Freitag, 13. März 2026
Für kommenden Montag hat Nolwenn einen Termin in der Werkstatt von Mi-Mobile, um die bestehenden zwei Tausch-Gasflaschen durch fest eingebaute Tank-Gasflaschen zu ersetzen.
Den Termin hatte ich schon auf dem Rückweg von der CMT gemacht, als ich das Ganze mit dem Werkstattleiter besprochen hatte.
Wir hatten länger überlegt, wann genau ich zu dieser Kurzreise aufbreche, die ja eigentlich wieder kein richtiger Urlaub ist, sondern eben von dem fixen Termin in der Werkstatt bestimmt wird.
Letztlich ergab es sich aber, dass ich schon am heutigen Freitag starten konnte. Allerdings gibt es zwei Einschränkungen beim Reisen.
Zum einen wird der Gaskasten auf der Rückfahrt ja mit den beiden Tankflaschen voll besetzt sein, so dass sich die Frage stellt, wohin mit den beiden Tauschflaschen. Zum Glück erzählte mir ein Kollege, dass er Interesse an einer dieser Flaschen hätte. Und da er praktisch direkt an meiner Route wohnt, habe ich den kleinen Abstecher gemacht und ihm eine Flasche für einen günstigen Preis vor die Türe gestellt.
Die zweite Flasche ist nur noch halbvoll. Die werde ich in den nächsten beiden Tagen so weit es geht leeren und dann nach dem Werkstatttermin (mit schlechtem Gewissen) im Heckstauraum befestigen und nach Hause fahren. Die kann man dann demnächst über Kleinanzeigen.de erwerben.
Ja, und zum zweiten hatten wir auf der Fahrt nach Bad Dürrheim feststellen müssen, dass die Wasseranlage im Bereich der Wasserpumpe undicht ist. Auch dieser Defekt wird bei dem Werkstatttermin abgearbeitet, aber ich kann dadurch keinen Wasservorrat im Tank mitnehmen.
Das schränkt die Möglichkeiten beim Kochen und vor allem bei Spülen ein. Den Rest bekomme ich mit Wasser aus PET-Flaschen hin. Also Kaffee kochen und Zähneputzen werden kein Problem.
Mein erstes Ziel ist heute ein Stellplatz von CampingCarPark im Elsass, also in Frankreich. Das Städtchen Soufflenheim ist damit mein Ziel. Und morgen findet rund 25 km entfernt eine Modellbahn-Ausstellung statt. Damit werde ich morgen also schonmal beschäftigt sein.
Ich komme auf der Autobahn gut durch und die Fahrt ist gar kein Vergleich mit der Horrorfahrt, die wir an Karneval in die gleiche Richtung unternommen hatten. Vor allem sind viel weniger Lkw unterwegs und auch die holländischen Dachkoffer-Fahrer sind inzwischen wohl wieder zu Hause.
Der Stellplatz in Soufflenheim beinhaltet keine Überraschungen. Kennt man einen Platz von CCP, findet man sich auch auf allen anderen leicht zurecht. Und das System funktioniert echt gut.
Der Ort selber ist noch mehr oder weniger im Winterschlaf und wenig sehenswert. Lediglich die vielen Poterien würden Tina sicherlich interessieren. Ich mache nur einen kurzen Spaziergang durch den Ort, hole mit ein gutes Baguette und verbringe einen gemütlichen Abend im Wohnmobil.
Unterwegs hatte Nolwenn noch eine unangenehme Begegnung mit einem Steinchen und hat dabei einen Steinschlag in der Windschutzscheibe davongetragen.
Etwas Ähnliches hatten wir letztes Jahr ja schon. Damals war das Löchlein aber so klein, dass die Auskunft in einer Werkstatt lautete, dass keine Maßnahmen erforderlich waren. Diesmal ist das Löchlein deutlich größer und aus den Beschreibungen des Werkstattmeisters vom letzten Jahr weiß ich, dass dieser Schaden bearbeitet werden muss. Hoffentlich geht das, ohne direkt die ganze Windschutzscheibe tauschen zu müssen. Aber darum kümmere ich mich dann ab nächster Woche erst wieder.
1. Nacht
| Gefahrene Kilometer | Tagesziel |
|---|---|
| 341 | Soufflenheim |
| SP CCP | |
| 13,73 € |
Samstag, 14. März 2026
In der Nacht ist wie angekündigt eine Kaltfront hereingezogen. Die Temperaturen sind um rund 10 Grad gefallen und es hat ordentlich geregnet. Und weil der Regen immer noch andauert, spare ich mir heute den Weg zum Bäcker und benutze den Backofen zum Aufbacken.
Nach Verlassen des Stellplatzes geht es zuerst einmal zum Supermarkt, wo ich noch mehr Wasser in PET-Flaschen kaufe. Der Verbrauch an Wasser war nämlich doch überraschen hoch. Immerhin drei Flaschen hatte ich seit gestern verbraucht.
Und ich finde auch unsere geliebten Erdbeertörtchen und so ein "gezopftes" Baguette, die besonders Tina so mag. Ich schicke ihr ein Foto mit dem "Zopf". 
Die knapp 30 km zur Modellbahnausstellung läuft problemlos. Aber ich bin viel zu früh dort und muss noch anderthalb Stunden warten, bis die Türe sich öffnet.
Zunächst bin ich fast alleine in den Räumen und kann mir vieles ganz in Ruhe anschauen. Doch dann wird es schnell immer voller. Als ich mit meinen Besichtigungen durch bin, ist es so voll wie im Hamburger Wunderland und alle schieben sich durch die Gänge.
Das ist eine gute Zeit, um nun wieder aufzubrechen. Das nächste Ziel liegt wieder in Deutschland. Es geht zum Weltkulturerbe Kloster Maulbronn.
Der Stellplatz ist sehr schräg und die Plätze sehr eng. Zum Glück sind aber noch vier Plätze frei. Mit den Auffahrkeilen bekomme ich Nolwenn halbwegs gerade ausgerichtet. Die Eingangsstufe liegt jetzt allerdings so weit oben, dass ich eigentlich wieder eine der zusätzlichen Tritte gebrauchen könnte. Bin ich aber zu bequem zu und spare mir das Herausholen der zusätzlichen Stufe.
Eine kleine Runde durch Maulbronn bringt mich schon wieder zu einem Märklin-Laden. Irgendwie zieht mich das ja gerade an. Der Laden hat zwar schon geschlossen, aber es hängt ein Plakat im Fenster, dass morgen in der Nähe eine weitere Modellbahn-Ausstellung stattfindet. Auch wenn es mich reizt, bin ich mir im Moment noch nicht sicher, ob ich da auch noch hinfahren werde. Mal sehen, wie morgen die Besichtigung des Klosters läuft.
Heute werfe ich schon mal einen Blick in den weitläufigen Innenhof. Das sieht durchaus vielversprechend aus.
2. Nacht
| Gefahrene Kilometer | Tagesziel |
|---|---|
| 157 | Maulbronn |
| SP Am Kloster | |
| 0 € |
Sonntag, 15. März 2026
Wie geplant mache ich heute nach dem Frühstück die Besichtigung des Klosters. Dabei nehme ich auch einen Audioguide, der sich hier wirklich lohnt. So viele Details, die man bei einem Rundgang auf eigene Faust übersehen oder nicht verstanden hätte.
Am späten Vormittag bin ich mit meiner Runde durch und beschließe, doch auch noch zu der Modellbahnausstellung nach Ispringen zu fahren. Der Verein ist sehr rührig, was man schon alleine an der perfekten Ausschilderung des Weges innerhalb des Ortes erkennen kann.
Unterhalb der Sporthalle gibt es einige "Katakomben", also relativ niedrige und vor allem fensterlose Räume. Sie sind kaum sinnvoll zu nutzen, außer vielleicht als Abstellmöglichkeiten. Da halte ich es für eine gute Idee, die Räume dem örtlichen Modellbahnverein zu Verfügung zu stellen.
Allerdings sind die Räume recht eng und durch extrem viele Besucher ist es gar nicht so leicht, sich alles in Ruhe anzusehen. Weil heute auch sehr viele Kinder mit dabei sind, verzichte ich darauf Fotos zu machen. Es ist praktisch nicht möglich Fotos zu machen, ohne dass sich Kinder mit darauf verirren.
Von Ispringen aus fahre ich dann nach Winnenden. In der Nähe der Fußgängerzone bekomme ich einen Parkplatz, wo ich Nolwenn mit gutem Gewissen stehen lassen kann, während ich mir in der Fußgängerzone einen Imbiss suche und mir einen leckeren Grillteller bestelle. 
Danach fahre ich zur Werkstatt und werde von der dortigen Situation überrascht, die so ganz anders ist, als ich es von den bisherigen Besuchen gewohnt bin.
Ein Wohnmobilfahrer war offenbar nicht in der Lage, das Tor zum Gelände zu öffnen. Es ist halt etwas schwergängig. Und was macht der Trottel?! Er parkt sein fettes Wohnmobil mitten in der Zufahrt vor dem Tor, wirft den Schlüssel in den Tresor und verschwindet.
Der nächste kann ja jetzt auch nichts mehr dran ändern, parkt sein Mobil also hinter dem ersten und verschwindet ebenfalls. Genauso wie der dritte Trottel, der die beiden ersten einfach nur immitiert.
So ist das Gelände zur Werkstatt jetzt also komplett blockiert. 
Ich erreiche die Chefin auf dem Handy. Aber das Handy befindet sich samt Chefin im Urlaub. Sie versucht noch, den Werkstattleiter zu erreichen, was aber nicht klappt, so dass ich heute also nicht auf das Gelände kann.
Das ist jetzt echt blöd, weil ich nur noch sehr wenig Gas zum Heizen an Bord habe. Ich bin heute also auf einen Stromanschluss als Ersatz-Energiequelle angewiesen.
Ich dürfte mit Nolwenn am Hauptsitz von Mi-Mobile übernachten und hätte dort auch Strom. Aber das Gelände liegt direkt neben der stark befahrenen Bundestraße und es ist mir einfach viel zu laut.
Ich fahre wieder zurück nach Winnenden. Der dortige Stellplatz ist nicht toll, aber ich hätte ihn diesmal genommen. Allerdings brauche ich für den Strom keine Euromünzen sondern Jetons, wobei ich vorher festlegen muss, wie viel Energie ich voraussichtlich verbrauchen werde. Genau das geht aber gerade nicht. Kann ja sein, dass das Gas doch noch bis morgen reicht.
Schließlich werde ich in Waiblingen fündig. Hier hatten wir Nolwenn in der allerersten Nacht schon einmal gestanden, als wir sie ganz frisch gerade übernommen hatten. Und hier kann ich den Strom mit Euromünzen bezahlen, wobei nach Anschlusszeit abgerechnet wird. Immer 1 Euro für 4 Stunden. Ich werfe 3 Euro ein und bin bis morgen ganz flexibel auf der sicheren Seite.
3. Nacht
| Gefahrene Kilometer | Tagesziel |
|---|---|
| 133 | Waiblingen |
| SP Am Hallenbad | |
| 4,50 € |
Montag, 16. März 2026
Heute ist es also soweit. Der Zweck dieser Reise wird erreicht. Der Wecker klingelt sehr früh und ich stelle erfreut fest, dass der Gasvorrat doch noch für die ganze Nacht gehalten hat. Und zum Frühstück kann ich mir sogar noch Kaffee kochen.
Auf der Fahrt zur Werkstatt läuft hinten noch die Heizung, bei Eintreffen an der Werkstatt ist die Flasche dann doch endlich leer. Das hat wirklich absolut genau gepasst. Besser hätte es nicht werden können.
Die leere Flasche kommt später dann in den Heckstauraum.
Während in der Werkstatt fleißig gearbeitet wird, bekomme ich den Leihwagen der Werkstatt, den mit dem Elektroantrieb.
Ich fahre nach Winnenden und suche mit ein Bäckerei-Café, wo ich mir ein schönes Frühstück bestelle und in aller Ruhe verputze. 
Mein Plan für den heutigen Tag hat sich mal wieder zerschlagen. Eigentlich wollte ich wie im letzten Jahr in Winnenden das neue Schwimmbad nutzen, doch das hat montags geschlossen. Aber das kennen wir ja schon, wo immer ich hinkomme, irgendwo ist immer gerade der Ruhetag.
Also was bleibt mir schon groß übrig? Ich fahre nochmal nach Waiblingen und besuche den dortigen großen Modellbahn-Händler. Direkt beim Betreten des Ladens mache ich den Verkäufern klar, dass ich ohne Kaufabsicht unterwegs bin und nur einige Zeit totschlagen muss.
Der Laden verfügt über ein breites Sortiment und ich schaue mir alles genau an. Außerdem gibt es eine Märklin-Bahn, die mit historischem Material im Stile der frühen Modellbahn-Jahre erbaut wurde und die im Laden ausgestellt ist. So vergeht die Zeit. 
Als ich nach der Mittagspause der Werkstatt wieder auf das Gelände zurückkehre, steht Nolwenn bereits wieder draußen und nicht mehr in der Halle. Die Arbeiten gingen schneller voran, als zunächst veranschlagt. Das freut mich sehr.
Mit einem der Mitarbeiter fahre ich Nolwenn zu einer Autogas-Tankstelle in Winnenden. Der Mitarbeiter erklärt mir, wie das Betanken der Flaschen funktioniert und ich kann das direkt ausprobieren. Wenn man so gut eingewiesen wird, ist das Ganze ziemlich einfach. 
Zurück an der Werkstatt müssen noch alle Papiere sortiert werden und ich darf natürlich auch noch zahlen. Danach fahre ich dann schon ein Stückchen in Richtung Heimat.
Von der Fachwerkstatt geht es nun (Achtung! Verwechselungsgefahr!) in die Fachwerkstadt Eppingen. Das Städtchen trägt tatsächlich den Beinamen "Fachwerkstadt" und verfügt neben sehr vielen schönen Fachwerkhäusern sogar über ein Museum zum Thema Fachwerk.
Hier im Ort war ich vor ungefähr zwei Jahren schon einmal. Damals war ich auch auf dem Weg in die Werkstatt von Mi-Mobile, wo Nolwenn damals der fehlende Booster eingebaut wurde.
In Eppingen ist es heute Nachmittag und Abend am regnen, so dass ich heute keinen Spaziergang mehr unternehme.
4. Nacht
| Gefahrene Kilometer | Tagesziel |
|---|---|
| 102 | Eppingen |
| SP Talstraße | |
| 10 € |
Dienstag, 17. März 2026
Nach dem Frühstück geht es nach Hause. Viel mehr gibt es über den heutigen Tag eigentlich nicht zu sagen.
| Gefahrene Kilometer | Tagesziel |
|---|---|
| 313 | nach Hause |
| 1046 | Gesamtkilometer |