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Unbenannt 1Sonntag, 11.09.2016 - Heute geht es endlich mal wieder mit unserem Emil auf Urlaubsreise. Kaum zu glauben, dass er über den ganzen Sommer zur besten Reisezeit hat stehen müssen. Aber Tina und ich mussten leider durcharbeiten, damit unsere jüngeren Kollegen mit ihren Familien und Kindern die Ferienzeit nutzen konnten.

Das machen wir natürlich gerne, weil wir uns sowieso angewöhnt hatten, in der Nebensaison zu verreisen. Aber dass wir diesmal noch nicht einmal ein Wochenende hinbekommen, das hatten wir so auch nicht erwartet. Aber neben der Arbeit gab es auch viele private Termine, die ein Verreisen verhinderten.

Umso mehr freuen wir uns auf diese Reise. Und weil wir über den Sommer keine Urlaubstage verbraucht hatten, können wir diesmal rund dreieinhalb Wochen unterwegs sein. Wegen privater Termine unmittelbar vor und nach der Reise übrigens auch „nur“ dreieinhalb Wochen, denn insgesamt hätten wir eigentlich viereinhalb Wochen Urlaub.

Wegen des bei uns verpassten Sommers haben wir uns vorgenommen, diesmal den Sommer im September und Oktober zu suchen. Dafür solle es relativ weit nach Süden gehen. Ursprünglich hatte ich auch mal an Kroatien gedacht. Doch weil es so weit östlich um diese Jahreszeit schon gegen 19 Uhr dunkel wird, hatten wir uns für ein westlicheres Reiseziel entschieden.

Die Costa Brava und Costa Blanca liegen so weit im Westen, dass es dort abends rund eine Stunde länger hell bleibt. Das finden wir sehr schön, um auch abends noch draußen zu sitzen.

Wir starten also am Sonntagmorgen, allerdings erst so gegen 10 Uhr. Es geht auf die Autobahn und wir fahren und fahren. Kurz vor Lyon suchen wir uns dann einen Stellplatz, damit wir noch bei Tageslicht den Platz für die Nacht einnehmen können.

Insbesondere auf den französischen Autobahnen sind wir heute richtig gut vorangekommen. Wir schaffen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 101 km/h an diesem Tag. So einen Wert hatten wir wohl noch nie.

Dafür müssen wir natürlich auch einen entsprechenden Preis zahlen. 39,40 Euro an Maut werden heute fällig.

201609111. Nacht
La Chapelle de Guinchay
Stellplatz
175 m NN
Tageskilometer: 726

 

Montag, 12.09.2016 - Heute geht es wieder auf die Autobahn. Wir wählen die Route über Clermont-Ferrand und die A75 mit dem bekannten Viadukt von Millau.

20160912 100819Die Streckenführung erinnert teilweise an den Nürburgring und hat viele Geschwindigkeitsbeschränkungen wegen der vielen ungewöhnlich engen Kurven. Trotzdem kommen wir wieder super voran. Bis Clermont-Ferrand werden auf der noch relativ neuen A89 19,90 Euro an Maut fällig.

IMG 20160915Danach ist die A75 kostenlos, nur für das Viadukt wird Maut erhoben. Wir sparen zwar mindestens eine Stunde an Fahrzeit, werden dafür aber mit 14,60 Euro zur Kasse gebeten. Aber immerhin hat sich Tina getraut, mit über die Brücke zu fahren, was sicherlich nicht selbstverständlich ist.

20160912 181257Von den zwei Tagen auf der Autobahn wollen wir uns direkt erst einmal erholen. So suchen wir uns einen schönen Campingplatz direkt am Meer aus, wo wir für drei Nächte einchecken. Dabei nehmen wir uns schon jetzt vor, dass wir nichts Großartiges unternehmen wollen. Statt dessen wollen wir uns wirklich nur ausruhen.

 

201609122. Nacht
Le Serignan-Plage
Camping Yelloh!
1 m NN
Tageskilometer: 542

 

20160913 113944Dienstag, 13.09.2016 - Tatsächlich legen wir heute einen Bummeltag ein. Natürlich gehen wir zum Meer, das mir angenehm warm vorkommt und auch zum Schwimmbad auf dem Campinggelände.

Ansonsten unternehmen wir wirklich nichts Besonderes. Übrigens ist das auch für die nächsten drei Wochen unser Konzept. Wir wollen diesmal nicht besonders viel und aufregendes unternehmen, sondern die Erholung durch Nichtstun in den Vordergrund stellen.

Mal sehen wie uns das gelingen wird. Vermutlich wird uns das irgendwann zu langweilig und wir werden sicherlich auch die eine oder andere Besichtigung unternehmen. Aber geplant ist das zur Zeit jedenfalls nicht.

201609133. Nacht
Le Serignan-Plage
Camping Yelloh! Village
1 m NN
Tageskilometer: 0

 

Mittwoch, 14.09.2016 - Gestern kamen Mitarbeiter des Campingplatzes zu jedem Stellplatz und händigten allen Campern eine Wetterwarnung von Meteofrance aus. Und zwar wurden für die Nacht heftige Gewitter mit Starkregen und Sturmböen vorhergesagt.

Wir nehmen die Warnung ernst und packen Campingtisch und -stühle in die Heckgarage, obwohl es abends wirklich nicht nach Regen aussieht. Bei Sonnenuntergang haben wir immer noch schönen blauen Himmel.

Mitten in der Nacht ging das Unwetter dann tatsächlich los und am Morgen ist alles nass und die Wege voller Pfützen. Da es heute den ganzen Tag weiterregnen soll, brechen wir von hier einen Tag früher als geplant auf und fahren weiter in Richtung Spanien.

Dabei wollen wir nicht über die Autobahn fahren, sondern schön über Landstraßen bummeln. Im Prinzip nicht schlecht diese Idee, doch rund um Beziers stehen wir voll im Stau, unter anderem auch deshalb, weil uns unser „super“ Navi Snooper Ventura S7000 (Bloß nicht kaufen!!!) mal wieder völlig anders leitet, als wir uns das vorgestellt haben.

In der Gegend von Narbonne kommen wir in extrem starke Regenschauer. Gut so, denn so werden die vielen toten Fliegen vom Bug abgespült.

Beim Überqueren des Grenzgebirges stehen wir auf der Passstraße ebenfalls im Stau. Wir vermuten einen Unfall oder eine Baustellenampel. Doch tatsächlich ist es einfach das extrem hohe Verkehrsaufkommen, das den Stau verursacht. Auf dem Pass gibt es nämlich Duty-Free- und Outlet-Shopping und auf den riesigen Parkplätzen ist kaum noch etwas frei. Also staut es sich hier mehrere Kilometer den Pass herunter.

Auf der anderen Seite in Gegenrichtung dann das gleiche Spiel. Kaum zu fassen, was hier so an Zigaretten und alkoholischen Getränken aus den Läden geschleppt wird.

Für heute haben wir uns einen Campingplatz in der Nähe des Massiv di Montgri ausgesucht. Doch bei der Besichtigung macht der Platz einen tristen und wenig einladenden Eindruck, so dass wir nochmal umplanen und einen nahegelegenen Wohnmobilplatz ansteuern. Die Anfahrt zu diesem Platz wirkt auch nicht besonders einladend, weil man kurz vor dem Platz an einem Schrottplatz vorbei muss, doch auf dem Stellplatz bekommt man davon nichts mehr mit. Dafür haben wir einen freien Blick auf die Berge des Montgri.

201609144. Nacht
Bellcaire d‘Emporda
Stellplatz Massis del Montgri
13 m NN
Tageskilometer: 243

 

Donnerstag, 15.09.2016 - In der Nacht gab es nochmal heftigen Regen. Doch am Morgen ist der Spuk vorbei und es scheint wieder die Sonne.

Wir haben beschlossen, dass wir einen weiteren Sprung die Küste hinunter machen werden. Und zwar verlassen wir die Costa Brava, fahren an Barcelona vorbei und nehmen einen Campingplatz an der Costa Daurada kurz hinter Tarragona.

Insgeheim hoffen wir, dass es hier so schön sein könnte, dass wir es vielleicht auch länger aushalten können. Und tatsächlich bietet der Platz alles, was man zum täglichen Urlaubsleben so braucht - und auch so einiges, was man eigentlich nicht braucht, was aber auch nicht verkehrt ist - zum Beispiel beheizte Meerwasser-Whirlpools.

Mit unserer ADAC-Campcard sparen wir etliche Euros, können uns aber andererseits nur in bestimmten Platzbereichen niederlassen. Wir finden eine sehr schöne und große Stellfläche, wo wir uns nach dem Checkin einrichten.

Das WLan ist hier leider nicht kostenlos. Doch schon am Nachmittag sind wir uns sicher, dass wir so lange hier bleiben werden, dass sich die relativ günstige 7-Tage-Zugang lohnen wird. Gesagt getan und das 7-Tage-Ticket gekauft. Jetzt ist auch klar, wie lange wir mindestens hier bleiben werden.

Bei unserer Ankunft herrscht übrigens noch Sonnenschein. Doch wie so oft bringen wir auch hierher den Regen mit. Und am Abend fängt es auch hier in diesem heißen und trockenen Teil Europas an zu regnen. Im Prinzip sieht es hier jetzt auch nicht anders aus als in der Bretagne.

201609155. Nacht
Mont-roig del Camp
Camping La Torre del Sol
0 m NN
Tageskilometer: 262

 

Freitag, 16.09.2016 bis Donnerstag, 22.09.2016 - Heute fängt also eine reine Erholungswoche an, in der wir sicherlich im Meer, im Schwimmbad und in den Whirlpools baden werden. Außerdem werden wir bestimmt auch den einen oder anderen Ausflug zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen.

Wenn etwas Besonderes passiert wird hier natürlich berichtet, aber im Vordergrund wird wohl eher das Nichtstun stehen.

20160916 160740 Das Stehen unter Palmen ist sehr angenehm, weil es zu jeder Tageszeit immer einen Mix von Sonne und Schatten gibt.
"Unsere" Palme 20160916 130857
20160916 160719 nur ein kurzer Weg und wir sind am Strand
Wir haben die Wahl: Baden im Meer... 20160916 160858
20160916 161758 ... oder in den Pools ...
... oder in den beheizten Meerwasser-Whirlpools 20160917 130821 
20160916 161444 Nur wer durch diese schmale und niedrige (3,1m) Unterführung passt, kommt auf diesen Campingplatz
Der kleine Supermarkt des Campingplatzes ist gut sortiert und bietet alles, was man zum täglichen Leben so braucht ... 20160917 123543
20160917 123620   ... und nebenan gibt es alles, was der Tourist so an Krimskrams braucht
Die Angler werfen abends vom Strand aus ihre Leinen aus. Noch besser geht es, wenn man den Haken mit einer ferngesteuerten Flug-Drohne ein paar hundert Meter rausfliegen und dort abwerfen lässt 20160917 181320
20160920 124421 Eine Fahrradtour ins nahe Mont-roig führt teilweise über Schotterwege.
In der historischen Altstadt erhebt sich die große Kirche über die Dächer 20160920 124402
20160920 130535 Gasse in der Altstadt von Mont-roig
Die Portalseite der Kirche 20160920 130747
20160922 120851 Nach einer Woche hat sich der Platz merklich geleert. Wo letzte Woche noch alle Plätze belegt waren, sieht man nun bereits größere Lücken in den Reihen.

 

201609166. bis 12. Nacht
Mont-roig del Camp
Camping La Torre del Sol
0 m NN
Tageskilometer: 0

 

Freitag, 23.09.2016 - Wir wollen heute nochmal ein Stückchen weiter in Richtung Süden fahren. Ziel ist ein Campingplatz, dessen Name so ähnlich klingt wie der des Platzes, den wir nun verlassen: Torre la Sal 2. Die "2" ist kein Tippfehler, sondern offenbar wichtig zur Unterscheidung der vielen Plätze, die dort alle "Torre la Sal" heißen. Jedenfalls klingt die Beschreibung im Campingführer für den Nr. 2-Platz am vielversprechendsten.

20160923 095815Bei der Ausfahrt von unserem letzten Platz macht Tina mal ein paar Fotos von der Durchfahrt in der Bahnunterführung. Dabei wird noch deutlicher, wie knapp die Zufahrt bemessen ist. Die diversen Unfallspuren an den Kästen mit den Versorgungsleitungen, die oben links und rechts durch die Unterführung gelegt sind, machen deutlich, dass sich hier schon so mancher verschätzt hat. Auch für uns ist das relativ knapp und nur durch Emils geringere Gesamthöhe von 2,79m passen wir da gut durch. Wenn hier wirklich ein Fahrzeug mit knapp 3,1m durchfährt, muss der Fahrer oben an den Seiten schon sehr aufpassen.

Die heutigen 146 km fahren wir überwiegend auf der Autobahn, so dass wir gut und schnell ankommen. Die Landschaft ist relativ langweilig und vor allem macht alles einen sehr trockenen Eindruck.

20160923 173143Unser Ziel liegt an der sogenannten Costa del Azahar, was soviel bedeutet wie Küste der Orangenblüte. Tatsächlich kommen wir unterwegs an einigen Orangenplatagen vorbei, die aber unserer Meinung nur existieren können, weil sie künstlich bewässert werden.

Am Abend ballen sich die Wolken dann mehr und mehr zusammen und es gibt schließlich noch ein ordentliches Gewitter. Okay, so kann man seine Orangenbäume auch bewässern. Allerdings ist das nicht unsere bevorzugte Art.

2016092313. Nacht
Ribera de Cabanes
Camping Torre la Sal 2
9 m NN
Tageskilometer: 146

 

Samstag, 24.09.2016 bis Donnerstag, 29.09.2016 - So, hier bleiben wir also jetzt wieder ein paar Tage. Es gibt wieder alles, was man so zum täglichen Leben braucht. Der Platz selber ist extrem geordnet und offenbar nicht gewachsen, sondern am Reißbrett geplant worden. Die Stellflächen sind alle schön im Schachbrettmuster in Reih und Glied angeordnet. Die Wege sind befestigt und werden ständige irgendwie gereinigt. Da alles hier Einbahnstraßen sind, gibt es auch extra markierte Fahrradwege, die auch in Gegenrichtung benutzt werden dürfen.

Ansonsten sind wir hier jetzt aber endgültig an der Küste der Überwinterungs-Rentner angekommen. Die meisten Gäste sind im sehr fortgeschrittenen Alter und wir senken hier den Altersdurchschnitt deutlich. 

20160923 133454 Eines der drei Schwimmbäder des Platzes lässt sich überdachen und ist so ganzjährig zu nutzen
Nr. 2 bietet Entspannungsmöglichkeiten und eine Bar in der Mitte des Pools 20160923 134934
20160923 135625 In Nr. 3 kann man in Ruhe Bahnen schwimmen. Die Rutschen im Hintergrund am Kinderbecken stören dabei nicht.
Einen Strand gibt es hier natürlich auch, wobei es sehr langsam und flach ins Wasser geht 20160923 141205
20160925 171342 Keine Hotels, sonderen Ferienwohnungen. Trotzdem Betonklötze, da ändern auch die hübschen Palmen nichts dran. Sie ziehen sich am Ufer südlich vom Campingplatz entlang.
Eigentlich ganz schön hier 20160925 171754
20160926 123725 Eingang zur Fußgängerzone von Marina d'Or
Paella "Mixte" - Wie das mit der Gamba geht, muss ich mir aber erst einmal erklären lassen. 20160925 184110
20160926 130338 An einem anderen Tag, diesmal mit Wolken, ein Ort noch weiter südlich, das gleiche Bild
Holzstegweg zwischen Meer und Campingplätzen... 20160928 115720
20160928 115926 ... und dazu erstaunlich lang
Der eigentliche Ort "Torre la Sal" ist ein kleines Fischerdörfchen - und das neben den riesigen Ferienanlagen 20160928 121104
20160928 121246 ... und nicht nur mit Sandstrand, sondern auch mit Felsen
Ein Tiefdruckgebiet über Algerien bringt hier starken Wind vom Wasser her 20160928 150457b
vlcsnap 2016 09 28 17h38m42s331 .. dazu mit ordentlichen Wellen fast wie am Atlantik - nur mit viel wärmeren Wasser
Nur eine Gruppe Flamingos, die hier vorbei fliegt vlcsnap 2016 09 28 17h08m23s074

2016092914 bis 19. Nacht
Ribera de Cabanes
Camping Torre la Sal 2
9 m NN
Tageskilometer: 0

 

Freitag, 30.09.2016 - Nach einer Woche hier auf dem Campingplatz geht es heute wieder ein Stück in Richtung Norden zurück, denn so langsam müssen wir uns Gedanken um unsere Heimfahrt machen. Wir hatten überlegt, ob wir nicht noch eine Nacht in Nordspanien verbringen. Dann hatten wir uns aber eintschieden, doch bis nach Frankreich durchzufahren.

20160930 160410Hier gibt es noch ein besonderes Ziel für uns. Und zwar den Zoo "Reserve Africaine de Sigean". Schon als wir in den letzten Jahren hier unten in der Gegend um Narbonne unterwegs waren, fielen uns die großen Plakate auf, die fast überall, sogar noch bis nach Nordspanien hinein, für den Zoo Werbung machen.

Dabei erging es uns wie den meisten Menschen, mit denen wir über diese Werbung gesprochen hatten. Nämlich zwei Gedanken kommen einem direkt beim Anblick dieser Plakate. Zum einen "Boah, wie kitschig" und "Was soll mich das angehen?".

Doch diesmal sehen wir die Plakate mit anderen Augen. Denn in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Frankreich erleben" gibt es einen ausführlichen Bericht über diesen Zoo, der uns sehr neugeirig gemacht hat.

Man muss sich diesen Zoo nämlich nicht als normalen Zoo mit Tieren in Käfigen vorstellen. Sondern die Tiere bewegen sich in sehr großen Gehegen, während sich die Zoobesucher in Käfigen befinden und damit durch den Zoo fahren. Bei diesen "käfigen" handelt es sich um die Pkw der Zoobesucher. Man fährt in einem Teil des Zoos also mit dem eigenen Pkw eine ca. 6,5 km lange Strecke ab, so dass das Ganze eher an eine Safari als an einen Zoo erinnert.

Dieses Konzept kommt mir bekannt vor, denn der Safariepark in Schloß Holte-Stukenbrock zwischen Bielefeld und Paderborn hat in dieser Hinsicht das gleiche Konzept.

Allerdings ergeben sich doch ein paar Unterschiede Zum einen ist das mal die Größe des Geländes. Hier in Sigean sind es rund 300 Hektar, im Gegensatz zu 65 Hektar in Stukenbrock. Der Berliner Zoo umfasst dagegen nur 35 Hektar und gilt trotzdem als der artenreichste Zoo der Welt. In Berlin sind es rund 17.000 Tiere und hier in Sigean "nur" 3.000 Tiere.

20160930 165759Schon dieser Vergleich von Fläche zu Tieranzahl macht deutlich, dass es sich bei dem Reserve Africaine um etwas Besonderes handelt. In unserer Vorstellung, werden wir also viele fast wilde Tiere in fast natürlicher Umgebung in der schönen südfranzösischen Landschaft zu sehen bekommen.

Damit das morgen auch klappt, geben wir den direkt an den Zoo angrenzenden Campingplatz als heutiges Ziel in das Navi ein.

Die Fahrt über die mautpflichtigen Autobahnen in Spanien und Frankreich ist wie immer entspannend. Für einen deutschen Autobahnnutzer ist es kaum vorstellbar einfach über Stunden den Tempomat anzuschalten und immer gleichmäßig dahinrollen zu können. Und dabei schafft man einen Stundenschnitt, von dem man in Deutschland nur träumen kann.

Wir kommen also relativ früh in Sigean an und müssen erst einmal unsere erschöpften Vorräte auffüllen. Die Tankstelle am Supermarkt nimmt leider nur Kreditkarten, so dass wir weiterfahren, um uns eine Tankstelle mit Kassenhäuschen zu suchen.

Doch leichter gesagt als getan. Wir finden keine andere Tankstelle. Ein vager Hinweis auf eine Total-Tankstelle führt uns regelrecht in die Irre. Schließlich haben wir Sigean einmal durchquert und umrundet und keine weitere Tankstelle mehr gefunden. Da die Tankanzeige schon sehr weit unten steht, möchten wir aber unbedingt noch heute tanken, damit uns morgen im Reserve, womöglich mitten im Löwengehege, nicht der Sprit ausgeht.

Wir fahren also die paar Kilometer weiter nach Narbonne. Unterwegs gibt es keine Spur einer Tankstelle. Dann kommen wir in Narbonne an ein Einkaufzentrum, wo wir vor Jahren schon einmal getankt hatten. Doch auch hier ist das Kassenhäuschen geschlossen und es gehen nur Kreditkarten.

Mittlerweile war die Restspritanzeige von 60 km auf 50 km heruntergegangen und schließlich ganz ausgegangen. Mit dem Handy suchen wir jetzt nach einer anderen Tankstelle. Und tatsächlich ein paar Straßen weiter liegt etwas versteckt eine Esso-Tankstelle. Doch auch hier, Tanken nur mit Kreditkarte.

Ich krame einen 50er aus meinem Portemonnaie und bitte einen Franzosen, für uns mit seiner Kredikarte zu tanken. Der schaut zwar zuerst etwas irritiert und prüft auch erst einmal die Echtheit des Geldscheines. Doch dann hilft er uns zum Glück und wir können den Tank zumindest wieder über halbvoll machen.

Doch nun geht es endlich zu dem Campingplatz. Von den hinteren Plätzen kann man sogar schon auf das Zoogelände schauen. Wir nehmen allerdings einen Platz im vorderen Bereich, wo die Stellflächen doch etwas gerader sind und freuen uns nun auf unseren morgigen Zoobesuch.

2016093020. Nacht
Sigean
Camping La Grange Neuve
13 m NN
Tageskilometer: 538

 

Samstag, 01.10.2016 - Nach dem Frühstück geht es direkt zum Reservat. 32 Euro Eintritt werden hier pro Person fällig. Dafür halten wir uns hier dann aber auch vier Stunden auf.

Wir fahren durch die verschiedenen Unter-Reservate, die alle mit sich vertragenden Tieren ausgestattet sind. An vielen Stellen wurde frisches Stroh verteilt, so dass sich etliche Tiere rund um diese Nahrungsplätze aufhalten. Wir kommen uns wirklich fast so vor, wei bei einer Safari.

20161001 103009 20161001 104613 20161001 105642
20161001 110039 20161001 110107 20161001 110631
20161001 110644 20161001 110714 20161001 111654
20161001 114625 20161001 120951   

Höhepunkte sind sicherlich die Durchfahrten durch das Reservat der Bären, dem der Löwen und zum Schluss dem der Nashörner. Immer wieder wird sehr eindringlich darauf hingewiesen, dass man die Fenster geschlossen halten muss und auf keinen Fall das Fahrzeug verlassen darf.

Nachdem wir den Durchfahrtteil des Reservates verlassen haben, geht es auf einen großen Parkplatz und weiter zu Fuß durch den zweiten Teil des Parks. Auch hier leben die Tiere in relativ großen Gehegen, doch trotzdem hat das hier schon mehr mit einem klassischen Zoo zu tun.

20161001 163435

Nach unserem Zoobesuch fahren wir nach Narbonne, tanken wieder voll und füllen die Vorräte auf. Danach geht es nur noch weiter bis zum Strand, wo wir auf dem Stellplatz einchecken.

2016100121. Nacht
Narbonne-Plage
Stellplatz Aqua-Jet
4 m NN
Tageskilometer: 44

 

Sonntag, 02.10.2016 - Heute geht es immer der Küste entlang. Erstmals finden wir den schmalen Weg und die kleine Brücke südlich von Beziers, und damit die einzige Landverbindung der beiden Flussufer der Aude. Die Strecke ist anscheinend bewusst schlecht ausgeschildert, damit hier möglichst wenig Fahrzeuge lang fahren, denn allzuviel Verkehr verträgt die Straße hier wohl nicht.

Danach fahren wir an dutzenden geschlossener Campingplätze und Mobilheimparks vorbei. Das ganze wirkt wie Geisterstädte und es fällt schwer, sich den Trubel vorzustellen, der hier im Sommer herrscht.

20161002 153604In Saintes-Maries-de-la-Mer herrscht Hochbetrieb. So weit draußen auf der Landspitze der Camargue, also quasi mitten auf dem Meer, scheint die Sonne und tausende Wochenendauslügler aus Montpellier und Marseille sind in dem Städchen unterwegs. Unter anderem findet heute auch eine Veranstaltung in der Stierkampfarena statt.

Die Wallfahrtskirche, die bei unserem Besuch vor drei Jahren geschlossen war, kann heute besichtigt werden. Außerdem ist der Aufstieg auf den Kirchturm und das Krichendach geöffnet. Von dort oben bietet sich ein schöner Blick über die Gässchen bis hin zum Hafen und zum Meer auf der einen Seite und weit in die Ebene der Camarque hinein.

2016100222. Nacht
Saintes-Maries-de-la-Mer
Stellplatz Est
5 m NN
Tageskilometer: 173

 

Montag, 03.10.2016 - Unser Tagesziel, den Ort Fontaine-de-Vaucluse mit dem Quelltopf des Flusses Sorgue erreichen wir bereits gegen Mittag. Hier entspringt der Fluss aus einem riesigen Loch im Berg und führt sofort eine beeindruckende Wassermenge.

Auf dem Weg vom Ortskern zur Quelle passieren wir etliche Touristenläden, die hier aneinander gereiht sind. Viele sind bereits geschlossen, doch sind immer noch viele geöffnet. Überhaupt sind viele Menschen hier im Ort unterwegs, da viele Reisebusse hierher fahren. Das ist auch kein Wunder, weil der Ort aussieht wie die Provence aus dem Bilderbuch.

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Ursprünglich wollten wir hier auch übernachten, aber irgendwie ist es noch zu früh, um heute nicht mehr weiterzufahren. Also schauen wir mal, wo wir in Richtung Heimat noch einen günstigen Übernachtungsplatz finden können.

Den finden wir in Montelimar. Die Stellflächen sind zwar ziemlich schief, aber für eine Nacht halten wir das aus. Ein abendlicher Spaziergang durch den nahen Stadtkern bringt keine besonderen Entdeckungen mehr, erhöht aber etwas die Bettschwere.

2016100323. Nacht
Montelimar
Stellplatz Municipale
87 m NN
Tageskilometer: 219

 

Dienstag, 04.10.2016 - Heute wollen wir bis nach Nancy fahren, um dann wie bei einigen vorherigen Reisen nur noch ein kurzes letztes Stück nach Hause zu haben. Wir kommen jedoch so gut auf der Autobahn durch, dass wir schon gegen 16 Uhr in Nancy sind. Deshalb fahren wir nun doch noch ein Stück weiter bis nach Trier. Natürlich nicht ohne vorher noch in Luxemburg vollgetankt zu haben. 

2016100424. Nacht
Trier
Stellplatz Trier
141 m NN
Tageskilometer: 724

 

Mittwoch, 05.10.2016 - Heute nur noch die Rückfahrt, und am späten Mittag sind wir wieder zu Hause.


 

 

 

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