wie wir die verbleibende Zeit einteilen sollen. Wir entscheiden uns, jetzt doch nicht mehr zur Mönckebergstraße weiter zu gehen, sondern stattdessen, was wir uns für diese Reise fest vorgenommen hatten, eine Stadtrundfahrt mitzumachen.

Wir stellen fest, dass es nicht nur die eine Stadtrundfahrt gibt, sondern dass man gleich vier oder fünf verschiedene Routen bzw. Themen abfahren kann. Wir entscheiden uns für den Klassiker, die Linie A, also einmal die Altstadt und die dortigen bekannten Sehenswürdigkeiten.

Außerdem geht es auch an der Alster durch das bekannte Villenviertel, das ebenfalls nicht unsere Preisklasse ist. Aber es mal gesehen zu haben, ist trotzdem sehr interessant.

Wir verlassen den Bus am Ende direkt an der Haltestelle Fischmarkt und sind damit auch direkt wieder am Wohnmobil. Hier lassen wir Rucksack und andere für das Musical unwichtige Sachen zurück und fahren wiederum mit der Fähre zu den Landungsbrücken.

hamburg und unterelbe 26 20151025 1406841376Wir haben noch etwas Zeit und setzen uns in ein Cafe bis wir mit einem der Musical-Shuttle auf die andere Seite übersetzen. Das Musical selber ist toll gemacht und wir genießen die Vorstellung. Die Geschichte vom König der Löwen zu erzählen, ist hier aber wohl nicht erforderlich, oder? ;-)

Der Rückweg mit dem Shuttle und danach mit der Fähre läuft völlig problemlos. Und bei dieser letzten Fahrt werden wir dann tatsächlich auch einmal in diesen zwei Tagen von Kontrolleuren nach unserem Fahrschein gefragt. Natürlich hatten wir auch heute wieder die Hamburg-Card dabei.

201510203. Nacht
Hamburg
Stellplatz „Fischmarkt“
6 m NN
Tageskilometer: 34

 

Mittwoch, 21.10.2015 - Direkt gegenüber vom Fischmarkt befinden sich zwei Trockendocks, in denen sich auch zwei Frachter zur hamburg und unterelbe 27 20151025 2024365454Wartung/Reparatur befinden. Am Morgen wird das linke Trockendock geflutet und der doch recht große Frachter namens „Panter Max“ wird von den Hafenschleppern herausgezogen und durch den Hafen manövriert.

hamburg und unterelbe 28 20151025 1481375998Nach dem Frühstück wollen wir Hamburg verlassen. Diesmal nehmen wir den neuen Elbtunnel, also die A7, um auf die Südseite der Elbe zu gelangen.

Wir fahren nach Finkenwerder zum dortigen Airbus-Werk. Es gibt die Möglichkeit einer Werksbesichtigung und wir versuchen unser Glück, ob wir vielleicht ohne Voranmeldung an einer Führung teilnehmen können.

Doch im dortigen Reisebüro, von dem die Führungen organisiert werden, erfahren wir, dass es heute keine freien Besucherplätze mehr gibt. Vermutlich durch die im Norden immer noch andauernden Herbstferien sind auch die nächsten Tage bereits komplett ausgebucht. Das war also nichts.

hamburg und unterelbe 32 20151025 1780326746Weiter geht die Fahrt am Außenzaun des Werkes entlang. Dabei kommen wir an einem Aussichtshügel vorbei, von dem aus man natürlich das Naturschutzgebiet auf der einen Seite betrachten kann. Aber für die meisten ist auf der anderen Seite der Blick auf die Start- und Landebahn sowie einige Werkshallen viel interessanter.

Dort sehen wir den Airbus „Beluga“ halb aus einer Halle herausragen. Mit diesem Spezialumbau werden vorgefertigte Bauteile der Airbusse zwischen den Standorten in Europa hin und her transportiert.

hamburg und unterelbe 35 20151025 1689216360Während wir also so dastehen und uns umschauen, fährt der Beluga auf einmal aus der alle heraus, wendet und rollt zur Startbahn. Wir können unser Glück kaum fassen, als er, ohne lange Aufhebens zu machen, Gas gibt und sich direkt vor uns in den Himmel erhebt. Na dann, schönen Gruß nach Toulouse.

hamburg und unterelbe 38 20151025 1658059858Als wir uns kurz danach wieder auf den Weg zum Parkplatz machen, kommt ein weiteres Großflugzeug zur Startbahn gerollt. Es ist ein nagelneuer Airbus 380-800 der Fluggesellschaft Emirates. Sollte der auch gleich hier abheben?

Wie die anderen Besucher des Aussichtshügels auch, drehen wir nochmal um. Das wollen wir nun genauer wissen. Und tatsächlich, auch der A380 rollt mal eben zum Start, gibt Gas und hebt ebenfalls direkt vor uns ab.

Natürlich sind wir begeistert. In ein paar Minuten zwei Starts miterleben zu können, empfinden wir als etwas sehr Besonderes. Per WhatsApp wird natürlich vor allem unser flugbegeisterter Sohn mittels Video und Fotos über das Ereignis unterrichtet.

Zufrieden, dass wir keinen Platz in einer Werksführung erhalten haben und dabei die beiden Starts verpasst hätten, fahren wir weiter.

hamburg und unterelbe 43 20151025 1084106805Unser unviersaler Deutschland-Städteführer des ADAC weis zu berichten, dass sich unter anderem das nächste Städtchen am Weg durch einen schönen Stadtkern mit vielen Fachwerkhäusern auszeichnet. Also suchen wir uns in dem Ort namens Jork einen Parkplatz und machen einen kleinen Spaziergang.

Tatsächlich gibt es hier schöne Fachwerkhäuser, die aber so ganz anders sind, als die Häuser bei uns im Bergischen Land. Das Fachwerk ist weiß und die Kammern sind mit roten Backsteinen gefüllt. Leider ist es zum Fotografieren nicht wirklich sonnig genug. Aber auf jeden Fall hat der ADAC-Städteführer Recht mit seiner Behauptung, dass dies hier sehr hübsch aussieht.

hamburg und unterelbe 47 20151025 1270855252Wir sind nun im Alten Land. Die Gegend ist als riesiges Obst- und vor allem als Apfel-Anbaugebiet bekannt. Tina kommt auf die Idee, hier einmal nach ihrer Anti-Apfelallergie Sorte zu suchen. Wir werden wirklich fündig. In dem Hofladen des "Herzapfelgut" gibt es die Sorte, so dass Tina direkt einmal zwei große Tüten voll einkauft.

Weiter geht es an der Elbe entlang. Wir kommen an einem Stellplatz vorbei, der schön gelegen ist und ebenfalls Schiffekino erlaubt, wo uns aber irgendwie zuviel Remmidemmi mit Bikertreff und zwei Frittenbudenwagen herrscht.

hamburg und unterelbe 52 20151025 1179556373Einen weiteren Stellplatz gibt es in Twielenfleth am Fährhaus. Hier werden wir dann über Nacht bleiben. Bis es dunkel wird, kommen einige große Schiffe vorbei. Das riesige Containerschiff „Arctic Ocean“ hatten wir am Morgen schon in Hamburg gesehen. Es ist ja immer etwas Besonderes, wenn man alte Bekannte wiedersieht. :-)

Das verspätete Mittagessen machen wir im Mobil. Für den Nachtisch gehen wir aber ins Cafe „Fährhaus“ nebenan. Auf der aushängenden Karte hatten wir „Apfelstrudel mit Vanilleeis“ entdeckt. Da können wir natürlich nicht widerstehen.

201510214. Nacht
Stade-Twielenfleth
Stellplatz „Fährhaus“
4 m NN
Tageskilometer: 65

 

Donnerstag, 22.10.2015 - Der Stellplatz hier ist ja sehr schön gelegen, aber doch sehr weit ab vom Schuss. Daher starten wir heute wieder ohne Frühstück und kaufen die Brötchen unterwegs ein.

Wir wollen heute mal eine Runde Schwimmen gehen. Das Freizeitbad „Solemio“ in Stade bietet sich dafür geradezu an, weil wir hinterher auch noch die Stadt besichtigen wollen.

Das Schwimmbad ist ziemlich voll. Zum einen sind in Niedersachsen Herbstferien und viele Familien mit Kindern sind unterwegs, zum anderen findet gerade eine Wassergymnastik für Senioren statt, bei der rund 50 Senioren im Hauptbecken des Schwimmbades turnen.

Wir versuchen, erst etwas zu Schwimmen und gehen dann ins Solebecken. Nach dem Ende der Gymnastik wird es hier aber auch extrem voll und von der „Ruhezone“ ist keine Rede mehr. So gehen wir also noch ausgiebig duschen, damit heute unser Badezimmer im Mobil trocken bleiben kann.

hamburg und unterelbe 60 20151025 1174142178Der Wohnmobilplatz Stades liegt am anderen Ende der Stadt. Wir Ent- und Versorgen, parken und gehen zu Fuß in die Innenstadt. Leider haben wir heute leichten Nieselregen und die Sonne lässt sich auch in den Regenpausen einfach nicht blicken.

Dabei ist die Altstadt von Stade wirklich sehr sehenswert. Offenbar sind die englischen und amerikanischen Bomberverbände auf ihrem Weg nach Hamburg über diese kriegsunwichtige Stadt immer nur hinweg geflogen, ohne hier ihre Last abzuwerfen. Dadurch blieb hier sehr viel schöne Original-Bausubstanz erhalten.

Vor allem der alte Hafen mit seinem hölzernen Laufradkran und den anliegenden alten Häusern liegt sehr malerisch.

hamburg und unterelbe 63 20151025 1689555896Im sogenannten Schwedenspeicher ist ein Museum eingerichtet, das über die Stadtgeschichte informiert. Dabei geht es schon mit der Frühzeit los. Aus der Bronzezeit stammt ein besonderer Fund von vier großen gegossenen Bronzerädern.

Später gehörte Stade dem Hansebund an, wurde aber von diesem wieder ausgeschlossen als die Stader Kaufleute Geschäfte mit den falschen Leuten, nämlich den Engländern, machten. Die direkten Konkurrenten aus Hamburg setzten sich hier durch und nutzten dies, um Stade als Konkurrent an der Elbe endgültig hinter sich zu lassen.

Wir finden ein nettes Lokal am alten Hafen und so bleibt heute in Stade nicht nur das Bad trocken, sondern auch die Küche kalt.

Später fahren wir zu einem weiteren Stellplatz vor dem Deich. Doch der ist leider seit dem 01.10. für das Winterhalbjahr geschlossen, so dass wir hier heute nicht bleiben können.

Also machen wir nun einen größeren Sprung noch bis nach Cuxhafen. Am dortigen Fährhafen in der Nähe der „Alten Liebe“ gibt es das Schiffekino schlechthin. Hier ist der Treffpunkt für die Schiff-Spotter in Norddeutschland. Gefühlt im Minutentakt kommen hier die dicken Pötte vorbei.

Wir treffen erst mit dem letzten Tageslicht ein und bekommen noch einen Platz in der ersten Reihe, allerdings recht weit seitlich vom „Hauptkino“ entfernt. Immerhin können wir von hier aus aber auch die meisten Schiffe sehen.

201510225. Nacht
Cuxhafen
Stellplatz „Alte Liebe“
4 m NN
Tageskilometer: 136

 

Freitag, 23.10.2015 - Tina hat sich gestern Abend noch den Rücken verknackst und sich einen Hexenschuss eingehandelt. Aus diesem Grund machen wir uns heute nach dem Frühstück (Bäckerservice am Stellplatz) wieder auf den Heimweg.

Tageskilometer nochmal: 411

Trip-Info:

Abfahrt Km-Stand: 55.380
Rückkehr Km-Stand: 56.471
gefahrene Km: 1.091

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