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Schon vor einem Jahr bemerkten wir einen ersten Riss in unserer Duschwanne. Und da wir die Duschwanne tatsächlich häufig auch zum Duschen nutzen und nicht nur auf Campingplätze mit deren Sanitäreinrichtungen fahren, stellte dieser Riss ein Problem für uns dar.

Zunächst gingen wir einer Reparatur aus dem Weg, indem ich mit dem sogenannten „hochabdichtenden“ Klebeband von Tesa den Riss erst einmal wieder wasserdicht machte. Das funktionierte auch ganz gut, konnte aber nicht verhindern, dass der Riss größer wurde und dass sich weitere Risse noch dazu gesellten.

Mit weiterem Abdichtband schafften wir es noch bis zu unseren Touren im Frühjahr. Dann mussten wir einsehen, dass wir nicht um eine richtige Reparatur der Duschwanne herumkommen würden. Zumal, da die Wanne obendrein auch noch von dem Klebstoff des Dichtbandes hässlich verfärbt ist.

Also gleich einmal bei verschiedenen Eura-Mobil-Werkstätten nachgefragt und überall das gleiche ernüchternde Ergebnis erhalten: So ein Duschwannentausch würde für unseren Emil rund zwei bis zweieinhalb Tausend Euro kosten.

Dieser Preis rührt vor allem aus den hohen Arbeitskosten, denn die Duschwanne bekommt man nur ausgewechselt, wenn man zuvor die Seitenwände komplett demontiert, da diese logischerweise in der Duschwanne stehen müssen. Dafür brauchen zwei Mann rund zwei Arbeitstage.

Wie unzählige andere Wohnmobilisten ärgert uns dieses Problem gewaltig. Man wird den Eindruck nicht los, dass die Wohnmobilhersteller, auch unsere ansonsten tolle Firma Eura-Mobil, extra diese minderwertigen und viel zu dünnen PVC-Wannen verbauen, weil man damit nach einiger Zeit so schön viel Geld durch die Reparaturen verdienen kann.

Und wenn man die Wanne dann gegen eine neue ausgetauscht hat, ist das ja im Prinzip das gleiche Problem wieder neu: Die Wanne ist zu dünn und das Material ermüdet mit jedem Schritt den man in sein Badezimmer macht, weil der Boden unten drunter immer etwas nachgibt.

Zum Glück hatte ich in einer Wohnmobilfachzeitschrift einen Artikel über einen schwäbischen Tüftler gelesen, der die vorhandene defekte Duschwanne mit einer zweiten Haut aus GFK-Laminat repariert. Und an diesen Artikel erinnerte ich mich.

Der Tüftler heißt Frank Fromm, hat seine Werkstatt in Reutlingen und fertigt in Handarbeit maßgenaue Duschwannen, die er Schicht für Schicht auf die alte defekte Duschwanne aufbringt. Zum Schluss bekommt jede Duschwanne dann noch ein individuelles Design, da Frank Fromm praktisch jede beliebige Farbe mischen und mit der letzten Schicht aufbringen kann.

Besonders schön sind die Wannen, die über eine Art Marmorierung mit vielen kleinen kontrastierenden Farbpunkten verfügen. Genau für so eine Lösung haben wir uns später übrigens dann auch entschieden.

Nach der Wien-Reise im Frühjahr schaute ich mir dann zunächst einmal die Homepage von www.fromm-duschwannen.de genauestens an.

Das Konzept überzeugte und ich nahm telefonisch Kontakt mit der Firma auf. Leider störte ich gerade beim Laminieren einer anderen Duschwanne, aber kein Problem, vor allem am Abend hat Frank Fromm Zeit und beantwortet alle Kundenfragen sehr ausführlich.

Leider mussten wir für einen Termin in der Werkstatt ziemlich lange warten. Für die nächsten zwei Monate war die Firma nämlich schon ausgebucht, und erst am letzten Wochenende im Juli war noch genau ein Platz frei, bevor es dann in die Betriebsferien geht.

Natürlich haben wir den Termin genommen, da wir nicht noch länger auf eine mögliche weitere Tour noch im Sommer warten wollten.

Am Sonntag bringen wir Emil dann nach Reutlingen und stellen ihn auf dem Hof der Werkstatt ab. Schlüssel in den Briefkasten (mit einem etwas mulmigen Gefühl) und direkt wieder nach Hause gedüst, da wir ja schließlich am Montag wieder arbeiten müssen.

Emils Abholung ist für Freitag ausgemacht. Eigentlich sollte mich mein Sohn an dem Tag nach Reutlingen bringen, aber bereits am Sonntag, ohne Lkw-Verkehr, waren wir elf Stunden unterwegs. Das wollen wir uns an einem Freitag, und gleichzeitig dem Beginn des Haupt-Stau-Wochenendes in Deutschland dann doch lieber nicht antun.

Ich buche eine günstige Bahnkarte und rausche mit dem ICE nach Stuttgart und dann weiter nach Reutlingen. Am Bahnhof steige ich um in die Buslinie 9 und fahre in den Vorort zur Fa. Fromm.fromm

Emils neue Duschwanne ist auch schon fertig. Gespannt schaue ich sie mir gleich einmal an. Es sieht wirklich alles sehr gut und perfekt aus. Also mache ich natürlich auch gleich ein paar Fotos, die ich per WA an Tina übermittle.

Beim Betreten des Bades merkt man sofort, dass der Boden nicht mehr so sehr nachgibt, sondern dass alles viel stabiler ist. Der Barfuß-Test zeigt, dass die Oberfläche sehr angenehm ist und bestimmt auch nass guten Halt bieten wird.

Nach einem kurzen Schwätzchen mit Frank Fromm mache ich mich dann auf den Heimweg. Leider ist der Verkehr wirklich wie befürchtet. In mehreren Staus verliere ich rund drei Stunden und komme erst spät wieder nach Hause. Immerhin aber noch so früh, dass sich Tina auch direkt die Duschwanne anschaut und ebenfalls sehr zufrieden ist.

Jetzt könnte eigentlich der nächste Urlaub kommen, doch mittlerweile steht mehr oder weniger fest, dass wir noch nicht einmal ein Wochenende wegfahren werden. Erst im September gibt es wieder Urlaub.

Fest steht aber schon jetzt, dass, falls wir irgendwann noch einmal ein neues Wohnmobil kaufen sollten, wir die Verstärkung der Duschwanne direkt von Anfang an machen lassen würden.

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Eigentlich war es ja ein Projekt, das schon ganz am Anfang auf dem Programm stand: Der Einbau eines Regalsystems in die Heckgarage. Doch weil das Ganze nicht so einfach umzusetzen war, musste zunächst ein Provisorium als Lösung herhalten. In unserem Fall bestand das Provisorium darin, dass wir unsere Ausrüstung in thematisch sortierte Stapelboxen in der Heckgarage verteilt hatten. Und zwar schon genau die Boxen, die später auch bei einem Regalsystem verwendet werden sollten.

Doch die Zeit verging und irgendwie hatten wir uns an das Provisorium gewöhnt. Doch mittlerweile haben wir einige weitere Utensilien mit an Bord und die Beladung in der Heckgarage wurde zunehmend unübersichtlicher.

Daher unternahm ich nochmal einen neuen Anlauf, ein passendes Regal zu konstruieren. Doch diesen Versuch musste ich bald wieder aufgeben. Zu kompliziert und zu unregelmäßig sind die Abmessungen in der Heckgarage. Also entschlossen wir uns für eine professionelle Lösung.

Die Firma "Abenteuer-Caravan" stellt seit einigen Jahren genau die Art von Regalsystemen her, wie wir es uns vorstellen. Vor allem die Idee mit den profilierten Bosch-Aluprofilen zu arbeiten, war auch der Weg, den ich schon vor vier Jahren (leider vergeblich) versucht hatte.

Der Umbau erfolgte also nun während unserer diesjährigen Fahrt nach Passau. Übernachtung und Frühstück haben wir direkt auf dem Betriebsgelände erledigt. Es gibt dort extra einen Stromanschluss und eine Wasserversorgung. Der Blick in die Lagerhalle zeigt, dass alle eventuell benötigten Teile in ausreichender Zahl vorrätig sind.

Als erstes musste die Heckgarage natürlich leer geräumt werden. Man wundert sich dann, wieviele Sachen da plötzlich auf einem großen Haufen neben dem Mobil liegen.

Danach die Heckgarage ausfegen und schon kann es losgehen. Die Chefs selber legen hier Hand an, messen die Garagen aus und bauen die Regale ein.

Wir erörtern die Situation in unserer Garage und spontan kommt es zu einer kompletten Umplanung unseres Regals. Zu viele Winkel, Vorsprünge und unterschiedliche Deckenhöhen erfordern ein ganz individuell zusammengestelltes Regal.

Stück für Stück werden die einzelnen Komponenten eingebaut und die ersten Boxen eingeräumt. Am Ende sind wir total zufrieden. Endlich gibt es wieder so etwas wie Übersichtlichkeit in der Heckgarage. Vor allem haben wir diesmal auch die Stühle und den Tisch richtig gesichert.

Rund drei Stunden hat der Einbau gekostet. So schnell bekommt man solch einen Einbau selber natürlich nicht hin. Hier in der Firma hat man das Know-How und die schon vorkonfektionierten Teile, so dass es sich aus unserer Sicht absolut gelohnt hat, diesen Weg zu gehen. Zu groß wäre unser Ärger gewesen, wenn wir hier an der falschen Stelle gespart hätten.

50000Es war einem einem schönen Tag im Juni irgendwo auf der Autobahn und noch nicht einmal bei einer Urlaubsreise. Da ist Emils Kilometerzähler über die 50.000 km Grenze gesprungen.

Mangels eines Parkplatzes konnte man noch nicht einmal anhalten, um diesen Moment zu würdigen, so dass das Beweisfoto während der Fahrt gemacht werden musste.

Jetzt sind wir schon gespannt, was wir auf den nächsten 50.000 km mit unserem Emil erleben werden. Hoffentlich werden es wieder so viele schöne und unproblematische Reisen, wie wir sie bis jetzt hatten.

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20140528 122159  ...und doppelte Batterie-Power im Keller...
 20140528 122236  ...gesteuert durch Alden SPS 150

Als wäre die Geschichte mit der beschädigten Heckwand nicht schon schlimm genug, muss auf der Osterreise noch ein weiteres wichtiges Bauteil seinen Geist aufgeben. Gemeint ist die Bordbatterie, die ihre volle Kapazität verloren hat, so dass das Bedienpanel ständig Fehlermeldungen wegen Unterspannung liefert.

Unangenehmer Nebeneffekt ist, dass bei Unterspannung auch die elektrischen Verbraucher nicht mehr funktionieren. Also Wasserpumpe und vor allem die Heizung, die zwar mit Gas heizt, aber für den Betrieb, vor allem der Lüftung, elektrische Energie benötigt.

Zuerst vermute ich einen Defekt des Reglers, doch bald wird klar, dass die Bordbatterie Schrott ist.

Da die Kapazität bisher beim freien Stehen sowieso immer schon etwas knapp bemessen war, soll bei dieser Gelegenheit nun direkt aufgerüstet werden. Die 80 Ampere der alten Batterie sollen durch 180 Ampere in zwei neuen Bordbatterien ersetzt werden. Und wenn wir schon mal dabei sind, muss auch direkt ein Solarpanel mit aufs Dach, damit die Batterien nachgeladen werden.

Beim Einbau der Solaranlage erweist sich der Heckschaden als Glücksfall. Da die Eckverkleidungen sowieso abmontiert werden mussten, kann das Solarstromkabel an der Außenseite der GFK-Wand unterhalb der Eckverkleidung verlegt werden. Damit muss kein Loch in das Dach gebohrt werden.

Das Panel liefert im Moment bis zu 100 Watt, was theoretisch für uns ohne Fernseher im Mobil ausreichend sein müsste. Sollte sich die Ladekapazität als zu knapp erweisen, kann man mit geringem Aufwand noch ein zweites Panel dazu setzen und die Anlage erweitern.

20140412 101606So was Blödes!!! Beim Rückwärtseinparken habe ich einen Baum übersehen. Mit dem ausgeklappten Fahrradträger fahre ich dagegen. Es gibt ein merkliches Rucken, dann steht Emil.

Als ich nachschaue, stelle ich fest, dass es vor allem die linke Seite des Fahrradträgers erwischt hat. Die Halterung ist krumm und zwei Plastikteile sind gebrochen. Das sieht doch gar nicht so schlimm aus. Sollte ich da nochmal Glück im Unglück gehabt haben?

Beim örtlichen Campinghändler bestelle ich die Ersatzteile. Die Plastikteile sind noch vor unserer Osterfahrt da und werden von mir montiert. Die krumme Halterung verstärke ich, indem ich mit einem Spanngurt den Halter zusätzlich befestige, um größere Schwingungen zu vermeiden. Immerhin soll der Träger zwei Fahrräder in den Osterurlaub tragen.

20140422 132243Als ich dann am Simssee die Räder ablade, sehe ich auf einmal, dass doch nicht nur der Träger beschädigt wurde. Auch die Rückwand hat etwas abbekommen. Unmittelbar unterhalb der Befestigungsschienen ist jetzt ein Riss in der GFK-Außenhaut zu erkennen.

Die Heimreise gelingt mittels Spanngurt, doch Emil muss in die Werkstatt. Bis zum ersten großen Urlaub ist es noch etwas Zeit und ich bekomme einen rechtzeitigen Werkstatttermin.

Die Reparatur in der Fachwerkstatt ist hinterher nicht mehr zu sehen. Doch der Aufwand hierfür war beträchtlich. Es mussten die Seitenverkleidungen und die linke Befestigungsschiene entfernt werden, bevor das GFK laminiert, beigeschliffen und lackiert werden konnte. Doch als es fertig ist, sieht es wieder aus wie neu.

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