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Bei der Fahrzeugbestellung hatten wir die Bedeutung dieses Ausrüstungsteils nicht erkannt und daher auch nicht mitbestellt: Die Fahrerhausmatte.

   
Jetzt haben wir eine Matte mit Fritz
Berger-Logo im Fahrerhaus, obwohl
da doch eigentlich auch Eura Mobil
stehen könnte.
 

Doch schon bei der ersten Fahrt stellten wir fest, dass insbesondere der Mitteldurchgang im Ducato-Fahrerhaus sehr wackelig ist. Der Boden ist durch seine gummiartige Oberfläche nicht fest sondern eher „schwammig“ zu begehen.

Mit einer Fahrerhausmatte aus dem Zubehörhandel von Fritz Berger für knapp 30 Euro wurde das Feeling auf dem Boden erheblich verbessert. Und wir haben festgestellt, dass ohne diese Matte beim Ducato eigentlich nichts geht.

Daher fragen wir uns, warum diese Matte bei Eura Mobil eigentlich als Sonderzubehör aufgelistet ist? Und dann auch noch zu einem Preis von ca. 80 Euro? Das ist völlig daneben. Diese Matte sollte unbedingt serienmäßig zur Ausstattung eines jeden Ducato-Reisemobils gehören! Und zwar ohne Aufpreis!

Ein kleines und manchmal etwas lästiges Detail betrifft den Wasserhahn am Küchenblock. Mehrfach ist es uns jetzt schon passiert, dass wir den Mischhebel unbeabsichtigt geöffnet haben, weil er sich vor der offenen Glasabdeckung des Kochers befunden hat, während wir diese Abdeckung schließen wollten.

Auf den Fotos ist die Position des Mischhebels zu erkennen. Wenn man nun die Kocherabdeckung schließt, wird der Hebel mit nach vorne gezogen und das Wasser läuft.

   

In dem gezeigten Beispiel ist nun die Abdeckung der Spüle offen, so dass das nicht schlimm ist, wenn der Wasserhahn nun läuft. Aber leider passiert das ungewollte Öffnen des Mischhebels meistens dann, wenn die Glasplatte der Spüle schon geschlossen ist. Wenn dann noch der Auslauf nach oben in die Fahrposition gedreht ist, wird es richtig nass auf dem Küchenblock.

Zum Glück ist uns dieses Malheur jetzt schon länger nicht mehr passiert. Man lernt ja doch irgendwie dazu und passt auf dieses Detail auf. Aber ärgerlich waren die bisherigen Überschwemmungen schon.

Die merkwürdige Anbringung des Mischhebels hat auch noch einen anderen Nachteil. Wenn nämlich auf der rechten Gasflamme gekocht wird, kann man kein kaltes Wasser entnehmen, weil der Hebel dann unmittelbar in den Hitzebereich hineinragen würde.

Die Lösung beider Probleme wäre absolut einfach, wenn man einfach nur den Anschlag des Mischhebels um 90 Grad nach rechts gedreht hätte. Dann wäre die Kaltwasserposition senkrecht nach oben und Warmwasser wäre nach rechts ins Spülbecken und es gäbe keine Probleme mehr mit dem Kocher. Und das Schließen der Spülabdeckung unter Mitnahme des Mischhebels wäre auch unproblematisch, weil es zwangsläufig immer nur bei offener Spüle passieren könnte.

Das ist eigentlich der gravierendste Mangel an unserem Mobil. Auch wenn wir zunächst total begeisert von der elektrisch aus- und einfahrbaren Trittstufe waren, so müssen wir doch sagen, dass das Ganze eine Fehlkonstruktion ist.

Der Fehler liegt in den unterschiedlichen Stufenhöhen. 17 cm sind es bis zur Omni-Step-Stufe. Dann folgt ein 30 cm hoher Absatz auf die unterste Stufe des Eingangs. Danach dann wieder 17 cm bis in die Wohnebene des Mobils.

 
So kann man doch keine Treppe bauen!
Eine Trittstufe mit 30 cm Höhe!

Ein Architekt, der eine solche Treppe für einen Hauseingang konstruieren würde, der wäre ziemlich schnell arbeitslos. Die mittlere Stufe mit ihren 30 cm ist so hoch, dass man manchmal das Gleichgewicht beim Verlassen des Mobils verliert. Dann bleibt man gerne mit dem Absatz an der Plastkschürze des Eingangs hängen, so dass diese jetzt schon eingerissen ist.

Zum Glück kann man sich an dem Türrahmen festhalten. Ja richtig, am Türrahmen. Denn der dafür eigentlich vorgesehene Haltegriff am Küchenblock ist von der Positionierung her so ungünstig und unergonomisch, dass er weder beim Ein- noch bei Aussteigen zu gebrauchen ist. Der sieht halt ganz schön aus, ist aber völlig nutzlos.

 
schönes Design, aber nutzlos - der Haltegriff
an der Eingangstüre

Warum ist uns das Alles nicht auf der Messe in Düsseldorf aufgefallen, wo wir uns das Mobil in Ruhe anschauen konnten? Ganz einfach. in Düsseldorf stand eine extra Trittstufe vor dem Mobil, so dass man die serienmäßige Treppe gar nicht benutzen musste.

 
Zufall oder Absicht? Stufe vor dem Eingang auf der
Messe in Düsseldorf

Ein weiteres Detail findet sich, wenn man die Eingangsmatte herausnimmt. Das Holzbrett unter der Matte ist rohes und unbehandeltes Holz. Und das an einer Stelle, wo ja nun auf jeden Fall eine besondere Belastung herrscht, insbesondere immer dann, wenn man mit nassen Schuhen das Mobil betreten muss. Ich finde, es wäre ein leichtes gewesen, das Holz hier mal eben mit Klarlack zu überziehen.

 
rohes Holz, da wo auch gerne mal Wasser hingelangt

Eura Mobil Terrestra T 650 EB

leipzig 13 20141227 1681708232Das ist das Reisemobil, das wir uns ausgesucht haben. Es ist ein 3,5 t-Mobil auf der Basis des Fiat Ducato mit grüner Umweltplakette. Eine Besonderheit dieses Fahrzeuges ist der Doppelboden, in dem die Reisemobiltechnik untergebracht ist und von dem wir uns vor allem an kalten Tagen eine deutlich bessere Isolierung versprechen. Denn der Doppelboden wird mit beheizt, so dass dort auch der Abwassertank frostsicher untergebracht ist.

Direkt am ersten Tag nach der Übernahme des Reisemobils war ich damit auf einer Kfz-Waage. Hierfür hatte ich den Kraftstofftank und den Frischwassertank komplett befüllt. Außerdem befanden sich zwei Alu-Gasflaschen mit 11 kg Inhalt an Bord. Gewogen wurde ohne Fahrer, aber mit dem kompletten installierten Fahrzeugzubehör.

  Fahrzeugschein Eura Mobil Wiegung eigene Wiegung
Leergewicht 3030 kg 2900 kg 3080 kg
Vorderachse 1850 kg (zulässiges Gewicht) 1509 kg 1600 kg
Hinterachse 2000 kg (zulässiges Gewicht) 1391 kg 1460 kg

Die Wiegung von Eura Mobil ist im Garantieheft dokumentiert. Auch Eura hatte ohne Fahrer gewogen. Allerdings aber auch ohne Gasflaschen und ohne Kraftstoff an Bord.

Rechne ich zu dem gewogenen Leergewicht nun noch zwei Personen und zwei Fahrräder, dann kann man sagen, dass die Zuladung für zwei Personen sicherlich ausreichend sein wird. Allerdings dürfte es unmöglich sein, in diesem Fahrzeug mit mehr als zwei Personen zu verreisen, ohne die zulässigen Gewichte zu überschreiten.

Welches Zubehör hat das Fahrzeug also zur Zeit? Ich finde, wir haben uns da schon zurück gehalten und nicht jeden Schnickschnack einbauen lassen, den die Ausrüstungsliste so anbietet. Wer dieses Fahrzeug komplett mit Solar und TV/SAT ausrüsten möchte, der sollte sich wohl eher für die Version mit 4,25 t Gesamtmasse entscheiden.

Sonderausstattungen

> 130 PS
> FH-Komfort Paket mit
   - Stoßfänger lackiert
   - Elektrische Außenspiegel
   - Verstärkte Lichtmaschine
   - Klima im Fahrerhaus
   - Beifahrer-Airbag
   - Tempomat
   - Sitzhöhe verstellbar mit je zwei Armlehnen
   - Radio
> Aufbau Lautsprecher
> Heckstützen
> Garagentür links
> Heki-Dach
> Markise 3,5 m
> Fahrradträger für drei Räder
> Navi Snooper Ventura S7000 mit Rückfahrkamera
> Bettenumbausatz 650 EB
> Mückengitter Aufbautür
> Sun Roof
> Wärmetauscher zur Wohnraumbeheizung über Motorwärme
> Außenlicht über der Aufbautüre

Bei der Übergabe des Fahrzeuges gab es drei kleine Mängel, die sofort behoben werden konnten. Zum einen war die Kleiderschrankleuchte so eingebaut, dass sie sich bei geschlossener Türe nicht automatisch ausschaltete, weil der Stellstift mit zuviel Abstand vom Türblatt eingebaut war. Dann lief eine der Küchenschubladen nicht leichtgängig genug, sondern schleifte irgendwo, so dass der automatische Endeinzug mit Softstopp nicht funkionierte. Und dann war als drittes der Ablauf des Küchenspülbeckens irgendwo verstopft, so dass das Wasser nur langsam in den Abwassertank lief. Dieser Fehler wurde soweit behoben, dass das Wasser jetzt schneller läuft, aber perfekt finden wir die Ablaufgeschwindigkeit immer noch nicht, so dass wir da noch einmal das Abflussrohr überprüfen werden.

Als nächstes steht an, für die merkwürdig geformten Matratzen passende Spannbettücher zu nähen. Eine Aufgabe, die zum Glück von Tina übernommen wird.

Eine erste Ausfahrt mit dem Fahrzeug ist schon für das übernächste Wochenende geplant. Bis dahin werden wir, vor allem am kommenden Wochenende, das Fahrzeug weiter erforschen und auch weiter einrichten.

Eine Woche früher als angekündigt traf unser Reisemobil nun beim Händler, dem Autohof Kosmalla in Leipzig ein.

Gleichzeitig wurde uns von Eura Mobil der Fahrzeugbrief zugeschickt, so dass wir jetzt schon für die Zulassung zum Straßenverkehrsamt gehen können. Einzig die Frage unseres Wunschkennzeichens war noch nicht abschließend besprochen. Doch schließlich einigten wir uns auf die Variante mit den zwei "T" und dem glatten Hunderter.

Und in gut einer Woche, am 08. Februar, werden wir dann frühmorgens mit der Bahn nach Leipzig fahren und am Nachmittag erstmals in unserem Mobil sitzen. Die Bahnkarten für zwei Personen in der 1. Klasse sind übrigens Teil des guten Services des Autohofes Kosmalla.

Die Rückfahrt ist dann noch für den gleichen Abend geplant. Und für den Fall, dass die Fahrt länger dauern sollte, haben wir uns auf jeden Fall schonmal den nächsten Tag auf der Arbeit frei genommen. Aber auch bei pünktlicher Rückkehr wird sich dieser freie Tag ganz sicher lohnen, um das Mobil ausgiebigen ersten Tests zu unterziehen und vielleicht auch schon das eine oder andere Campingzubehör ins Fahrzeug zu laden.

Drückt uns die Daumen, dass das Wetter hält und wir keinen neuen Wintereinbruch bekommen. Denn bei Schnee und Eis müssten wir die Übergabe verschieben, da es aufgrund der durch die neue gesetzliche Winterreifenregelung stark erhöhten Nachfrage nicht mehr möglich war, Winterreifen für das Mobil zu bekommen. Und ohne Winterreifen möchten wir nun wirklich nicht mit einem nagelneuen Fahrzeug aufbrechen, wenn das Wetter nicht mitspielt.

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