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Tag der offenen Tür bei Märklin und Einbau Klimaanlage

Montag, 14. September 2026

Heute breche ich mal wieder zu einer Reise auf, die eigentlich gar keine richtige Reise ist. Sie wird durch verschiedene fixe Termine bestimmt werden und höchstens mal zwischendurch werde ich auch dazu kommen, mich so richtig touristisch zu bewegen. 

Als erstes habe ich heute Morgen einen Termin in Lindlar. Hier wird der Zustand des Unterbodenschutzes geprüft. Dies ist eine inklusive Leistung, die zu den Arbeiten dazu gehört, die wir vor zwei Jahren an Nolwenn zum Schutz vor dem allgegenwärtigen Rost haben machen lassen. Bis auf zwei kleine Stellen, die sofort behandelt werden, ist alles in Ordnung. 

Danach geht es wegen der Bonner Autobahnsperrung auf ungewohnten Wegen weiter bis in die Pfalz. Über Kleinanzeigen hatte ich eine schöne Vitrine für Modelleisenbahnen gefunden. Den kleinen Umweg mache ich da gerne, um die Vitrine abzuholen. Sie liegt jetzt auf dem freien Bett im Alkoven. 

Der Wetterbericht kündigt für morgen schönes Wetter an. Da würde ich nur ungern rumfahren, sondern lieber etwas an der frischen Luft unternehmen. 

Obwohl ich es eigentlich gar nicht so geplant hatte, fahre ich daher heute schon bis nach Göppingen durch. Morgen möchte ich dann Radfahren oder Wandern. 

Leider gibt es heute aber Probleme. Der bekanntlich kostenlose Stellplatz ist anscheinend voll belegt. Es gibt ja auch nur acht markierte Stellplätze. 

Aber in Wirklichkeit ist der Platz gar nicht voll belegt. Es gibt eine Reihe Wohnmobile mit GP-Kennzeichen, die hier offenbar dauerhaft abgestellt sind, ohne benutzt zu werden. Daneben sind dann auch noch mehrere Dauercamper hier, die offenbar schon länger hier hausen. 

Über so ein asoziales Verhalten kann ich mich so richtig aufregen! Daher rufe ich die Stadtverwaltung an. Es meldet sich eine Dame vom Touristenbüro. Diese erzählt, dass das Problem bekannt wäre, dass aber das zuständige Amt es anscheinend nicht schafft, dieses zu lösen. 

In "Notwehr" stelle ich mich selber daher außerhalb einer markierten Stellfläche. Zunächst parke ich mehrere Dauercamper zu. Das macht ja nichts, da die sowieso nicht wegfahren wollen. Als später ein falsch parkender Pkw wegfährt, stelle ich Nolwenn nochmal um. 

Ich stehe jetzt gegenüber der markierten Stellflächen, aber immer noch innerhalb des markierten Bereiches für Wohnmobile. 

Vielleicht fährt morgen jemand von hier weg. Dann würde ich umparken. Oder ich fahre doch nochmal woanders hin, auch wenn ich eigentlich gar nicht fahren will. Mal sehen. 

Jedenfalls bin ich diesmal wieder für den Tag der offenen Tür bei Märklin hier. Der findet dann am Freitag und Samstag statt. Im hiesigen Lokalradio laufen auch schon Vorberichte bzw. Werbung zu dem Event. Man darf mal wieder gespannt sein. 

Der Teil mit der Klimaanlage in der Reiseüberschrift bezieht sich auf einen Besuch in der Werkstatt von Mi-Mobile, wo Nolwenn ab nächster Woche Montag eine Klimaanlage erhalten wird. Aber dazu später mehr. 

​Für heute bleibe ich jedenfalls am Wohnmobil. Die Lust, nochmal zu Fuß oder mit dem Fahrrad aufzubrechen, ist mir vergangen. 

• Und keine Liebe für die Kriegsgewinnler in den Mineralölkonzernen! 😡

1. Nacht

Gefahrene Kilometer Tagesziel
483 Göppingen
SP Schockensee
0 €

Dienstag, 15. September 2026

Zunächst hole ich heute per Fahrrad meine Brötchen zum Frühstück. Das ist etwas lästig, weil ich zu der Zeit noch davon ausgehe, dass ich nach dem Frühstück wegfahren werde. Ich muss das Fahrrad also ab- und auch wieder aufladen und sichern. 

Als ich dann nach dem Frühstück tatsächlich aufbrechen möchte, stelle ich fest, dass zwischenzeitlich ein anderes touristisches Wohnmobil den Stellplatz verlassen hatte, ohne dass ich das mitbekommen hatte. 

Dann fahre ich doch nicht weiter, sondern parke Nolwenn nur einmal um. Jetzt stehe ich perfekt und kann für diese Woche selber zum "Dauercamper" werden. 

Von den sechs örtlichen Dauercampern macht niemand Anstalten weiterzufahren. Das kann ja was werden am kommenden Wochenende. Eben kam sogar ein Fahrzeug aus Schweden hier durch und musste weiterfahren. Das ist keine gute Werbung für die Stadt Göppingen. 

• Jetzt neu: Platz 4 von mir belegt

Immerhin habe ich jetzt die Ruhe, um von hier aus zu einer Fahrradtour aufzubrechen. Die Wahl fällt auf den Berg mit dem Namen Hohenstaufen und seiner gleichnamigen Burgruine. 

Der Berg ragt wie ein einzelner Vulkankegel aus der Landschaft und ist bei der Anreise nach Göppingen schon von weitem zu sehen. Nicht umsonst nennt sich Göppingen auch "die Stauferstadt". 

• Hohenstaufen

An der Flanke des Berges wird es dann extrem steil. Sogar mit der vollen Unterstützung des E-Antriebs und der kürzesten Übersetzung ist es super anstrengend für mich. 

​Auf dem letzten Kilometer ist das Radfahren dann verboten und ich muss das Rad den Berg hochschieben. Aber abgesehen von dem Verbot hätte ich es vermutlich sowieso nicht geschafft, diese Steigung fahrenderweise zu bezwingen. 

Ganz oben gibt es dann ein sehr schönes Gipfelplateau mit den Resten der ehemaligen Stauferburg. Außerdem mit viel Schatten und etlichen Sitzbänken, von denen man weit in alle Richtungen schauen kann. Vor allem auf den Albtrauf der Schwäbischen Alb, zwei weitere "Kaiserberge" und in die umliegenden Täler. 

Der Rückweg nach Göppingen ist eigentlich leicht. Auf der Verbotsstrecke schiebe ich wieder. Es ist so steil, dass ich vermutlich mit blockierten Rädern dort runterrollen müsste. Und das auf losem Untergrund. Da ist der Salto vorprogrammiert. Leute, die Fahrtechnik haben, hätten aber vielleicht Spaß an so einer Abfahrt. 

Zurück am Wohnmobil beschließe ich, dass es genug Sport für heute war. Also kann ich auch heute schon ganz ruhig das Märklineum besuchen. Eigentlich hatte ich das erst für Morgen geplant. Schließlich habe ich von Märklin zum Geburtstag ja wieder einen Gutschein für einen freien Eintritt erhalten. 

• Die Anlage im Märklineum

Nach dem Besuch der Ausstellung und natürlich auch des Shops radle ich noch in die Innenstadt und gönne mir einen leckeren Eiskaffee. Den kann ich derzeit im Wohnmobil nämlich nicht selber machen. 

2. Nacht

Gefahrene Kilometer Tagesziel
0 Göppingen
SP Schockensee
0 €

Mittwoch, 16. September 2026

Heute soll eine Kaltfront mit Regen über uns hinwegziehen. Doch der Vormittag ist noch schön warm, trocken und sonnig. Daher fahre ich etwas mit Fahrrad durch Göppingen. Einfach nur so, ohne besonderes Ziel. Außer vielleicht, die Stadt noch etwas besser kennen zu lernen, um mich besser orientieren zu können. 

Am Märklineum laufen die Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür auf Hochtouren. Die Zelte sind bereits aufgebaut und werden auch schon eingeräumt. Da gibt es so einiges zu schleppen. 

Am Eingang zur Fußgängerzone steht eine alte Presse der Göppinger Firma Schuler. Den Märklinisten ist sie bestens bekannt, da sie im Jahr 2001 als Beladung für einen Modell-Güterwagen verkauft wurde. Es handelte sich dabei um den Museumswagen des Jahres. 

Einen kleinen Wochenmarkt gibt es hier heute auch. 

Zum Schluss meiner Runde fahre ich noch kurz zum Supermarkt, um für das Mittagessen einzukaufen. Da ist der Himmel bereits sehr zugezogen. Doch die ersten Regentropfen fallen erst, als ich schon wieder am Wohnmobil zurück bin. 

Den Regen sitze ich im Wohnmobil aus. Erst am späteren Nachmittag breche ich dann nochmal zu einer kleinen Runde zu Fuß auf. Ich gehe ohne besonderes Ziel, sondern einfach nur, um mich nochmal zu bewegen. Ansonsten klingt der Tag ruhig aus. 

3. Nacht

Gefahrene Kilometer Tagesziel
0 Göppingen
SP Schockensee
0 €

Donnerstag, 17. September 2026

Heute beginne ich den Tag ganz gemütlich, schlafe relativ lange, frühstücke in Ruhe und überlege, was ich so unternehmen könnte. 

Ich entscheide mich für einen Besuch in den "Barbarossa Thermen", die nur 150 m entfernt direkt gegenüber der großen Mehrzweckhalle liegen. 

Bisher hatte ich dieses Schwimmbad noch nie genutzt. Und tatsächlich stellt sich heraus, dass der Begriff "Thermen" doch etwas hoch gegriffen ist. Letztendlich handelt sich um ein Hallen-Schwimmbad. Zwar ist es groß und gut in Schuss mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, einem Spiel-, Plansch- und Sprudlerbecken, sowie einer großen Rutsche. Doch letztlich hat das alles nichts mit einer Therme zu tun, auch wenn es eine Saunaabteilung gibt. 

Trotzdem ist das Bad doch genau das, was ich gesucht habe. Und es ist ziemlich leer, so dass man wunderbar seine Bahnen ziehen kann. Vielleicht liegt die Leere des Bades daran, dass hier in Göppingen heute der Einschulungstag stattfindet. Zumindest sind auch noch keine Schulklassen hier im Bad zu sehen. 

Und ich habe mir einmal Duschen im Wohnmobil gespart. Das ist doch auch schon etwas. 

Später am Tag, nach dem Mittagessen, unternehme ich noch eine Fahrradtour. Es geht das Filstal entlang zu einer weiteren Burgruine der Staufer. Vor allem der sogenannte "Stauferturm" soll eine schöne Rundumsicht bieten. 

Es geht zum Schluss zwar wieder bergauf, doch mit der Steigung von Vorgestern ist das nicht zu vergleichen. Es ist halt eine etwas steilere Straße, die dort hinaufführt. 

Oben gibt es einen großen Burghof mit einigen Event-Locations. Hier können mehrere Hochzeitsgesellschaften gleichzeitig feiern. Das ist hier schon eine feine Kulisse für solch ein Fest. 

​Die Rückfahrt ist wie schon die Hinfahrt nicht besonders attraktiv. Ich navigiere mit dem Handy und die Routenführung geht zu großen Teilen einfach an der Bundesstraße entlang. 

Am Abend findet in der großen Halle nebenan noch ein Handballspiel von Frisch-auf! Göppingen statt. Das wird wieder ziemlich laut. Abgesehen davon ist mal wieder wildestes Parken angesagt. Es ist wie am Stadion in Leverkusen. Als letztes kommen, aber ganz vorne und völlig rücksichtslos parken wollen. 

Hoffentlich geht das Spiel nicht so lange. 🙄

4. Nacht

Gefahrene Kilometer Tagesziel
0 Göppingen
SP Schockensee
0 €

Freitag, 18. September 2026

Heute ist der erste Tag des Tag-der-offenen-Tür bei Märklin. Beim Brötchenholen ist es noch ziemlich kühl und ich ziehe mich warm an. So fahre ich nach dem Frühstück dann auch zur Fa. Märklin.

Dort merke ich dann aber schnell, dass es zwischenzeitlich doch wieder wärmer geworden ist. Also fahre ich nach kurzer Zeit nochmal zurück und ziehe mich wieder sommerlicher an. Mit kurzer Hose und T-Shirt komme ich gut durch den Tag. 

Im Märklineum treffe ich direkt nach meiner ersten Ankunft den Märklin-Chef. Er ist Profi und stimmt einem gemeinsamen Selfie sofort zu. Die Kollegen vom Stammtisch, mit denen ich das Foto auch direkt teile, sind begeistert. Unter Märklinisten ist das Gesicht sehr bekannt, da er seine Aufgabe, die Firma in der Öffentlichkeit zu vertreten sehr ernst nimmt und nicht einfach irgendeinen Pressesprecher vorschickt. 

Zu dem Tag selber brauche hier in einem Reiseblog nicht viel zu schreiben. Ich starte natürlich zu verschiedenen Rundgängen durch das Sonderverkaufszelt, einschließlich Schlange stehen, sowie durch das Werk. Außerdem verpflege ich mich heute hier bei den Caterern und lasse die Küche im Wohnmobil kalt. 

Als die Veranstaltung am Nachmittag auf das Ende zugeht, setze ich mich auch wieder auf das Rad und fahre zurück zum Wohnmobilplatz, wo ich den Tag gemütlich ausklingen lasse. Schließlich gibt es morgen ja noch einen zweiten Tag bei Märklin. Da werde ich selbstverständlich auch nochmal hingehen. 

5. Nacht

Gefahrene Kilometer Tagesziel
0 Göppingen
SP Schockensee
0 €

Samstag, 19. September 2026

Ich lasse den anderen Besuchern viel Vorsprung und bin erst eine Stunde nach der offiziellen Anfangszeit am Märklin-Werk. Da bin ich dann doch überrascht, wie voll es heute ist. 

Die Warteschlange zur Werksbesichtigung ist über 100 m lang. Und auch am Sonderverkauf stehen unglaublich viele Menschen an. Und den ganzen Tag über wundert man sich, wie viele Sachen da aus dem Zelt geschleppt werden. Am Abend haben die Mitarbeiter nicht mehr viele Sachen übrig, die sie in ihr Lager zurückräumen müssten. 

Ich laufe antizyklisch über das Gelände. Immer da, wo nichts los ist, gehe ich hin. Zum Beispiel ist gegen 11 Uhr am Eisstand noch nichts los und ich gönne mir ein sehr frühes Eis. 

​Ich hole mir auch wieder etwas zum Essen und muss heute wieder nicht kochen. 

Gegen 14 Uhr habe ich erstmal genug und radle zum Wohnmobil zurück. Da bleibe ich aber nur kurz und statte den Barbarossa Thermen einen weiteren Besuch ab. 

Meine Bahnen sind schnell geschwommen und ich habe auch wieder einmal Duschen im Wohnmobil gespart. 

Im Radio läuft der Lokalsender, der die ganze Zeit über den Tag der offenen Tür berichtet. Es klingt so, als wäre immer noch einiges los. Da muss ich dann doch nochmal mit dem Fahrrad los und mir auch noch anschauen, wie die Veranstaltung zu Ende geht. 

Dann aber geht es endgültig zum Wohnmobil zurück und der Tag klingt gemütlich aus. Morgen werde ich dann weiter ziehen. 

6. Nacht

Gefahrene Kilometer Tagesziel
0 Göppingen
SP Schockensee
0 €

Sonntag, 20. September 2026

Der heutige Tag verspricht schönes Wetter, so dass ich heute mal wieder eine kleine Wanderung unternehmen möchte. 

Die Wahl fällt auf die Burg Teck. Ich kann ja gar nicht mehr zählen, wie oft ich da bereits auf der A8 vorbei gefahren bin. Immer ging es darum, so schnell wie möglich weiter nach Süden zu gelangen. Nie hatte ich mir bisher die Zeit genommen, die Teck auch mal zu erforschen. 

Ich fahre zu einem Wanderparkplatz an der Flanke des Berges. Von hier ist es nur eine kurze Wanderung hoch zur Burg. Der Aufstieg ist steil, aber der gut beschilderte Wanderweg führt durch schattigen Wald und ist gut zu gehen. 

Oben genieße ich die Aussicht. Zum Glück habe ich heute dran gedacht, das Fernglas mitzunehmen. 

In der einen Richtung kann ich den Hohenstaufen ausmachen, auf dem ich am Dienstag mit dem Fahrrad war. Und von hier aus sind auch die beiden anderen "Kaiserberge" gut zu erkennen. 

In der anderen Richtung geht die Sicht eher nach Stuttgart. Außerdem ist die Burg Hohenneuffen gut zu erkennen. Auch hier war ich vor zwei Jahren schon.

Unterhalb der Burgmauer gibt es noch eine kleine Höhle, das sogenannte Sibyllenloch. Für wandernde Kinder äußerst spannend das Ganze. 

Die Wegweiser auf dem Rückweg weisen zu dem ehemaligen Segelflug-Startplatz hier oben auf dem Berg. Schon als Kind hatte ich bei jeder Urlaubsfahrt mir den Kopf verdreht und nach den Segelfliegern an der Teck gesucht. Schließlich war das Fliegen mit ferngesteuerten Segelflugmodellen ein Hobby von mir. Die Firmen Graupner und Robbe waren damals in aller Munde. Nicht anders als die Fa. Märklin heute noch. 

Unter Segelfliegern ist die Teck sicherlich genauso bekannt wie die Wasserkuppe in der Rhön. Also muss ich mir das doch mal anschauen. 

Den Startplatz gibt es nun schon lange nicht mehr. Aber Anfangs hat man tatsächlich die Segelflieger in Einzelteilen auf den Berg geschleppt, um von hier oben zu starten. Später kamen dann Seilwinde und der Schleppflug hinzu und machten die Starts von hochgelegenen Punkten überflüssig. 

Das Gelände wurde renaturiert und von der alten Halle ist nicht mehr viel übrig. Lediglich ein paar Mauer- und Betonreste sind noch zu sehen. Und der Starthang ist jetzt völlig zugewachsen. Kaum mehr vorstellbar, dass hier mal Flugzeuge gestartet werden konnten. 

Als ich dann unten wieder am Parkplatz ankomme, sind dort mittlerweile auch jede Menge Modell-Segelflieger aktiv. Der freie Hang unterhalb des Parkplatzes ist für sie ideal zum Starten und Landen. 

Jetzt fahre ich nur noch weiter zur Werkstatt von Mi-Mobile. Nolwenn soll eine Klimaanlage auf das Dach bekommen. Das ist durch Tinas Erkrankung erforderlich geworden. Sie hält es bei zu hohen Temperaturen nicht mehr im Wohnmobil aus. 

Der Umbau ist aufwendig und zeitintensiv. Es wird voraussichtlich mehrere Tage dauern, bis alles fertig ist. Denn zunächst müssen die damals falsch monierten bzw. geklebten Solarmodule vom Dach runter. Dann muss geschaut werden, ob das Dach in Ordnung ist, oder auch noch ausgebessert werden muss. Dann kann die Klimaanlage auf das Dach und schließlich noch neue Solarmodule. 

Zum Glück werden die Tagesabschnitte so gestaltet, dass Nolwenn abends immer wieder raus gefahren werden kann. So kann ich dann im Wohnmobil übernachten und muss mir nicht auch noch ein Hotelzimmer suchen. 

Bei Eintreffen an der Werkstatt ist das Tor diesmal frei zugänglich und ich kann so wie sonst auch, schon heute auf das Gelände und mich dort einrichten. Morgen werde ich dann aber wohl mit Wecker aufstehen. 

7. Nacht

Gefahrene Kilometer Tagesziel
84 Winnenden (1)
Werkstatt Mi-Mobile
0 €

Montag, 21. September 2026

Heute erlebe ich einen Tag mit Höhen und Tiefen. Da die Werkstatt früh öffnet, stehe ich auch früh auf. Trotzdem bin ich nach dem Frühstück noch mit Aufräumen beschäftigt, als der Monteur an die Türe klopft, um zu fragen, wann er endlich mit den Arbeiten beginnen kann. 

Ich kann ihn beruhigen, denn ich bin fast fertig. Und kurz darauf steht Nolwenn in der Halle. Mit der großen Arbeitsbühne und einer Leiter geht es zunächst den falsch geklebten Solarmodulen an den Kragen. Das Ablösen erweist sich als recht einfach und geht überraschend schnell. 

Dann werde ich in die Halle gerufen. Auf dem Dach ist ein Hagelschaden festzustellen. Zwar handelt es sich um ein GFK-Dach, doch trotzdem ist ein Hagelschaden möglich. Das war mir neu. 

Dieser Hagelschaden ist zudem schon älter und ausgehend von den Beulen haben sich Risse im GFK gebildet. Da wird ein komplette Sanierung des Daches fällig. Das wiederum erfordert den Kontakt zur Versicherung. Und die wollen einen eigenen Gutachter, um das Dach zu inspizieren. Da kann ja noch was auf uns zukommen! 

Trotzdem ist es möglich, mit den geplanten Arbeiten fortzufahren. Während die Klimaanlage auf das Dach kommt, kann ich wieder mit dem E-Auto der Werkstatt in den Ort hinunter fahren. Mein Plan, nochmal das Schwimmbad in Winnenden für ein paar Bahnen zu nutzen, scheitert kläglich. Es ist Montag und montags ist der Schulschwimmtag. Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. 

Ich vertrödele einige Zeit und fahre gegen Mittag wieder zurück zur Werkstatt. Hier sind die Arbeiten weit fortgeschritten. Sogar die neuen Solarpanele sind bereits montiert. 

​Alles ist viel früher und schneller fertig als ursprünglich mal kalkuliert. Dies liegt daran, dass die Entfernung der alten Solarpanele so unproblematisch möglich war. 

Es bleibt dann noch eine undichte Stelle im Abwassersystem. Mir war beim letzten Urlaub in Echternacherbrück aufgefallen, dass sich Wasser im Zwischenboden befand. Die undichte Stelle hing irgendwie mit der Leitung des Waschbeckens im Bad zusammen. Aus diesem Grund hatten wir dieses Waschbecken nicht mehr benutzt. 

Der Monteur findet den Schaden an schwer zugänglicher Stelle praktisch sofort. Es handelt sich um einen Schaden, der bei Euramobil wohl zum Standard zählt. Entsprechend schnell erfolgt auch die Beseitigung des Schadens, indem ein neuer Flansch am Eingang des Abwassertanks eingesetzt wird. 

Danach kann Nolwenn auch schon wieder die Halle verlassen. Natürlich mache ich noch das eine oder andere Foto vom neuen Dach. Mit dem zusätzlichen Aufbau ist Nolwenn jetzt auch einige Zentimeter höher geworden. Bei nächster Gelegenheit werde ich die neue Höhe auch mal ausmessen. 

8. Nacht

Gefahrene Kilometer Tagesziel
0 Winnenden (2)
Werkstatt Mi-Mobile
0 €

Dienstag, 22. September 2026

Heute kann ich wieder etwas gemütlicher in den Tag starten. Die Arbeiten an Nolwenn sind abgeschlossen und es muss nur noch ein Kontrolle stattfinden, ob die Klebeverbindungen ordentlich ausgehärtet sind. Vorher möchte ich lieber nicht auf die Autobahn fahren. 

Aber die Kontrolle zeigt, dass alles gut ist und so fahre ich los, nachdem der Berufsverkehr hoffentlich durch ist. Die Fahrt geht zurück nach Hause. Zwar waren ursprünglich ja mehrere Tage in der Werkstatt geplant, aber es macht gerade keinen Sinn für mich, die Reise jetzt noch in die Länge zu ziehen. 

Einen Zwischenstopp lege ich in Hockenheim bei Engelbert Strauss ein. Da finde ich ein paar neue T-Shirts. Außerdem finde ich Ersatz für eine undichte Trinkflasche, die ich sonst immer zum Sport mitgenommen hatte. 

Auf der anderen Rheinseite, in Speyer, kann ich das Grauwasser ablassen. Am Klärwerk gibt es dafür eine Möglichkeit. 

Den nächsten Zwischenstopp lege ich am Werk von Euramobil ein. Im dortigen Reisemobilforum werden eigentlich die Modelle des gesamten Konzerns präsentiert. 

Leider sind die aber wohl noch nicht von der Messe in Düsseldorf zurück. Und natürlich ist unser Modell ebenfalls noch unterwegs. Dabei hätte ich gerne einen weiteren Versuch unternommen an einem aktuellen Modell nach Maßnahmen der Modellpflege zu suchen. 

Der einzige anwesende Verkäufer weiß aber, dass schon wieder nichts verbessert wurde. Das ich davon enttäuscht bin, kann er gar nicht verstehen. Er verweist auf kulante Mängelbeseitigung und ähnlich hohle Argumente. 

​Er ist geschockt, als ich ihm erkläre, dass ich mir das Modell unter diesen Umständen nicht noch einmal kaufen würde. Bei dem neuen X-Tourer, auf den er stolz hinweist, gibt es doch auch Modellpflege im Austausch mit den Kunden.

Ich verlasse das Forum und zurück bleibt ein einigermaßen sprachloser Verkäufer. 

Dann geht es nur noch, wie schon so oft bei einer Rückreise über die A61, zu einem Besuch bei den Enkeln. Ich parke vor dem Haus und werde die letzte Nacht dieser Reise hier verbringen. 

9. Nacht

Gefahrene Kilometer Tagesziel
368 Weilerswist

Mittwoch, 23. September 2026

Heute geht es dann endgültig wieder nach Hause. In Leverkusen fahre ich dann auch noch schnell AdBlue nachtanken, da die Anzeige wieder auf Halbvoll runter gegangen war. 

Das sind dann immer ca. 10 bis 11 Liter, die dann passen. Insgesamt hat sich der Verbrauch von AdBlue auf 3,5 Liter pro 1.000 Kilometer eingependelt. 

Gefahrene Kilometer Tagesziel
58 nach Hause
993 Gesamtkilometer